Bachelorarbeit, 2021
155 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Fluktuation
2.1.1 Begriffserklärung Fluktuation
2.1.2 Arten der Fluktuation
2.1.3 Fluktuationsursachen
2.1.4 Auswirkungen der Fluktuation
2.2 Mitarbeiterbindung
2.2.1 Begriffserklärung Mitarbeiterbindung
2.2.2 Arten der Mitarbeiterbindung
2.2.3 Effekte der Mitarbeiterbindung
2.2.4 Anreizsysteme der Mitarbeiterbindung
2.3 Zusammenhänge zwischen Fluktuation und Mitarbeiterbindung
2.4 Ableitung der Forschungsfragen
3. Methodisches Vorgehen
3.1 Primäre versus Sekundäre Forschungsanalyse
3.2 Induktiver versus Deduktiver Forschungsansatz
3.3 Quantitative versus Qualitative Forschungsmethodik
3.4 Datenerhebung
3.4.1 Interviewleitfaden
3.4.2 Auswahl der Stichprobe
3.4.3 Durchführung
3.5 Auswertung der Daten
4. Ergebnisdarstellung
4.1 Bedeutsamkeit der Fluktuation
4.2 Einflussfaktoren der Personalfluktuation
4.3 Auswirkungen der Fluktuation
4.4 Anreize zur Mitarbeiterbindung
4.5 Zusammenfassung der Ergebnisse
5. Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Praxisimplikationen
6. Fazit
Die vorliegende Bachelor-Thesis befasst sich mit der Personalsituation in Steuerkanzleien und zielt darauf ab, Erfolgsfaktoren zu identifizieren, die eine langfristige Mitarbeiterbindung begünstigen, um die unerwünschte Personalfluktuation zu senken.
2.1.1 Begriffserklärung Fluktuation
Der Begriff Fluktuation stammt aus dem Lateinischen „fluctuare“ und bedeutet im Allgemeinen „Schwankungen“. In der Sozial- und Wirtschaftswissenschaft wird die Personalfluktuation als ein kurz- oder langfristiger Prozess definiert, der das Ein- und Austreten des Personals in einem Unternehmen darstellt. Die Fluktuation kann sowohl positiv als auch negativ angesehen werden. Unter einem positiven Fluktuationsprozess sind die Personalzugänge zu verstehen, während hingegen der negative Fluktuationsprozess die Personalabgänge darstellt. Im Wesentlichen wird der Fluktuationsbegriff allerdings im negativen Sinne, als Summe aller Personalabgänge, verwendet. Auch wenn kein Unternehmen eine Fluktuation wünscht, so ist sie ein natürlicher Vorgang und in jedem Unternehmen wiederzufinden.
Die Personalfluktuation lässt sich mit Hilfe der Fluktuationsrate messen und mit anderen Unternehmen vergleichen. Sie wird anhand der Anzahl der Mitarbeiterabgänge an der Belegschaft berechnet, die das Unternehmen verlassen. Eine hohe Fluktuation liegt vor, wenn Unternehmen einen permanenten Wechsel der Mitarbeiter ausgesetzt ist. Die Höhe der Fluktuation ist unter anderem branchenabhängig. Gerade in Branchen wie dem Gastgewerbe oder der Land- und Fortwirtschaft ist die Fluktuation mit über 60 Prozent im Vergleich zur öffentlichen Verwaltung oder in Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, bei der die Fluktuation bei 17 Prozent liegt, hoch.
1. Einleitung: Dieses Kapitel skizziert die aktuelle Ausgangssituation auf dem deutschen Arbeitsmarkt, begründet die Relevanz der Untersuchung für Steuerkanzleien und legt die Zielsetzung sowie den strukturellen Aufbau der Arbeit dar.
2. Theoretische Grundlagen: Hier erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Begrifflichkeit und den Ursachen der Fluktuation sowie eine Analyse der verschiedenen Formen und Effekte der Mitarbeiterbindung inklusive relevanter Anreizsysteme.
3. Methodisches Vorgehen: Der Abschnitt erläutert die Wahl des qualitativen Forschungsdesigns, beschreibt die Durchführung der Experteninterviews zur Gewinnung primärwissenschaftlicher Erkenntnisse und stellt das Analyseverfahren dar.
4. Ergebnisdarstellung: Die zentralen Befunde aus den Experteninterviews werden systematisiert präsentiert, wobei die Bereiche Fluktuationsursachen, Einflussfaktoren und geeignete Bindungsmaßnahmen im Fokus stehen.
5. Diskussion: Die erhobenen Daten werden kritisch interpretiert, mit dem theoretischen Rahmen abgeglichen und in konkrete, praxisrelevante Handlungsempfehlungen für die Steuerbranche überführt.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Kernergebnisse der Forschungsarbeit zusammen, reflektiert die Limitationen der Studie und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Fachkräftemangels.
Personalfluktuation, Mitarbeiterbindung, Steuerkanzleien, Fachkräftemangel, Fluktuationsrate, Anreizsysteme, Experteninterviews, Arbeitszufriedenheit, Betriebsklima, Personalmanagement, Retention Management, Weiterbildung, Mitarbeiterführung, Kanzleimanagement
Die Arbeit analysiert die Problematik der hohen Mitarbeiterfluktuation in Steuerkanzleien und untersucht, welche Faktoren entscheidend dazu beitragen, qualifiziertes Personal langfristig an das Unternehmen zu binden.
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die Fluktuationsarten und -ursachen, die verschiedenen Formen der Mitarbeiterbindung (affektiv, kalkulatorisch, normativ) sowie die Wirkung unterschiedlicher Anreizsysteme.
Das Ziel ist die Ableitung von Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige Mitarbeiterbindung in Steuerkanzleien, um die Kosten und negativen Folgen einer hohen Fluktuationsrate zu minimieren.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt. Die Datenerhebung erfolgte über leitfadengestützte Experteninterviews, die im Anschluss in einem Kategoriensystem nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Literaturrecherche zu den theoretischen Grundlagen sowie eine empirische Ergebnisdarstellung, die die Erfahrungen und Einschätzungen von Experten aus der Steuerbranche wiedergibt.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Personalfluktuation, Mitarbeiterbindung, Steuerkanzlei, Fachkräftemangel und Anreizsysteme definieren.
Die Experteninterviews zeigen, dass insbesondere ein positives Betriebsklima, gegenseitiges Vertrauen und die Wertschätzung durch Vorgesetzte zentrale Faktoren sind, um eine Kündigung zu verhindern.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Flexibilität und Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten als wichtige Bindungsfaktoren angesehen werden, wobei die Kanzleien hier ihre Strukturen zunehmend anpassen müssen.
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