Masterarbeit, 2012
95 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Soziale Angststörung/Soziale Phobie – Definitionen und Diagnostik
2.1. Historische Aspekte
2.2. Diagnosekriterien
2.2.1. Soziale Angststörung/Soziale Phobie nach DSM-IV
2.2.2. Soziale Phobie nach ICD-10
2.2.3. Subtypen der Sozialen Phobie
2.2.4. Das Kontinuitätsmodell
2.2.5. Formen sozialer Ängste
2.2.6. Differenzialdiagnosen
2.3. Symptomatik auf den vier Ebenen der Angst: Kognitionen, Emotionen, Körpersymptomen, Verhaltensweisen
2.3.1. Kognitionen
2.3.2. Emotionen
2.3.3. Körpersymptome
2.3.4. Verhaltensweisen
2.3.5. Einordnung der Störung nach Millon im ISO-Prinzip
2.3.6. Einordnung der Störung in das Bewegungsbild des RES-Systems der Tanz- und Musiktherapie im ISO-Prinzip
3. Ursachen und Verlauf der Sozialen Angststörung/Sozialen Phobie
3.1. Biologische Aspekte
3.1.1. Genetik
3.1.2. Neurobiologische Faktoren
3.2. Psychologische Erklärungsmodelle
3.2.1. Das kognitive Modell nach Beck, Emery und Greenberg
3.2.2. Das kognitive Modell nach Clark und Wells
3.2.3. Das kompetenz- und performanzorientierte Störungsmodell der Sozialen Phobie
3.2.4. Soziale Phobie als gelerntes Verhalten
3.2.5. Weitere Erklärungsmodelle für Angststörungen
3.3. Auslösende Faktoren der Sozialangst
3.4. Die häufigsten Erscheinungsformen
3.5. Verlauf
3.6. Komorbidität
4. Therapie und Ziele
4.1. Therapiemöglichkeiten
4.1.1. Die kognitiv-behavorale Therapie
4.1.2. Soziales Kompetenztraining
4.1.3. Zusätzliche Entspannungsverfahren
4.2. Künstlerische Tanztherapie
4.2.1. Ressourcen
4.2.2. Akzeptanz
4.2.3. Humor
4.2.4. Resilienz
4.2.5. Kompetenzen eines künstlerischen Tanztherapeuten
4.2.6. Einordnung der Sozialphobie nach Millon im LEVEL-Prinzip
4.2.7. Einordnung der Störung in das Bewegungsbild des RES-Systems der Tanz- und Musiktherapie im LEVEL-Prinzip
4.2.8. Lob des Tanzes
5. Tanztherapeutische Intervention bei Patienten mit Sozialer Angststörung/Sozialer Phobie unter Einbeziehung von Gemälden und Gedichten verschiedener Epochen
5.1. Ablauf und Aufbau der Settings
5.2. Jahreszeitenbilder und Gedicht
5.3. Herbst
5.3.1. Warm-up
5.3.2. Erlebnisvertiefung: Der Weg- Abschied und Orientierungslosigkeit
5.3.3. Handlungsaktivierung: bunte Blätter und Herbstfest- Fröhlichkeit und Vertrauen
5.4. Winter
5.4.1. Warm-up
5.4.2. Erlebnisvertiefung: Kälte und Schneesturm- Einsamkeit und Überlebenskampf
5.4.3. Handlungsaktivierung: Schneeflocken und spiegelblankes Eis- Freiheit und Gemeinschaft
5.5. Frühling
5.5.1. Warm-up
5.5.2. Erlebnisvertiefung: Vorfrühling und die erste zarte Pflanze- Hoffnung und Veränderung
5.5.3. Handlungsaktivierung: Die Natur erblüht- Entwicklung und Zuversicht
5.6. Sommer
5.6.1. Warm-up
5.6.2. Erlebnisvertiefung: Gewitter- Sorgen und Angst
5.6.3. Handlungsaktivierung: Mitsommernacht- Freundschaft und Glück
Die vorliegende Arbeit untersucht Möglichkeiten zur Bewältigung von Sozialer Angststörung durch den Einsatz künstlerischer Tanztherapie. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie tanztherapeutische Interventionen, eingebettet in einen jahreszeitlich orientierten Naturkreislauf, zur Minderung von Ängsten und zur Förderung sozialer Kompetenzen sowie der persönlichen Resilienz beitragen können.
