Bachelorarbeit, 2018
86 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
Teil 1: Theorie
2. Bildung
2.1 Der Bildungsbegriff
2.2 Formelle, informelle, non-formale Bildung
3. Offene Kinder- und Jugendarbeit
3.1 Prinzipien und Ziele
3.2 Gesetzliche Grundlagen
3.3 Bildung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
4. Bildung und Teilhabe
4.1 Soziale/nationale Herkunft und Bildungschancen
4.2 Pierre Bourdieu: Kapital, Habitus, soziale Ungleichheit
4.3 Möglichkeiten und Grenzen des Abbaus von Benachteiligung
Teil 2: Empirie
5. Studien zum Thema Bildung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
5.1 „Wahrnehmen können“ – Jugendarbeit und informelle Bildung
5.2 Bildung im Alltag der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
5.3 Bildung in der Praxis Offener Kinder- und Jugendarbeit
5.4 Förderung gesellschaftlichen Engagements Benachteiligter in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
5.5 Die Offene Kinder- und Jugendarbeit als Bildungsakteur
Teil 3: Praxis
6. Bildungsorientierte Konzepte und Ansätze
6.1 Partizipation und Demokratiebildung
6.2 Subjektorientierte Jugendarbeit
6.3 Sozialräumlich orientierte Jugendarbeit
6.4 Diversitätsbewusste, interkulturelle Jugendarbeit
Teil 4: Offene Kinder- und Jugendarbeit als Bildungsakteur
7. Beantwortung der Forschungsfrage und Ergebnisdiskussion
7.1 Möglichkeiten und Herausforderungen aus theoretischer Sicht
7.2 Möglichkeiten und Herausforderungen aus empirischer Sicht
7.3 Möglichkeiten und Herausforderungen aus praktischer Sicht
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) als eigenständiger Bildungsakteur in der deutschen Bildungslandschaft fungieren kann. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse theoretischer, empirischer und praktischer Perspektiven, um Möglichkeiten zur Professionalisierung und Stärkung des Bildungsauftrags aufzuzeigen und Herausforderungen wie die soziale Benachteiligung der Zielgruppe zu adressieren.
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit als Bildungsakteur
Dieses Zitat soll auf das Thema dieser Arbeit einstimmen, welche sich mit der Fragestellung auseinandersetzt, ob und inwiefern die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) als Bildungsakteur agiert. Es sollen Möglichkeiten und Herausforderungen der OKJA aufgezeigt werden, sich als außerschulische Institution mit einem eigenen Bildungsauftrag in der deutschen Bildungslandschaft zu positionieren und zu etablieren.
Der gesellschaftliche Stellenwert von Bildung und die Diskussion darüber haben sich in den letzten Jahren intensiviert- Wissen und Bildung sind heutzutage mehr denn je zentrale Ressourcen und wichtige Parameter für gesellschaftliches Ansehen und ökonomischen Erfolg (vgl. Sting/Sturzenhecker 2013, S. 375). Im Zuge dessen zeichnete sich ein Paradigmenwechsel ab, indem vermehrt auch außerschulische Institutionen wie beispielsweise die OKJA als Bildungsorte anerkannt wurden. Im 15. Kinder und Jugendbericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird festgestellt, dass Kinder- und Jugendarbeit einen vielfältigen Möglichkeitsraum für Lern- und Bildungsprozesse Jugendlicher darstellt (vgl. BMFSFJ 2017, S. 396).
Durch die Auseinandersetzung mit der theoretischen, der empirischen und der praktischen Perspektive auf die OKJA als Bildungsakteur wird erarbeitet, ob und inwieweit in der OKJA der Bildungsauftrag umgesetzt wird, an welcher Stelle es Schwierigkeiten und welche Möglichkeiten es zur Veränderung gibt. Vor dem Hintergrund, dass das Leben der heutigen Kinder und Jugendlichen zunehmend von verschulten institutionalisierten Bildungsangeboten (z.B. Ausbau von Ganztagsschulen) und Mediennutzung geprägt ist, sollte sich die OKJA vermehrt auf ihre Ressourcen beziehen, sich gesellschaftlich und bildungspolitisch positionieren und sich vermehrt ihrem Bildungsauftrag, der einem ganzheitlichen und humanistischen Bildungsverständnis entspringt, zuwenden (vgl. Delmas 2005, S. 81).
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der OKJA als Bildungsakteur und Darlegung der Forschungsfrage sowie der Zielsetzung der Arbeit.
2. Bildung: Theoretische Auseinandersetzung mit dem komplexen Bildungsbegriff und dessen Differenzierung in formelle, informelle und non-formale Bereiche.
3. Offene Kinder- und Jugendarbeit: Erläuterung der Prinzipien, Ziele und gesetzlichen Grundlagen, die den Bildungsauftrag der OKJA definieren.
4. Bildung und Teilhabe: Analyse des Einflusses sozialer Herkunft auf Bildungschancen unter Einbeziehung der Gesellschaftstheorie von Pierre Bourdieu.
5. Studien zum Thema Bildung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit: Darstellung empirischer Forschungsergebnisse, die das Bildungspotenzial der OKJA belegen.
6. Bildungsorientierte Konzepte und Ansätze: Vorstellung konkreter pädagogischer Konzepte wie Partizipation, Subjektorientierung und Diversitätsbewusstsein für die Praxis.
7. Beantwortung der Forschungsfrage und Ergebnisdiskussion: Synthese der theoretischen, empirischen und praktischen Erkenntnisse zur Rolle der OKJA.
8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Professionalisierungsbedarfs und Appell zur gesellschaftlichen Etablierung der OKJA als Bildungsinstitution.
Offene Kinder- und Jugendarbeit, OKJA, Bildung, Bildungschancen, soziale Ungleichheit, Partizipation, Subjektorientierung, informelles Lernen, non-formale Bildung, Bildungsakteur, Sozialraumorientierung, Pierre Bourdieu, Demokratiebildung, Chancengerechtigkeit, Professionalisierung
Die Arbeit untersucht, ob und wie die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) als Bildungsakteur innerhalb des deutschen Bildungssystems anerkannt werden kann.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Bildungsauftrag der OKJA, den Chancen und Grenzen von Bildungs- und Teilhabeprozessen sowie der methodischen Umsetzung in der Praxis.
Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welche Möglichkeiten und Herausforderungen sich für die OKJA aus theoretischer, empirischer und praktischer Sicht ergeben, um sich als Bildungsinstitution zu profilieren.
Es handelt sich um eine bildungswissenschaftliche Bachelorarbeit, die auf einer fundierten Reflexion wissenschaftlicher Texte und der Analyse ausgewählter empirischer Studien basiert.
Der Hauptteil ist in Theorie, Empirie und Praxis untergliedert: Er behandelt Bildungsbegriffe, Bourdieu’sche Gesellschaftstheorie, Studienergebnisse zur Wirksamkeit der OKJA sowie praktische Ansätze wie Partizipation.
Zentrale Begriffe sind neben der OKJA und dem Bildungsbegriff vor allem soziale Herkunft, Partizipation, Subjektorientierung und die Verknüpfung von Theorie und Praxis.
Der Habitus dient als Erklärungsmodell für soziale Ungleichheit, um aufzuzeigen, wie die OKJA als Ressource für benachteiligte Jugendliche fungieren kann, um starre soziale Strukturen zu durchbrechen.
Die Autorin stellt fest, dass es vielen Fachkräften in der täglichen Praxis an Zeit, Ressourcen oder theoretischem Fachwissen fehlt, um Konzepte wissenschaftlich fundiert umzusetzen und nach außen zu legitimieren.
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