Masterarbeit, 2020
46 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Der Kultursender ARTE
3. Interkulturelle Synergieeffekte in binationalen Unternehmen
3.1 Interkulturelle Interaktionen im Arbeitskontext: Von kulturellen Aushandlungsprozessen zu Synergieeffekten
3.2 Forschungsstand zu interkulturellen Synergieeffekten unter besonderer Berücksichtigung von ARTE G.E.I.E.
4. Methode, Durchführung und Ziele der Experteninterviews
5. Ergebnisse der Experteninterviews zu ARTE G.E.I.E.
5.1 Kulturelle Unterschiede zwischen Deutschen und Franzosen im Redaktionsalltag
5.2 Interkulturelle Kompetenzen
5.3 Kulturelle Aushandlungsprozesse
5.4 Interkulturelle Synergieeffekte
5.5 Herausforderungen in der deutsch-französischen Zusammenarbeit
6. Fazit, Kritik und Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie deutsch-französische Mitarbeiter am ARTE-Hauptsitz in Straßburg interagieren und ob die kulturellen Unterschiede als bereichernde Synergieeffekte oder als Hindernis wirken. Ziel ist es, die interkulturelle Dynamik in diesem binationalen Arbeitsumfeld durch Experteninterviews wissenschaftlich zu durchleuchten.
3.1 Interkulturelle Interaktionen im Arbeitskontext: Von kulturellen Aushandlungsprozessen zu Synergieeffekten
Der Begriff Kultur leitet sich etymologisch aus dem Lateinischen ‚colo‘ ab und reicht in seiner Bedeutung von bebauen/bewohnen bis hin zu verehren/schmücken. Bolten (2007) unterscheidet zwischen einem engeren und einem erweiterten Kulturbegriff. Ersterer bezieht sich auf hochkulturelle und kultbezogene Bereiche wie Kunst oder Religion. Im Sinne von Platon geht es dabei um das Schöne, Wahre und Gute einer Geisteskultur (Assmann, 1997). Bezogen auf Interkulturalität, also kulturübergreifende Beziehungen und Handlungen zwischen Individuen verschiedener Lebenswelten, erscheint der engere Kulturbegriff problematisch. Denn dieser unterstellt per Definition, dass die eine Kultur wahr oder gut und somit einer anderen überlegen ist.
Im Zusammenhang mit Interkulturalität erscheint der erweiterte Kulturbegriff angebrachter, da dieser wertfreier und breiter gefächert ist. Er reicht vom Lebensraum wie der Nationalkultur bis hin zu biologischen Kulturen. Die erweiterte Definition von Kultur orientiert sich an der Lebenswelt und integriert dabei alle Bereiche und nicht nur Kunst oder Religion. Entscheidend ist bei diesem Begriff, dass er Lebenswelten als räumlich offen versteht, also nicht davon ausgeht, dass sie geographisch, politisch, sprachlich oder geistesgeschichtlich begrenzt sind (Bolten, 2007).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik interkultureller Interaktionen in globalisierten Arbeitswelten ein und definiert das Ziel, die Zusammenarbeit beim Kultursender ARTE wissenschaftlich zu untersuchen.
2. Der Kultursender ARTE: Hier wird die Entstehungsgeschichte, Organisationsstruktur und die rechtliche Basis des Senders als deutsch-französisches G.E.I.E. beschrieben.
3. Interkulturelle Synergieeffekte in binationalen Unternehmen: Das Kapitel bietet den theoretischen Rahmen zu Kulturbegriffen, interkultureller Kompetenz sowie den Konzepten ausgehandelter Kultur und Synergie.
4. Methode, Durchführung und Ziele der Experteninterviews: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise der qualitativen Experteninterviews sowie die Auswahl und Profilierung der Interviewpartner.
5. Ergebnisse der Experteninterviews zu ARTE G.E.I.E.: Hier werden die gewonnenen Daten aus den Interviews vorgestellt und analysiert, unterteilt in fünf Themenkomplexe von kulturellen Unterschieden bis hin zu den Herausforderungen der Zusammenarbeit.
6. Fazit, Kritik und Ausblick: Diese Zusammenfassung resümiert die Ergebnisse, bewertet die wissenschaftliche Aussagekraft der Arbeit kritisch und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
ARTE, Interkulturalität, Synergieeffekte, deutsch-französische Zusammenarbeit, Experteninterviews, ausgehandelte Kultur, interkulturelle Kompetenz, Redaktionsalltag, Medienpolitik, Kommunikation, kulturelle Diversität, Arbeitsroutinen, binatonal, Europäischer Sender, Programmgestaltung.
Die Arbeit untersucht, wie deutsch-französische Teams bei ARTE zusammenarbeiten und ob ihre kulturelle Vielfalt zu Synergieeffekten führt.
Die Themen umfassen Unternehmenskultur, kulturelle Aushandlungsprozesse, interkulturelle Kompetenzen und Synergien im Fernsehprogramm.
Es soll herausgefunden werden, ob die deutsch-französische Interkulturalität im Sender eher hemmend oder bereichernd wirkt.
Es wurden leitfadengestützte Experteninterviews mit drei Mitarbeitern am Standort Straßburg durchgeführt.
Der Hauptteil analysiert theoretische Konzepte der Interkulturalität und stellt die empirischen Ergebnisse der Experteninterviews zu Arbeitsabläufen, Kommunikation und Synergien dar.
Zentrale Begriffe sind ARTE, Interkulturalität, Synergieeffekte, deutsch-französische Zusammenarbeit und ausgehandelte Kultur.
Die befragten Experten sehen kulturelle Unterschiede, empfinden diese jedoch überwiegend als Bereicherung und als wichtige Quelle für inhaltliche Vielfalt.
Ein zentrales Problem ist die starke Arbeitsteilung zwischen ARTE France und ARTE Deutschland, die eine tiefere supranationale Zusammenarbeit erschwert.
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