Magisterarbeit, 2008
125 Seiten, Note: 2,1
1 Einleitung und Problemstellung
2 Lebenssituation von Vorschulkindern
2.1 Persönlichkeitsentwicklung im Vorschulalter
2.2 Sozialisation im Vorschulalter – Partner und Bedingungen
2.3 Spiel, Sport und Bewegung im Vorschulkindalltag
2.4 Zusammenfassung
3 Gedächtnis im Vorschulalter
3.1 Gedächtnismodelle
3.2 Gedächtnisentwicklung im Vorschulalter
3.3 Einfluss des Gedächtnisses auf andere kognitive Entwicklungsbereiche
3.4 Zusammenfassung
4 Motorik im Vorschulalter
4.1 Motorische Fähigkeiten
4.2 Motorische Fertigkeiten
4.3 Motorische Entwicklung im Vorschulalter
4.4 Zusammenfassung
5 Befundlage zum Zusammenhang zwischen dem Gedächtnis und der Motorik bei Vorschulkindern
5.1 Kognition und Motorik
5.2 Gedächtnis und Motorik
6 Wissenschaftliche Fragestellungen und Hypothesen
7 Untersuchungsmethodik
7.1 Untersuchungsdesign und Untersuchungsplanung
7.2 Stichprobenbeschreibung
7.3 Verfahren der Datenerhebung
7.4 Verfahren der Datenauswertung
7.5 Methodenkritik
8 Darstellung ausgewählter Untersuchungsergebnisse
8.1 Entwicklung des visuell-räumlichen Gedächtnisses
8.2 Entwicklung des phonologischen Gedächtnisses
8.3 Entwicklung allgemeiner motorischer Fähigkeiten
8.4 Ergebnisse zum Zusammenhang zwischen dem Gedächtnis und der Motorik
8.4.1 Einfache Korrelationsprüfung zwischen der Gedächtnisleistung und der allgemeinen Motorik
8.4.2 Varianzanalyse - Entwicklungsverlauf: allgemeine Motorik (1. Erfassung und 2. Erfassung) und Gedächtnisleistung
8.4.3 Varianzanalyse - Leistungsstand: Dimensionen der Motorik (1. Erfassung und 2. Erfassung) und Gedächtnisleistung
8.4.4 Einfache Zusammenhangsprüfung zwischen Unterfunktionen des Gedächtnisses und Dimensionen der Motorik
8.5 Einzelfallanalyse
8.6 Zusammenfassung
9 Interpretation und Einordnung der Untersuchungsergebnisse
10 LITERATURVERZEICHNIS
11 ANHANG
Die vorliegende Magisterarbeit verfolgt das Ziel, den bislang wissenschaftlich wenig untersuchten Zusammenhang zwischen der Gedächtnisentwicklung und der motorischen Entwicklung bei Kindern im Vorschulalter zu analysieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich diese beiden Persönlichkeitsbereiche wechselseitig beeinflussen und welche Entwicklungsverläufe sich über den Zeitraum eines Jahres nachweisen lassen.
1 Einleitung und Problemstellung
Bereits im Säuglingsalter legen Bewegungen im Raum und somit erste sensomotorische Erfahrungen den Grundstein für die kognitive Entwicklung (Piaget & Inhelder, 1991). Dies gilt insbesondere auch für die Entwicklung der Gedächtnisleistung, die schon bei jungen Kindern erfasst werden kann. Das Gedächtnis ist ein komplexes psychisches Gebilde und die Voraussetzung für jede Orientierungsleistung und Verhaltenssteuerung (vgl. v. d. Meer, 2001). Vor allem ist es aber auch identitätsbildend durch die starke Verknüpfung zur Sprache und ermöglicht erst Lerntätigkeit. Nur unter diesen Bedingungen kann sich der Mensch mit seiner Umwelt auseinandersetzen.
Neuere Untersuchungen mahnen die Verschlechterung der allgemeinen motorischen Fähigkeiten im Kindesalter an und weisen auf einen zunehmend inaktiven Lebenswandel hin (Schmidt, 2002; Bös, 2006). Sie beschreiben, dass der Alltag von Vorschulkindern immer häufiger in Ruhe oder mit einem geringen Energieverbrauch weiterhin verbracht wird.
