Bachelorarbeit, 2008
43 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung und theoretischer Zugang
2. Analytischer Zugang
3. Eine Parallele: Rechtsruck von SVP und FPÖ bei der Ausländerpolitik
3.1 Schweizerische Volkspartei (SVP)
3.2 Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ)
4. Reaktionen im Parteiensystem der Schweiz
4.1 Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP)
4.2 Freisinnig-Demokratische Partei (FDP)
4.3 Christlichdemokratische Volkspartei (CVP)
4.4 Grüne Partei der Schweiz
5. Reaktionen im Parteiensystem Österreichs
5.1 Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ)
5.2 Österreichische Volkspartei (ÖVP)
5.3 Die Grünen
5.4 Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ)
6. Analyse und Bewertung der Ergebnisse
7. Schlussfolgerungen
Die Arbeit untersucht, mit welchen Reaktionen die jeweils vier größten nicht-rechtspopulistischen Parlamentsparteien in der Schweiz und in Österreich auf die zunehmend restriktive Ausländerpolitik der rechtspopulistischen Parteien (SVP bzw. FPÖ) zwischen 1999 und 2007 reagiert haben und inwiefern sich die theoretischen Annahmen zur Parteienkonvergenz in diesem Kontext bestätigen lassen.
1. Einführung und theoretischer Zugang
Ausländerpolitik ist sowohl in der Schweiz als auch in Österreich nicht erst seit den Wahlerfolgen der rechtspopulistischen Parteien SVP unter Christoph Blocher und FPÖ unter Jörg Haider ein politisch relevantes Thema, auch wenn es seitdem stärker im öffentlichen Diskurs behandelt wird. Beide Staaten können auf langjährige Einwanderungstraditionen zurück blicken, die sich zugleich in einer ganzen Reihe von Parametern sehr ähnlich sind. Dabei mag die auffälligste Gemeinsamkeit vielleicht der sukzessive Wandel vom Saisonarbeiterland hin zum Integrationsland sein, obschon dieser Übergang wohl bis heute noch nicht als vollends abgeschlossen anzusehen ist.
Das bekannte Zitat von Max Frisch - ursprünglich auf die Eidgenossenschaft bezogen – beschreibt das Dilemma ehemaliger Saisonarbeiterländer und trifft gleichermaßen auf die Situation in Österreich zu: „Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kamen Menschen“ (Frisch, 1965: 7). Die Diskussion darüber, wie man mit diesen Menschen, aber auch mit anderen Ausländergruppen wie z.B. Flüchtlingen am besten umgehen sollte entscheidet heute maßgeblich über Sieg oder Niederlage bei politischen Wahlen (vgl. Bauböck/Perching, 2003: 7; Gfs.bern, 2007: 24).
1. Einführung und theoretischer Zugang: Einleitung in die Thematik der Ausländerpolitik in der Schweiz und Österreich sowie Vorstellung der theoretischen Basis und Hypothesen.
2. Analytischer Zugang: Darlegung der inhaltsanalytisch-quantitativen Methode zur Bestimmung von Parteipositionen anhand von Wahlprogrammen.
3. Eine Parallele: Rechtsruck von SVP und FPÖ bei der Ausländerpolitik: Empirische Überprüfung der ersten Hypothese bezüglich des Rechtsrucks der rechtspopulistischen Parteien.
4. Reaktionen im Parteiensystem der Schweiz: Analyse der Reaktionen der schweizerischen Parlamentsparteien SP, FDP, CVP und Grüne auf die Politik der SVP.
5. Reaktionen im Parteiensystem Österreichs: Analyse der Reaktionen der österreichischen Parlamentsparteien SPÖ, ÖVP, Grüne und BZÖ auf die Politik der FPÖ.
6. Analyse und Bewertung der Ergebnisse: Zusammenführende Diskussion der Ergebnisse und Überprüfung der theoretischen Hypothesen anhand der Daten.
7. Schlussfolgerungen: Synthese der Erkenntnisse und Beantwortung der zentralen Forschungsfrage.
Ausländerpolitik, Rechtspopulismus, Parteienwettbewerb, Wahlprogramme, Inhaltsanalyse, Schweiz, Österreich, SVP, FPÖ, Medianwählermodell, Integration, Asylpolitik, Einwanderungspolitik, Parteienkonvergenz, Polarisierung.
Die Bachelorarbeit analysiert, wie sich die Positionen von Parteien im Parteienwettbewerb verändern, wenn rechtspopulistische Akteure eine restriktive Ausländerpolitik forcieren.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Teilbereiche Einwanderungspolitik, Asylpolitik und Integrationspolitik als zentrale Komponenten der Ausländerpolitik.
Es soll geklärt werden, wie die führenden nicht-rechtspopulistischen Parteien in der Schweiz und Österreich im Zeitraum 1999 bis 2007 auf den Rechtsruck von SVP und FPÖ reagiert haben.
Der Autor führt eine inhaltsanalytisch-quantitative Untersuchung der jeweiligen Wahlprogramme durch, wobei Quasi-Sätze anhand eines speziell entwickelten Codesets vercodet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestätigung des Rechtsrucks der rechtspopulistischen Parteien und eine detaillierte Analyse der Reaktionen der übrigen Parteien in beiden Ländern.
Zu den zentralen Begriffen gehören Ausländerpolitik, Rechtspopulismus, Parteienwettbewerb, Inhaltsanalyse und das Medianwählermodell.
Die Analyse führt dies auf eine unterschiedliche Polarisierung der Wählerschaften zurück: Während in der Schweiz eine bimodale Wählerverteilung zu beobachten ist, zeigt sich in Österreich eine stärkere Orientierung an der Mitte.
Die Sanktionen werden als exogener Schock interpretiert, der 2002 zu einem temporären kollektiven "Linksruck" der österreichischen Parteien als Abgrenzungsstrategie gegenüber der FPÖ geführt haben könnte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

