Diplomarbeit, 2007
118 Seiten, Note: 1,2
1.Zusammenfassung
2. Einleitung
3. Theoretischer Hintergrund – Das Konstrukt Persönlichkeit
3.1 Definition von Persönlichkeit
3.2 Wechselbeziehung zwischen Persönlichkeit und Arbeit
3.3 Die Trainerpersönlichkeit
3.3.1 Arbeitskontext des Trainers: Anforderungsprofil und Handlungsspielraum
3.3.2 Trainerpersönlichkeit und Arbeitsbezogenes Verhalten
3.3.3 Spezifische Trainerkompetenzen im Rudersport
3.3.4 Empirische Absicherung der Trainerpersönlichkeit
3.4 Erfassen von Persönlichkeit
3.4.1 Selbstberichtsverfahren
3.4.2 Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung
3.4.3 Fragebogen zur berufsbezogenen Trainerpersönlichkeit
3.5 Fragestellung
4. Methodisches Vorgehen
4.1 Hypothesen
4.2 Beschreibung der Stichprobe
4.3 Untersuchungsdurchführung
4.4 Messinstrumente
4.4.1 Instruktion
4.4.2 Demographische Angaben
4.4.3 Rückmeldung
4.5 Statistische Testverfahren
4.5.1 Testgütekriterien
4.5.3 Zusätzliche Berechnungen
5. Ergebnisse
5.1 Testgütekriterien
5.1.1 Reliabilität
5.1.2 Validität
5.2 Vergleich der Mittelwerte
5.3 Zusätzliche Berechnungen
5.3.1 Unterschiede bezüglich der spezifischen Fragen zur Trainertätigkeit
5.3.2 Interkorrelationen der Skalen
6. Diskussion und Ausblick
6.1 Diskussion der Ergebnisse
6.2 Kritische Aspekte der Untersuchung
6.3 Ausblick für zukünftige Forschung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Trainerpersönlichkeit im Rudersport mittels des neu entwickelten Fragebogens zur berufsbezogenen Trainerpersönlichkeit (FBT). Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob sich Junioren- und Seniorentrainer hinsichtlich ihres Persönlichkeitsprofils unterscheiden und ob der FBT als valides Erhebungsinstrument für den Sportkontext fungieren kann.
3.3.2 Trainerpersönlichkeit und Arbeitsbezogenes Verhalten
Um seinen Aufgaben gerecht zu werden und die gesetzten Ziele zu realisieren, muss der Coach über bestimmte Kompetenzen verfügen. Die österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO, 2005) umreißt grob die Trainerpersönlichkeit als charismatische Leadergestalt innerhalb des Sports, die über hohe fachliche, menschliche, motivatorische und pädagogische Qualifikationen verfügen sollte. In der gängigen Literatur lassen sich fast beliebig lange Listen mit den unterschiedlichsten Trainerattributen finden. Jedoch besteht über 30 bis 40 Persönlichkeitseigenschaften ein breiter Konsens (z.B. Cachey & Bahlke, 2003; Sabock, 1985; Valée & Bloom, 2005). Was allerdings die empirisch fundierte Erforschung der Trainerpersönlichkeit anbelangt, zeigt sich nach Gould, Greenleaf, Guinan und Chung (2002) ein fast vollständiges Forschungsdefizit und das insbesondere im Elitebereich. Die wenige Literatur, die zu dieser Thematik existiert, wurde beinahe ausschließlich auf deskriptiver Ebene erstellt.
Dennoch ist eine klare Tendenz in der jüngeren Vergangenheit dahingehend zu verzeichnen, dass der Versuch unternommen wurde, dieses Defizit aufzuarbeiten, indem anhand von Befragungen weitere Aufschlüsse bezüglich der Eigenschaften der Trainerpersönlichkeit erlangt werden sollten. Im Folgenden sollen sowohl deskriptiv als auch empirisch gewonnene Kompetenzprofile zur Trainerpersönlichkeit einer detaillierten Betrachtung unterzogen werden.
