Diplomarbeit, 2007
109 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Markt und bewährte Erlösmodelle im deutschen Fernsehen
2.1 Eingrenzung des Untersuchungsbegriffs
2.1.1 Der private Fernsehmarkt
2.1.2 Marktstruktur und Konzentration
2.2 Wertschöpfung durch Marktstrategien im privaten Fernsehen
2.2.1 Erlösformen im privaten Fernsehen
2.2.2 Eigenschaften von Content
2.2.3 Content-Beschaffungsstrategien
2.2.4 Content-Erstellung und Produktion
2.2.5 Organisation von Workflows zur Content-Beschaffung und -Aufbereitung
2.2.5.1 Organisation in Projektnetzwerken
2.2.5.2 Vertrieb von TV-Medieninhalten
2.2.5.3 Cross-Media-Management als Alternative und Ausweg
3. Konvergenzentwicklung
3.1 Zu den Begriffen der Konvergenz und der Interaktivität
3.2. Technik der konvergenten Contentvermittlung
3.2.1 DVB-Standards
3.2.2 Pay-TV
3.2.3 IPTV
3.2.4. iTV
3.2.4.1 Video-on-Demand, Personal Video Recorder und Electronic Programm Guide
3.2.4.2 Streaming-Video
3.2.5 Triple Play
3.3 Konvergenter Content
3.3.1 Content und Content Management nach der Digitalisierung
3.3.2. Konvergenz des Films
3.4. Regulationen im Bereich der Konvergenzentwicklung
3.5 Urheberrecht im Zuge der Konvergenz
3.6 Die Wahrnehmung und Nutzung durch den Rezipienten
4. Qualitative Befragung zu neuen Erlösmodellen im deutschen Privatfernsehen
4.1. Untersuchungsmethode und Fragestellung
4.2 Bewertung der Antworten
5. Veränderte Erlösstrukturen durch die Konvergenz
5.1 Veränderte Erlösmodelle
5.1.1 Interaktives Fernsehen im weitesten Sinn, Internet-TV und dazugehörige neue Vertriebskanäle
5.1.2 Pay-TV und Video-on-Demand-Modelle im deutschen Fernsehen
5.1.3 Mobile TV
5.1.4 User-Generated-Content-Plattformen
5.2 Veränderungen im Rezipientenverhalten
6. Fazit
Anhang 1: Telefonisches Interview mit Manfred Neumann
Anhang 2: Telefonisches Interview mit Alexander Kolisch
Anhang 3: Telefonisches Interview mit Kai Wengenroth
Diese Arbeit untersucht die Entwicklung konvergenter Vertriebs- und Erlösstrukturen innerhalb der deutschen Fernsehbranche. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich Wertschöpfungsstrukturen verändern und inwieweit die Branche langfristig tragfähige Modelle etablieren kann, um sich von einer reinen Werbefinanzierung zu lösen und neue Erlöspotenziale durch konvergente Technologien zu erschließen.
2.2.1 Erlösformen im privaten Fernsehen
Wie schon in Teil 2.2 erläutert, sind die verschiedenen Erlösformen eines Privatfernsehsenders bislang auf die Bereiche Content, Rechte & Lizenzen und Werberaum beschränkt. Hier muss man unterscheiden zwischen direkten und indirekten Erlösformen, wie dies in schon teilweise bei den Erlöstypen von ZERDICK ET AL. angeklungen ist. „Direkte Erlösformen sind dadurch gekennzeichnet, daß (sic!) zwischen Informationsanbieter und –abnehmer eine unmittelbare Transaktionsbeziehung zustande kommt.“ Diese Transaktion fällt bei einer indirekten Erlösform weg. Hier werden bspw. Erlöse durch Dritte generiert. I.d.R. sind hier Erlöse durch den Werbezeitenverkauf im privaten Rundfunk gemeint. Jedoch können auch staatliche Subventionierungen an die Sender fließen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Konvergenz im deutschen Fernsehen ein und erläutert den Aufbau der Arbeit sowie die Zielsetzung der Untersuchung.
2. Markt und bewährte Erlösmodelle im deutschen Fernsehen: Dieses Kapitel definiert die Rahmenbedingungen und analysiert die Wertschöpfung sowie klassische Erlösformen innerhalb des dualen deutschen Fernsehmarktes.
3. Konvergenzentwicklung: Hier werden der Begriff der Konvergenz definiert und die technischen Instrumente der konvergenten Contentvermittlung, wie DVB, IPTV und Triple Play, erläutert.
4. Qualitative Befragung zu neuen Erlösmodellen im deutschen Privatfernsehen: Dieses Kapitel beschreibt die Durchführung der Expertenbefragung sowie die Kategorisierung und Auswertung der geführten Interviews.
5. Veränderte Erlösstrukturen durch die Konvergenz: Hier werden die durch die Konvergenz veränderten Erlösmodelle detailliert analysiert und die Verschiebungen im Rezipientenverhalten diskutiert.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet das Entwicklungspotenzial der TV-Branche angesichts des Wandels zur digitalen, konvergenten Medienwelt.
Konvergenz, Fernsehen, Erlösmodelle, Digitalisierung, Content-Management, Wertschöpfungskette, IPTV, DVB, Pay-TV, Video-on-Demand, Mobile TV, Triple Play, Rezipientenverhalten, Werbefinanzierung, Cross-Media-Management
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen technologischer Konvergenz auf die Geschäfts- und Erlösmodelle deutscher Fernsehsender, insbesondere im Kontext von Digitalisierung und neuen Vertriebskanälen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Wertschöpfung im privaten Fernsehen, den technischen Grundlagen konvergenter Contentvermittlung, Cross-Media-Strategien und der Rolle der Rezipienten.
Das Ziel ist es, die Entwicklung neuer Vertriebs- und Erlösstrukturen zu erforschen und zu bewerten, ob sich die TV-Branche langfristig vom Werbemarkt lösen kann.
Neben einer umfangreichen Literaturanalyse wird eine qualitative Expertenbefragung von Vertretern führender TV-Unternehmen und Medienexperten durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Marktbedingungen, die Definition der Konvergenzentwicklung, die Untersuchung technischer Standards wie IPTV und Triple Play sowie eine qualitative Expertenbefragung.
Wichtige Begriffe sind Konvergenz, Erlösmodelle, Digitalisierung, Content-Management, IPTV, Video-on-Demand, Mobile TV und Triple Play.
Die Arbeit zeigt, dass MHP als Versuch eines einheitlichen Standards für interaktives Fernsehen in Deutschland weitgehend gescheitert ist, da es kaum Marktdurchdringung erreichte.
Die befragten Experten sehen in Mobile TV zwar eine Zukunftschance, weisen aber auf die derzeitige Hürde des Formatchaos und die Notwendigkeit technischer Standardisierung hin.
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