Bachelorarbeit, 2018
58 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Hintergrundinformationen zu gesundheitlichen Belastungen im Rettungsdienst
2.1. Arbeitsalltag Rettungsdienst
2.2. Gesundheitliche Belastungen im Rettungsdienst
2.2.1. Psychische Belastungen
2.2.2. Physische Belastungen
2.2.3. Umwelt- und sozialbedingte Belastungen
3. Methodik
4. Auswertung der Interviews im Bezug zu gesundheitlichen Belastungen
4.1. Kurze Vorstellung der Interviewpartner
4.2. Fragen zu psychischen Belastungen
4.3. Fragen zu physischen Belastungen
4.4. Fragen zu umwelt- und sozialbedingten Belastungen
5. Fazit
Die Arbeit untersucht, welchen gesundheitlichen Belastungen das Rettungsdienstpersonal in seinem Arbeitsalltag ausgesetzt ist. Ziel ist es, durch eine qualitative Erhebung und Analyse der Arbeitsbedingungen ein tieferes Verständnis für die Ursprünge dieser Belastungen zu gewinnen und Handlungsbedarfe zur gesundheitlichen Entlastung der Einsatzkräfte aufzuzeigen.
Gewalt gegenüber Rettungsdienstpersonal
Die Übergriffe auf Rettungsdienstpersonal sind in den letzten Jahren enorm angestiegen. Nicht nur die verbale Gewalt, sondern auch die körperliche Gewalt gegenüber dem Rettungsdienstpersonal hat zugenommen. Immer wieder wird von Einsätzen berichtet, bei denen Rettungsdienstmitarbeiter angegriffen und verletzt werden. Eine hohe Gewaltbereitschaft geht von Menschen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss aus. Dressler deutet in ihrer Arbeit „Gewalt gegen Rettungskräfte“ darauf hin, dass viel zu wenig in diesem Bereich geforscht wurde. Sie vergleicht verschiedene Erhebungen, von denen die meisten aber nicht aussagekräftig waren aufgrund mangelnder Teilnehmerzahlen. In den von ihr zusammengefassten Studien, die in einem Zeitraum von 2012 bis 2015 in Deutschland durchgeführt wurden, zeigen die Ergebnisse, dass in jeder Befragung über die Hälfte der befragten Rettungsdienstmitarbeiter bereits Gewalt während der Einsätze erfahren haben (vgl. Dressler, 2017, S.21-32.). Ein Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 01.01.2018 beschreibt Angriffe auf Einsatzkräfte in der Silvesternacht in verschiedenen Städten. Allein in Berlin habe es zahlreiche Angriffe gegeben. So wurden Einsatzkräfte mit einer Schusswaffe bedroht, geschlagen oder mit Feuerwerkskörpern verletzt. Zitiert wird Bundesminister de Maizière, der sich bei den Rettungskräften bedankt und deklariert, es sei „besonders verwerflich, dass sich Gewalt ausgerechnet gegen jene richtet, die als Polizisten, Sanitäter oder Feuerwehrleute helfen und schützen wollen“ (vgl. Süddeutsche Zeitung, 01.01.2018). Der Focus berichtet von 459 Fällen alleine in NRW im Jahr 2016, in denen Gewalt gegen Rettungsdienstpersonal erfolgte. In knapp 30% der Fälle wurden Rettungsdienstmitarbeiter geschlagen, getreten oder mit Messern angegriffen (vgl. Splicker, 20.08.2017).
Neben den gewalttätigen Übergriffen auf das Rettungsdienstpersonal stellen auch Schaulustige eine Belastung dar. Das Benehmen Schaulustiger wird immer dreister. Im Zeitalter der Smartphones werden vermehrt Videos und Fotos von Opfern und auch Einsatzkräften gemacht. Zudem behindern Schaulustige die Arbeit der Einsatzkräfte sowohl auf der Straße als auch im Verkehr. Das Fehlverhalten Schaulustiger wird immer schwerer geahndet.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das steigende Einsatzaufkommen im Rettungsdienst und den damit verbundenen Personalmangel, die als Ursachen für gesundheitliche Belastungen des Personals identifiziert werden.
2. Hintergrundinformationen zu gesundheitlichen Belastungen im Rettungsdienst: Dieses Kapitel beschreibt den Arbeitsalltag und kategorisiert die Belastungen in psychische, physische sowie umwelt- und sozialbedingte Faktoren.
3. Methodik: Hier wird das Vorgehen der qualitativen Forschung erläutert, die auf Interviews mit Mitarbeitern eines privaten Rettungsdienstunternehmens basiert.
4. Auswertung der Interviews im Bezug zu gesundheitlichen Belastungen: Das Hauptkapitel analysiert die Interviewergebnisse hinsichtlich Stress, Arbeitsbelastung, physischer Beanspruchung, Gewalt, Anerkennung und Präventionsmöglichkeiten.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Belastungen individuell unterschiedlich wahrgenommen werden, jedoch Stress, physische Arbeit, Schichtdienst und unzureichende Vergütung als zentrale, kritische Bereiche hervorstechen.
Rettungsdienst, Psychische Belastung, Physische Belastung, Stress, Burnout, Schichtarbeit, Gewalt gegen Rettungskräfte, Infektionsgefahr, Vergütung, Arbeitsaufkommen, Betriebliche Prävention, Rettungssanitäter, Notfallsanitäter, Arbeitsbedingungen, Rückenschmerzen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den gesundheitlichen Belastungen, denen das Personal im Rettungsdienst während seines Arbeitsalltags ausgesetzt ist.
Die Untersuchung deckt die drei Hauptkategorien psychische Belastungen, physische Belastungen sowie umwelt- und sozialbedingte Einflüsse ab.
Das Ziel ist es, durch eine qualitative Erhebung einen tieferen Einblick in die Belastungssituation zu gewinnen und aufzuzeigen, wo Handlungsbedarf für präventive Maßnahmen besteht.
Die Arbeit nutzt eine qualitative Methode durch Interviews mit vier Rettungsdienstmitarbeitern eines privaten Unternehmens in Nordrhein-Westfalen.
Der Hauptteil wertet die geführten Interviews zu Themen wie Stresslevel, Schichtdienst, Körperliche Beschwerden, Gewalt, Anerkennung und Arbeitsmittel aus.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Rettungsdienst, Arbeitsbelastung, psychische/physische Gesundheit, Stress, Schichtdienst und Prävention.
Die Befragten schätzen das Stresslevel als sehr hoch ein, mit einem errechneten Durchschnittswert von 6,25 auf einer Skala bis 10, wobei der Arbeitsbereich die individuelle Belastung stark beeinflusst.
Gewalt durch Patienten, Angehörige und Schaulustige wird als deutlich zunehmend und als ernsthafte, wenngleich oft als "zum Alltag gehörend" hingenommene Belastung beschrieben.
Die Vergütung wird von den Befragten als unzureichend im Vergleich zur hohen Verantwortung und Arbeitsbelastung empfunden, was für viele einen Grund darstellt, andere Arbeitsplätze in Erwägung zu ziehen.
Obwohl es Angebote gibt, werden diese aufgrund von Zeitmangel, Schichtdienst und organisatorischen Hürden selten von dem Personal genutzt, das sie am meisten bräuchte.
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