Deskriptiven Charakter besitzt das Trainerprofil nach Weinberg und Gould (1999, zitiert nach Schlicht & Strauß, 2003), die für einen guten Trainer die Eigenschaften „Integrität, Flexibilität, Loyalität, Selbstvertrauen, Verantwortungsbewusstsein, Aufrichtigkeit, Weitsicht in der Vorbereitung, Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin und Geduld“ (S. 109) von wesentlicher Natur ansehen. Dahingegen erweist sich die Auflistung von Sabock (1985) als weit ausführlicher. Er benennt Aufrichtigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Fairness, Einfühlungsvermögen, Geduld und Begeisterungsfähigkeit als wesentliche Charakterzüge, die als besonders bedeutend für eine gute Trainer-Athleten-Beziehung erachtet werden können. Schließlich hat der Trainer gegenüber seinen Sportlern eine Vorbildfunktion inne und sollte dieser auch Tribut zollen, indem er gewisse Werte vermittelt.
1.Zusammenfassung: Bietet einen Überblick über die Zielsetzung, die explorative Untersuchung der Trainerpersönlichkeit und die wesentlichen Ergebnisse hinsichtlich der Testgütekriterien und des Mittelwertvergleichs.
2. Einleitung: Beleuchtet die theoretische Bedeutung der Trainerpersönlichkeit und die Notwendigkeit der Entwicklung spezieller Erhebungsinstrumente für den sportlichen Arbeitskontext.
3. Theoretischer Hintergrund – Das Konstrukt Persönlichkeit: Definiert Persönlichkeit wissenschaftlich und erläutert die Wechselwirkung zwischen Persönlichkeit, Arbeitskontext und den spezifischen Anforderungen im Coaching.
4. Methodisches Vorgehen: Beschreibt die Hypothesenbildung, die Auswahl der 67 Rudertrainer, die Datenerhebung und die statistischen Testverfahren zur Analyse der Ergebnisse.
5. Ergebnisse: Präsentiert die teststatistische Überprüfung des FBT, den Mittelwertvergleich zwischen den Trainergruppen sowie die Analysen zum subjektiv eingeschätzten Berufserfolg.
6. Diskussion und Ausblick: Interpretiert die gewonnenen Daten kritisch, reflektiert die methodischen Grenzen der Untersuchung und formuliert Empfehlungen für zukünftige sportpsychologische Forschung.
Trainerpersönlichkeit, FBT, Rudersport, Juniorentrainer, Seniorentrainer, Persönlichkeitsdiagnostik, Soziale Kompetenzen, Psychische Konstitution, Beruflicher Erfolg, Fragebogen, Sportpsychologie, Coaching, Arbeitsverhalten, Testgütekriterien, Leistungsniveau
Die Arbeit befasst sich mit der Erfassung und Analyse der Trainerpersönlichkeit im Rudersport unter Verwendung des Fragebogens zur berufsbezogenen Trainerpersönlichkeit (FBT).
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Konstrukts Persönlichkeit, das Anforderungsprofil von Trainern im Leistungssport sowie die empirische Überprüfung der Testgütekriterien des FBT.
Das Hauptziel ist die explorative Untersuchung, ob sich Rudertrainer im Junioren- und Seniorenbereich signifikant in ihrem Persönlichkeitsprofil unterscheiden.
Es wird eine quantitative Querschnittsuntersuchung durchgeführt, bei der 67 Rudertrainer den FBT ausfüllten; die Daten werden mittels multivariater Varianzanalysen (MANOVA) und multipler linearer Regression ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Trainerkompetenzen, eine detaillierte methodische Beschreibung der Stichprobenerhebung und die statistische Analyse der Ergebnisse.
Trainerpersönlichkeit, FBT, Rudersport, Persönlichkeitsdiagnostik, Soziale Kompetenzen, Psychische Konstitution und Beruflicher Erfolg.
In der MANOVA zeigten sich insgesamt keine signifikanten Unterschiede im Persönlichkeitsprofil, jedoch ergaben sich in zusätzlichen Analysen Hinweise darauf, dass Seniorentrainer sich in Bezug auf ihren beruflichen Erfolg erfolgreicher wahrnehmen.
Da bislang keine sportspezifischen, empirisch fundierten Daten zur Trainerpersönlichkeit existieren, leistet diese Arbeit einen ersten Beitrag, um die Forschungslücke für diesen spezifischen Sportbereich zu schließen.
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