Spiegeln diese Befunde tatsächlich die Realität wieder, liegt es nahe, dass sich die Auswirkungen des Lebenswandels in einer Verschlechterung der motorischen Leistungsfähigkeit zeigen können und sich diese Veränderungen auch im kognitiven Bereich zeigen. Es wird davon ausgegangen, dass enge Zusammenhänge zwischen der Gedächtnisentwicklung und motorischen Entwicklung im Vorschulalter bestehen.
Empirische Untersuchungen, die sich besonders der Beziehung zwischen der Gedächtnisleistung und der Motorik im Vorschulalter widmen, liegen bisher noch nicht vor. Deshalb ist es das Ziel der vorliegenden Untersuchung, den Zusammenhang zwischen der Gedächtnisentwicklung einerseits und der motorischen Entwicklung andererseits in diesem Altersbereich zu analysieren.
1 Einleitung und Problemstellung: Hinführung zur Thematik und Erläuterung der Forschungslücke sowie Zielsetzung der Arbeit.
2 Lebenssituation von Vorschulkindern: Beschreibung des sozialen und psychologischen Hintergrunds, der Entwicklung als Prozess sowie der Bedeutung von Sport und Bewegung.
3 Gedächtnis im Vorschulalter: Darstellung von Gedächtnismodellen, der Gedächtnisentwicklung sowie deren Einfluss auf andere kognitive Bereiche.
4 Motorik im Vorschulalter: Theoretische Einführung in die Motorik, motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie deren Entwicklung im frühen Kindesalter.
5 Befundlage zum Zusammenhang zwischen dem Gedächtnis und der Motorik bei Vorschulkindern: Übersicht über den Forschungsstand bezüglich der Verbindung von Kognition, Gedächtnis und Motorik.
6 Wissenschaftliche Fragestellungen und Hypothesen: Formulierung der forschungsleitenden Fragen und Hypothesen basierend auf dem theoretischen Teil.
7 Untersuchungsmethodik: Erläuterung des Untersuchungsdesigns, der Testverfahren und der statistischen Auswertungsmethoden.
8 Darstellung ausgewählter Untersuchungsergebnisse: Präsentation der Ergebnisse zu Gedächtnisleistung, Motorik und deren statistischen Zusammenhängen.
9 Interpretation und Einordnung der Untersuchungsergebnisse: Diskussion der Ergebnisse und Einbettung in den theoretischen Kontext.
Vorschulalter, Gedächtnisleistung, motorische Entwicklung, Arbeitsgedächtnis, kognitive Entwicklung, Bewegungsförderung, Psychomotorik, sensomotorische Erfahrung, Entwicklungsdiagnostik, Lernfähigkeit, Modellvorstellungen, empirische Untersuchung, Intelligenz, Kopplungsfähigkeit, Differenzierungsfähigkeit.
Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel von Gedächtnisentwicklung und motorischer Entwicklung bei Kindern im Vorschulalter.
Die zentralen Felder umfassen die psychologische Sicht auf die kindliche Entwicklung, theoretische Modelle des Gedächtnisses, die motorische Ontogenese sowie die Untersuchung empirischer Zusammenhänge zwischen kognitiven und motorischen Fähigkeiten.
Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Gedächtnisentwicklung und der motorischen Entwicklung bei vier- bis sechsjährigen Kindern empirisch zu analysieren, da hierzu bisher eine Forschungslücke bestand.
Die Autorin kombiniert verschiedene Forschungsansätze, darunter Querschnitt-, Längsschnitt- und Zeitwandelstudien, und nutzt psychometrische Testverfahren wie den Wiener Entwicklungstest (WET) und den Motoriktest (MOT 4-6).
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit den Themen Gedächtnis und Motorik sowie eine detaillierte Darstellung und Interpretation eigener Untersuchungsergebnisse.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Vorschulalter, Gedächtnisleistung, motorische Entwicklung, Arbeitsgedächtnis, Psychomotorik und Entwicklungsdiagnostik charakterisieren.
Das Arbeitsgedächtnis wird als zentrale Kontrollinstanz betrachtet, die durch verschiedene Untersysteme wie das visuell-räumliche System und die phonologische Schleife wichtige Grundlagen für Lernprozesse und die motorische Steuerung bildet.
Ja, die Studie zeigt, dass Mädchen in den Tests teilweise bessere Leistungen erbrachten und sich über den Beobachtungszeitraum hinweg tendenziell stärker verbesserten als Jungen.
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