Bachelorarbeit, 2010
37 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Gentrification – eine theoretische Einführung
2.1 Was ist Gentrification?
2.2 Theoretische Erklärungskonzepte
2.2.1 Der Nachfrageansatz
2.2.2 Der Angebotsansatz
2.3 Verlauf der Gentrification – das Phasenmodell von Friedrichs
2.4 Voraussetzungen für Gentrification
2.5 Vorstellung der ausgewählten Indikatoren
3. Gentrification am Berliner Kollwitzplatz
3.1 Vorstellung des Untersuchungsgebietes
3.1.1 Der Mythos Prenzlauer Berg
3.1.2 Berliner Sanierungspolitik
3.2 Gentrification am Kollwitzplatz?
3.2.1 Bevölkerungsentwicklung
3.2.2 Entwicklung der Bildungs- und Erwerbsstruktur
3.2.3 Einkommensentwicklung
3.2.4 Entwicklung der Bausubstanz und Wohnungsausstattung
3.2.5 Entwicklung der Mietenstruktur
3.3 Kulturelle Aufwertung am Kollwitzplatz
4. Städtische Konflikte als Folge der Gentrification
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den soziologischen Umwandlungsprozess im ehemaligen Sanierungsgebiet Kollwitzplatz in Berlin. Ziel ist es, die Hypothese zu überprüfen, ob in diesem Quartier eine Gentrification stattgefunden hat beziehungsweise aktuell stattfindet, und dabei die komplexen sozialen, ökonomischen und kulturellen Dimensionen dieses Wandels aufzuzeigen.
3.1.1 Der Mythos Prenzlauer Berg
Aus ideologischen Gründen wurde die Altbausubstanz in Prenzlauer Berg nach der Erschaffung der DDR stark vernachlässigt: „In der Tiefe der Hinterhöfe begann die Stadt regelrecht auszufaulern.“ Altbaugebiete galten als „Überbleibsel früherer Klassengesellschaften“, weshalb man vorwiegend Wohnraum in Großplatten-Bauweisen in Ost-Berlin förderte. Sanierungen von Altbauten, wie etwa in den 1970er Jahren am Arnimplatz, wurden nur vereinzelt realisiert. Aus Anlass der 750-Jahr-Feier Berlins im Jahre 1987 beschloss die SED-Führung, das Straßenbild in Husemann- und Kollwitzstraße historiengetreu wiederherzustellen.
Der größtenteils katastrophale Zustand der Altbauten hatte zur Folge, dass die Bevölkerung drastisch sank. Von 1950 bis 1987 nahm die Anzahl der Bewohner in Prenzlauer Berg von 249.574 auf 157.791 Personen ab. Diejenigen, die ihr neues Heim nicht in komfortableren Neubauwohnungen in Marzahn oder Hellersdorf fanden, blieben zurück und arrangierten sich mit den Wohnverhältnissen.
1. Einleitung: Einführung in das Thema Gentrification am Kollwitzplatz sowie Darlegung der Hypothese und der methodischen Vorgehensweise.
2. Gentrification – eine theoretische Einführung: Erläuterung der zentralen Begriffe, Theorien wie Nachfrage- und Angebotsansatz sowie des Phasenmodells von Friedrichs.
3. Gentrification am Berliner Kollwitzplatz: Detaillierte empirische Untersuchung des Untersuchungsgebiets, seiner Geschichte, dem sozialen Wandel und der städtebaulichen Modernisierung.
4. Städtische Konflikte als Folge der Gentrification: Analyse der sozialen Auswirkungen, Verdrängungsprozesse und der Protestbewegungen der Anwohner.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Einordnung in den aktuellen Forschungsstand zur Gentrifizierung.
Gentrification, Kollwitzplatz, Prenzlauer Berg, Sanierungspolitik, Stadtsoziologie, Stadterneuerung, Verdrängung, Mietpreise, Immobilien, Aufwertung, Sozialstruktur, Stadtentwicklung, Bewohner, Demografie, Mietbelastung
Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Untersuchung des Wandlungsprozesses des Berliner Stadtteils Prenzlauer Berg, speziell der Gegend um den Kollwitzplatz, hin zu einem Gentrifizierungsgebiet.
Die zentralen Themen sind Gentrification-Theorien, der historische Hintergrund des Gebiets (DDR-Zeit), die bauliche Sanierung, sozioökonomische Entwicklungen sowie die daraus resultierenden sozialen Konflikte.
Das Hauptziel ist die wissenschaftliche Überprüfung der Hypothese, dass am Kollwitzplatz ein Gentrificationprozess stattgefunden hat und diesen anhand von spezifischen Indikatoren nachzuweisen.
Die Arbeit nutzt quantitative Methoden und greift zur empirischen Analyse auf vorhandene Datenmaterialien zurück, insbesondere auf die Sozialstudie 2008 des Bezirks Pankow.
Der Hauptteil analysiert das Gebiet am Kollwitzplatz, dessen Transformation durch Sanierung, die Veränderung der Bevölkerungs- und Erwerbsstruktur sowie die Auswirkungen auf Mieten und das Image des Kiezes.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gentrification, Kollwitzplatz, soziale Aufwertung, Verdrängung und Stadterneuerung charakterisiert.
Ein wesentlicher Unterschied liegt in der DDR-Vorgeschichte des Gebiets, da dort keine ökonomischen Ursachen für den Beginn des Umwandlungsprozesses vor der Wende vorlagen.
Die kulturelle Aufwertung, insbesondere durch Gastronomie und Medienberichterstattung, fungierte als Beschleuniger für den Zuzug von Gentrifiern und die allgemeine Imagesteigerung des Viertels.
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