4.2. Künstlerische Tanztherapie
„Tanzen und Bauen sind die beiden primären und eigentlichen Künste. Die Tanzkunst steht am Anfang all jener Künste, die sich zuerst im menschlichen Einzelwesen verkörpern; und zuletzt vereinen sich die beiden Reihen. Musik, Schauspielkunst, Dichtung bilden den einen mächtigen Strom; Skulptur, Malerei, alle zeichnerische Künste den anderen. Es gibt keine primäre Kunst außerhalb dieser beiden Künste, denn ihr Ursprung liegt weiter zurück als der Mensch selbst; und zuerst war der Tanz.“
„ Bewegung und Tanz – künstlerischer Tanz – sind die ursprünglichsten Sprachen des Menschen. Bewegung und Tanz repräsentieren seit Urzeiten Selbstverständnis, Zusammenhalt, Kommunikation, rituelles, sprituelles Bewusstsein.“
Da sich Bewusstsein über Körperbewusstsein bildet, „gilt es, den Personen, die sich hilfesuchend an Tanztherapeuten oder uns von anderer Seite anbefohlen werden, zu aller erst einmal Sicherheit in ihrer eigenen körperlichen Muttersprache sowie in ihrer individuellen Körpersprache zu vermitteln. In der Praxis, aber auch bei Beobachtungen im alltäglichen Umfeld wird einem erschreckend klar, wie viele „Körperlegastheniker“ und „Bewegungsaphasiker“ das gesellschaftliche Bild prägen, die das soziale Klima unbewusst durch Unverständnis der Körper- und Bewegungssprache anderer und die daraus resultierenden extrem eingeschränkten Kommunikationskompetenzen in eine Art „Eispalast der Isolation“ verwandeln. Dort, wo alles zu Eis erstarrt, sind weder Verständnis, Toleranz und Respekt sich selbst, noch anderen gegenüber möglich.“
Definitionen für Tanztherapie gibt es in verschiedenen Ausführungen. In der hier vorliegenden Arbeit bezieht sich Tanztherapie auf die von K. Hörmann und Y. Bertolaso entwickelte handlungsaktivierende und ressourcenorientierte Tanztherapie auf kognitionspsychologischer Basis als angewandte Tanzpsychologie mit dem bereits unter Kapitel 2.3.6. beschriebenen Bewegungsbild des RES-Systems als Instrumentarium im Iso- und Levelprinzip.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Sozialen Angststörung ein und stellt die Relevanz einer nonverbalen, künstlerischen Tanztherapie als Ergänzung zu kognitiven Behandlungsmethoden heraus.
2. Soziale Angststörung/Soziale Phobie – Definitionen und Diagnostik: Dieses Kapitel erläutert die klinischen Hintergründe, diagnostischen Kriterien nach DSM-IV und ICD-10 sowie die Einordnung der Störung anhand tanzpsychologischer Modelle.
3. Ursachen und Verlauf der Sozialen Angststörung/Sozialen Phobie: Es werden biologische, psychologische und soziale Faktoren analysiert, die zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Störung beitragen, inklusive spezifischer Lerntheorien und Komorbiditäten.
4. Therapie und Ziele: Hier werden bewährte therapeutische Ansätze, insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie und die künstlerische Tanztherapie, im Hinblick auf deren praktische Anwendung und Zielsetzung diskutiert.
5. Tanztherapeutische Intervention bei Patienten mit Sozialer Angststörung/Sozialer Phobie unter Einbeziehung von Gemälden und Gedichten verschiedener Epochen: Der praktische Teil der Arbeit präsentiert konkrete tanztherapeutische Settings, die den Rhythmus der vier Jahreszeiten nutzen, um Patienten bei der Bewältigung ihrer sozialen Ängste zu unterstützen.
Soziale Phobie, Angststörung, Tanztherapie, Künstlerische Therapie, Jahreszeiten, Resilienz, Körperbewusstsein, Soziale Kompetenz, Performanz, Psychodynamik, Ressourcenorientierung, Bewegung, Kognitive Verhaltenstherapie, Intervention, Naturkreislauf.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung eines tanztherapeutischen Konzepts für Menschen, die unter Sozialer Angststörung leiden.
Zentrale Themen sind die diagnostischen Grundlagen der Sozialen Phobie, verschiedene psychologische Erklärungsmodelle sowie die Möglichkeiten der künstlerischen Tanztherapie zur Stärkung der sozialen Kompetenz und psychischen Widerstandskraft.
Das primäre Ziel ist es, Betroffenen einen körperorientierten Zugang zu ihrer Problematik zu ermöglichen, um dadurch ein besseres seelisches Gleichgewicht und neue Lebensfreude zu gewinnen.
Die Arbeit stützt sich auf kognitiv-behaviorale Ansätze, die mit einer handlungsaktivierenden und ressourcenorientierten Tanztherapie auf Basis der Tanzpsychologie und des RES-Systems nach Kestenberg kombiniert werden.
Im praktischen Teil werden vier spezifische therapeutische Settings vorgestellt, die sich am natürlichen Kreislauf der vier Jahreszeiten orientieren und durch Gemälde sowie Gedichte emotional vertieft werden.
Wichtige Begriffe sind Soziale Phobie, Resilienz, Künstlerische Tanztherapie, Körperbewusstsein und psychosoziale Erklärungsmodelle.
Sie dienen als metaphorische und emotionale Unterstützung in den Settings, um die Wahrnehmung zu schärfen und die handlungsaktivierenden Phasen der Tanztherapie zu begleiten.
Das ISO-Prinzip ist ein diagnostisches Hilfsmittel, um den aktuellen Zustand des Patienten zu erfassen und darauf aufbauend tanztherapeutische Maßnahmen gezielt einzusetzen.
Die Jahreszeiten dienen als strukturgebendes Leitthema, das durch die Phasen Abschied, Ruhe, Hoffnung und Neubeginn psychische Heilungsprozesse symbolisch unterstützt.
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