Bachelorarbeit, 2021
54 Seiten, Note: 1,0
1. Teil: Einleitung
2. Teil: Künstliche Intelligenz
A. Begriffserklärung
I. Multipler Intelligenzansatz
II. Neuronales Netzwerk
1. Machine Learning
a) Supervised Learning
b) Unsupervised Learning
c) Reinforcement Learning
2. Deep Learning
3. Neuro-Computing
B. Explainable Artificial Intelligence
3. Teil: Rechtliche Verantwortung
A. Status Quo
I. Einsatzfelder im Gesundheitswesen
II. Allgemeine Haftung
1. Vertragliche Haftung des Verkäufers
2. Deliktische Haftung des Herstellers
a) Produzentenhaftung nach § 823 Abs. 1 BGB
b) Produkthaftung nach ProdHaftG
aa) Regress
bb) Beweisfragen
3. Haftung des Nutzers
a) Haftung nach § 823 Abs. 1 BGB
b) Gefährdungshaftung
c) Gehilfenhaftung
d) Digitale Assistenzhaftung
III. Haftung der Netzwerke
1. Einführung einer Elektronischen Person
a) Schäden durch falsche oder schlechte Daten
b) Schäden durch falsche Entscheidungsprozesse
c) Schäden durch Hardwarefehler
2. Ökonomische Auswirkungen
3. Weisungsbefugnis
B. Umsetzungsstrategie des digitalen Haftungsrechts
4. Teil: Ergebnis
Die Arbeit untersucht die rechtlichen Herausforderungen, die durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen entstehen, insbesondere im Hinblick auf die Haftung für daraus resultierende Schäden, und erörtert, ob der aktuelle Rechtsrahmen ausreicht oder Anpassungen in Form eines digitalen Haftungsrechts erforderlich sind.
I. Einsatzfelder im Gesundheitswesen
Mithilfe Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen soll die Lebensqualität der menschlichen Nutzer verbessert werden. Zu den großen KI-Unternehmen im medizinischen Bereich gehören Google, Microsoft, IBM, Isabel Healthcare, NEC, Rocket Fuel, Fingenius und Ipsoft.
KI ermöglicht dem Medizinsektor viele Vorteile. Dazu zählt die Digitalisierung von medizinischen Daten und Dokumenten, auf die ein gleichzeitiger Zugriff möglich ist. Damit können Diagnosen schneller und zuverlässiger erstellt werden. Zudem können neue Diagnosen verschiedener Ärzte in Echtzeit übermittelt und eingesehen werden. Die Auswertung der Krankenakten und die Therapie-Empfehlungen erfolgen ebenfalls über die KI-Systeme. Eine Verknüpfung der Empfehlungen mit KI-gestützten Befragungen ist möglich.
Zur Unterscheidung der Künstlichen Intelligenz im Gesundheitswesen wurden die Einsatzfelder in folgende Gruppen eingeteilt:
• Diagnostikunterstützende Anwendungen
• Diagnostikersetzende Anwendungen
• Therapieunterstützende Anwendungen
• Therapieersetzende Anwendungen
1. Teil: Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert die historische Entwicklung künstlicher Wesen und erläutert die Bedeutung der Digitalisierung und KI im Gesundheitswesen sowie die damit einhergehenden rechtlichen Fragestellungen.
2. Teil: Künstliche Intelligenz: In diesem Kapitel werden die technischen Grundbegriffe der KI wie Machine Learning, Neuronale Netze, Deep Learning und Explainable AI erläutert, die für das Verständnis der Haftungsfragen notwendig sind.
3. Teil: Rechtliche Verantwortung: Dieses Hauptkapitel analysiert den Status Quo im Gesundheitswesen, beleuchtet die aktuelle Rechtslage hinsichtlich der vertraglichen und deliktischen Haftung von Herstellern und Nutzern und diskutiert Lösungsansätze für Haftungslücken durch autonome Systeme.
4. Teil: Ergebnis: Das Ergebnis fasst die Haftungsproblematik zusammen, bewertet die Notwendigkeit einer "Elektronischen Person" als kritisch und empfiehlt stattdessen die kontinuierliche Novellierung bestehender Regelungen unter Berücksichtigung von Datenschutz und technischer Transparenz.
Künstliche Intelligenz, Gesundheitswesen, Haftungsrecht, Produkthaftung, Deliktische Haftung, Machine Learning, E-Health, Autonome Systeme, Elektronische Person, Gefährdungshaftung, Patientenschutz, Datenschutz, Algorithmen, Beweislast, Fehlerhaftung
Die Arbeit befasst sich mit der Schnittstelle zwischen der technologischen Entwicklung Künstlicher Intelligenz und dem aktuellen zivilrechtlichen Haftungsrahmen im medizinischen Bereich.
Die zentralen Felder sind die technischen Grundlagen der KI, deren Anwendung im Gesundheitswesen (z.B. Diagnostik, Therapie) sowie eine tiefgehende Analyse von Haftungsfragen für Hersteller und Nutzer.
Das primäre Ziel ist es, zu klären, wer bei durch KI verursachten Schäden im Gesundheitswesen rechtlich verantwortlich ist und ob die derzeitigen Gesetze hierfür ausreichen.
Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Analyse, die den aktuellen Status Quo (Gesetze, Rechtsprechung) untersucht und alternative Haftungsmodelle (wie die Elektronische Person oder Gefährdungshaftung) diskutiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche "Status Quo", in dem die Einsatzfelder von KI beleuchtet werden, und "Rechtliche Verantwortung", wo die vertragliche und deliktische Haftung sowie Strategien für ein digitales Haftungsrecht detailliert analysiert werden.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Haftungsrecht, Künstliche Intelligenz, Produkthaftung, Gefährdungshaftung und die Elektronische Person.
Die Einführung ist umstritten, da sie ökonomische Risiken birgt, keine Delikts- oder Vermögensfähigkeit der KI-Systeme ohne gesetzliche Änderung existiert und Kritiker auf die ausreichende Lösbarkeit der Probleme durch das bestehende Recht verweisen.
Die DSGVO setzt Rahmenbedingungen für den Schutz personenbezogener Daten, die einerseits essenziell sind, andererseits jedoch laut Arbeit den freien Datenzugriff und damit die Weiterentwicklung effizienterer KI-Systeme erschweren können.
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