Bachelorarbeit, 2020
156 Seiten, Note: 1.7
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Einflussfaktoren Arbeitsmarkt
2.2 Neuromarketing: Begriff und wesentliche Hirnregionen
2.3 Erkenntnisse des Neuromarketing
2.3.1 Arbeitsweise des Gehirns und der Entscheidungsprozess
2.3.2 Limbic®-Ansatz
2.3.3 Limbic®-Map
2.3.4 WYSIATI – Effekt
2.4 Employer Branding: Begriff und Abgrenzung zum Personalmarketing und Recruiting
2.5 Bedeutung von Marken und das Framing-Prinzip
2.6 Stellenanzeige als Instrument der Employer Branding
2.7 Einsatz der Erkenntnisse von Neuromarketing beim Employer Branding der Marktforschungsinstitute
2.7.1 Markforschungsinstitute Deutschland
2.7.2 Emotionale Employer Brand – Verbindung von Neuromarketing und Employer Branding
2.7.3 Möglicher Einsatz von Neuromarketing Erkenntnissen in den Stellenanzeigen der Marktforschungsinstitute
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Auswahl der methodischen Ansätze
3.2 Nutzwertanalyse: Begriffsdefinition und Modellaufbau
4 Anwendungsteil
4.1 Nutzwertanalyse
4.1.1 Aufstellung der Analyse
4.1.2 Darstellung der Ergebnisse
4.1.3 Auswertung der Ergebnisse
4.1.4 Sensitivitätsanalyse und Kritikpunkte
5 Zusammenfassung
Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, die Effektivität des Einsatzes von Erkenntnissen des Neuromarketings beim Employer Branding deutscher Marktforschungsinstitute zu untersuchen. Hierbei wird analysiert, wie diese wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Gestaltung von Online-Stellenausschreibungen integriert werden können, um die Attraktivität der Arbeitgebermarke gezielt zu steigern.
2.3.4 WYSIATI – Effekt
In den Vorherigen Kapiteln wurde der Prozess der Informationsverarbeitung im Gehirn beschrieben, dabei wurde unterstellt, dass das Gehirn über alle benötigten Informationen für die Urteilsbildung verfügt. Relevant wäre es zu wissen, wie der Prozess abläuft, wenn das Gehirn die Informationen die Lücken oder Asymmetrie aufweisen, analysieren muss.
Zuerst ist festzustellen, dass die Informationen über die das Gehirn nicht verfügt für ihn auch nicht existent sind. Er baut also eine bestmögliche Geschichte aus den vorhandenen Informationen zusammen und bildet darauf unbewusst eine Meinung. Unbewusst heißt, dass die Lücken und Asymmetrie durch die vorhandenen ähnlichen Assoziationen ausgefühlt werden. Zum zweiten neigt das Gehirn die Informationen nicht zu hinterfragen, sondern nimmt sie gerne als Wahrheit auf um die kognitive Belastung so gering wie möglich zu halten. Es ist anzumerken, dass komplexe Entscheidungen wie ein Autokauf oder ähnliches nicht darunterfallen.
An einem Beispiel kann der oben beschriebener Prozess verdeutlicht werden. Es wird ein Satz in drei Variationen vorgestellt: 1. Frau Marno strebt den Bachelorabschluss an. 2. Frau Marno strebt den Bachelorabschluss an. Sie ist fleißig und intelligent. 3. Frau Marno strebt den Bachelorabschluss an. Sie ist faul und dumm.
Die erste Variante enthält eine Informationslücke, das Gehirn wird sie mit eigenen Assoziationen vervollständigen – die Einstellung wird intuitiv gebildet. Die zweite Variante beschreibt die Person im positiven Sinne, das Gehirn braucht also die Lücke nicht auszufüllen und fängt automatisch mit Adjektiven „fleißig“ und „intelligent“ das Urteil zu bilden. Bei dem dritten Satz wird das Gehirn automatisch mit Adjektiven „faul“ und „dumm“ arbeiten. Bevor man sich also bewusst die Frage stellt, ob die Informationen korrekt sind (im Sinne wer ist diese Person überhaupt?), wird das Urteil über Frau Marno vom Gehirn schon gebildet sein.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Arbeitsmarktfaktoren, die Grundkonzepte des Neuromarketings sowie die Definition und Bedeutung des Employer Brandings.
3 Methodisches Vorgehen: Hier wird die Wahl der Nutzwertanalyse als geeignetes methodisches Instrument begründet und der Modellaufbau sowie die Sensitivitätsanalyse detailliert dargelegt.
4 Anwendungsteil: In diesem Kapitel werden 22 Stellenanzeigen von Marktforschungsinstituten anhand des entwickelten Kriterienkatalogs untersucht, die Ergebnisse ausgewertet und kritisch reflektiert.
5 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Forschungsergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, neuromarketing-basierte Ansätze für ein effektives Employer Branding stärker zu nutzen.
Neuromarketing, Employer Branding, Marktforschungsinstitut, Stellenanzeige, Nutzwertanalyse, Arbeitsmarkt, Framing-Prinzip, Limbic-Ansatz, WYSIATI-Effekt, Arbeitgebermarke, Personalmarketing, Wahrnehmungspsychologie, Fachkräftemangel, Arbeitgeberattraktivität, Zielgruppenansprache.
Die Arbeit untersucht, wie deutsche Marktforschungsinstitute die Erkenntnisse des Neuromarketings nutzen, um ihre Online-Stellenanzeigen effektiver zu gestalten und die Arbeitgebermarke attraktiver zu präsentieren.
Die Arbeit verknüpft Erkenntnisse aus der Neuroökonomie mit strategischem Personalmarketing, insbesondere in Bezug auf die Struktur, Gestaltung und inhaltliche Ausrichtung von Stellenanzeigen.
Ziel ist es, die Effektivität bestehender Stellenausschreibungen anhand einer Nutzwertanalyse zu bewerten und konkrete Empfehlungen zur Optimierung basierend auf gehirngerechter Kommunikation zu geben.
Als methodischer Kern dient eine Nutzwertanalyse, bei der 22 Stellenausschreibungen nach formalen, strukturellen und inhaltlichen Kriterien bewertet und durch eine Sensitivitätsanalyse validiert werden.
Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Herleitung der psychologischen Kriterien als auch die praktische Durchführung der Nutzwertanalyse, inklusive einer detaillierten Auswertung der Ergebnisse in verschiedenen Gruppen.
Wichtige Begriffe sind Neuromarketing, Employer Branding, Arbeitgeberattraktivität, Stellenanzeige, Nutzwertanalyse und Wahrnehmungspsychologie.
Die Nutzwertanalyse ermöglicht einen systematischen und nachvollziehbaren Vergleich der Stellenanzeigen, um auch bei unterschiedlichen Unternehmensstrukturen objektive Aussagen zur Qualität der Umsetzung treffen zu können.
Der WYSIATI-Effekt (What you see is all there is) verdeutlicht, dass Bewerber ihr Urteil oft basierend auf unvollständigen Informationen bilden, weshalb Stellenanzeigen klare, lückenlose und positiv formulierte Kernbotschaften enthalten müssen.
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