Masterarbeit, 2022
57 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Forschungsgegenstand und Methode
3 Inhalte der Allgemeinen Technischen Bildung
3.1 Technikbegriff
3.2 Herkunft und pädagogischer Anspruch der Unterrichtsinhalte
3.3 Problem- und Handlungsfelder
3.4 Fragen zu den Problem- und Handlungsfelder an Herr Prof. Sachs
4 Bedeutung von Rüstung und Krieg für die allgemeine Technik
5 Lebensweltliche Bedeutung von Rüstung und Krieg
5.1 Auslandseinsätze der Bundeswehr
5.2 Rüstungsindustrie und -exporte
5.3 US-Drohnenkrieg gesteuert aus Deutschland
5.4 Kriege als Fluchtursache
5.5 Fluchthintergrund bei SuS
5.6 Waffen in Computerspielen und Filmen
6 Betrachtung des Themenkomplexes im Kontext der Handlungsorientierung
7 Inhaltlicher Aufbau des Themenkomplexes
8 Abschließende Betrachtung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Themenfeld Rüstung und Krieg als eigenständiges Problem- und Handlungsfeld für den Technikunterricht zu rechtfertigen, indem sowohl dessen fachwissenschaftliche als auch dessen lebensweltliche Relevanz belegt wird.
4 Bedeutung von Rüstung und Krieg für die allgemeine Technik
Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Bedeutung von Rüstung und Krieg für die allgemeine Technik sowie der Bedeutung von Technologien für bewaffnete Konflikte. Das inhaltliche Ziel besteht darin, den Nachweis zu erbringen, dass eine direkte Korrelation zwischen Kriegen sowie den damit verbundenen Rüstungsinteressen und der allgemeinen Technik besteht.
Heraklit bezeichnete den Krieg als „Vater aller Dinge“ (Heraklit zitiert nach Trischler, 2002, p. 107). Auch wenn diese Aussage häufig zu wörtlich interpretiert wird (Heraklit verstand darunter die Polarität des Lebens, das Wechselspiel zwischen den Gegensätzen (vgl. Weilmeier, 2017)) wohnt dieser Fehlinterpretation, bezogen auf die Entwicklung der Wissenschaft und Technik doch etwas Wahres inne. Kriegerische Handlungen haben seit der Antike und bis heute signifikanten Einfluss auf die Technik. Helmut Trischler schreibt dazu: „Die Innovationen generierende und stimulierende Bedeutung von Krieg und Rüstung läßt sich für lange Perioden der Entfaltung des wissenschaftlichen und technischen Wissens seit der Antike nachweisen“ (Trischler, 2002, p. 107). Herrscher und politische Systeme sind seit jeher daran interessiert, Ingenieure und Erfinder finanziell zu fördern. Insbesondere weil diese sich von deren Entwicklungen einen strategischen oder operativen Vorteil im Falle eines militärischen Konfliktes erhofften (vgl. ebd., p. 107).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle moderner Technik in Kriegen des 21. Jahrhunderts und konstatiert, dass eine pädagogische Reflexion dieses Themas in der Schule bisher fehlt.
2 Forschungsgegenstand und Methode: Hier wird der methodische Ansatz der qualitativen Literaturrecherche dargelegt, um das Themenfeld Rüstung und Krieg als Problem- und Handlungsfeld für den Technikunterricht zu begründen.
3 Inhalte der Allgemeinen Technischen Bildung: Dieses Kapitel erörtert fachdidaktische Grundlagen zur Inhaltsbestimmung und den technikwissenschaftlichen Begriffsrahmen für den Technikunterricht.
4 Bedeutung von Rüstung und Krieg für die allgemeine Technik: Es wird die historische und aktuelle Korrelation zwischen militärischen Konflikten, Rüstung und technologischem Fortschritt analysiert.
5 Lebensweltliche Bedeutung von Rüstung und Krieg: Untersuchung der Relevanz des Themas in der gesellschaftlichen und individuellen Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler anhand von Beispielen wie Auslandseinsätzen und Medienkonsum.
6 Betrachtung des Themenkomplexes im Kontext der Handlungsorientierung: Dieses Kapitel diskutiert die Vereinbarkeit von kriegsbezogenen Themen mit dem pädagogischen Prinzip der Handlungsorientierung im Technikunterricht.
7 Inhaltlicher Aufbau des Themenkomplexes: Vorstellung eines strukturierten didaktischen Konzepts, das historische Entwicklungslinien (Kulturreihen) nutzt, um das komplexe Thema fachlich angemessen aufzuarbeiten.
8 Abschließende Betrachtung: Zusammenführung der Ergebnisse und Plädoyer für die Einbeziehung zeitgemäßer technischer Entwicklungen in den Technikunterricht.
Rüstung, Krieg, Technikunterricht, Allgemeine Technische Bildung, Problem- und Handlungsfelder, Waffentechnik, Handlungsorientierung, Lebenswelt, Schulentwicklung, Technikgeschichte, Digitalisierung, Fluchtursachen, Mündigkeit, Medienkompetenz, Innovation.
Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit das Thema Rüstung und Krieg als eigenständiger Bildungsgegenstand (Problem- und Handlungsfeld) in den allgemeinbildenden Technikunterricht integriert werden kann.
Die Arbeit verbindet technikwissenschaftliche Aspekte der Rüstungsentwicklung mit der gesellschaftlichen und individuellen Lebenswelt von Heranwachsenden, unter Berücksichtigung didaktischer Kriterien.
Das primäre Ziel ist es, eine fachdidaktische Grundlage für die Integration des Themas in den Technikunterricht zu liefern und dessen Daseinsberechtigung als technisches Bildungsfeld zu rechtfertigen.
Es handelt sich um eine qualitative Arbeit, die auf einer umfangreichen systematischen Literaturrecherche und der Analyse fachdidaktischer sowie fachwissenschaftlicher Texte basiert.
Der Hauptteil analysiert die Korrelation zwischen Krieg und Technik, die lebensweltliche Betroffenheit von Schülern (z.B. durch Spiele oder Fluchthintergrund) und entwickelt ein inhaltliches Modell zur Umsetzung (Kulturreihen).
Wichtige Begriffe sind insbesondere das Problem- und Handlungsfeld, die allgemeine technische Bildung, Technikgeschichte, Handlungsorientierung und die gesellschaftliche Mündigkeit der Lernenden.
Weil dieses Modell in der Technikdidaktik weite Anerkennung findet und durch seine Struktur eine mehrperspektivische Auseinandersetzung ermöglicht, die über rein handwerkliche Tätigkeiten hinausgeht.
Die Arbeit schlägt eine Kopplung sachtechnischer Aspekte mit realen Problemaspekten (z.B. Kindersoldaten, Kollateralschäden) vor, um eine kritisch-reflektierte statt einer unreflektierten Betrachtung zu fördern.
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