Examensarbeit, 2021
84 Seiten, Note: 1,0
Diese wissenschaftliche Hausarbeit beschäftigt sich mit der sozialen Konstruktion von Geschlecht im Bildungskontext. Sie untersucht den Prozess des „doing gender“ in der Schule und beleuchtet dessen Auswirkungen auf die gesellschaftliche Geschlechtsvorstellung.
Das erste Kapitel widmet sich einer Einleitung in die Thematik und führt die Relevanz der Geschlechterforschung im Kontext der gesellschaftlichen Werte- und Normordnung aus. Das zweite Kapitel behandelt die soziale Konstruktion von Geschlecht und erläutert die zentralen Begriffe „sex“, „sex category“, „gender“ und „doing gender“. Die Geschichte der Geschlechterforschung in der Schule und die Entwicklung von Monoedukation zu Koedukation werden ebenfalls beleuchtet. Das dritte Kapitel widmet sich der ethnomethodologischen Perspektive und erklärt die Leitidee des Ansatzes in Bezug auf „doing gender“ und die Konstruktion der sozialen Wirklichkeit. Das vierte Kapitel fokussiert auf „doing gender“ in der Schule und analysiert die Konstruktion von Geschlecht auf struktureller, interaktiver und thematischer Ebene. Es beleuchtet die Relevanz von Geschlecht im Lehrplan und befasst sich mit dem Fall „Agnes“ als Beispiel für die ethnomethodologische Analyse. Das fünfte Kapitel beleuchtet Möglichkeiten des „undoing gender“ in der Schule, wie z.B. den Einsatz von Genderbeauftragten, die Relevanz von gendergerechter Sprache und die Förderung von Genderkompetenz für Lehrkräfte.
Die Arbeit befasst sich mit zentralen Begriffen wie „doing gender“, „Geschlecht als soziale Kategorie“, „Ethnomethodologie“, „heimlicher Lehrplan“ und „Genderkompetenz“. Sie untersucht die Konstruktion von Geschlecht im Bildungskontext und die Auswirkungen von Geschlechtsstereotypen auf die gesellschaftliche Werte- und Normordnung.
„Doing gender“ beschreibt die soziale Konstruktion von Geschlecht durch alltägliche Interaktionen und Verhaltensweisen, durch die Geschlechterrollen in der Schule ständig neu produziert werden.
Der heimliche Lehrplan umfasst unbewusste Botschaften und Erwartungen von Lehrkräften, die zur Festigung von Geschlechtsstereotypen beitragen, ohne offiziell im Lehrplan zu stehen.
Möglichkeiten sind der Einsatz von Genderbeauftragten, die Verwendung gendergerechter Sprache und die Förderung der Genderkompetenz bei Lehrkräften zur Entdramatisierung von Geschlecht.
Die Ethnomethodologie wird genutzt, um die sozialen Praktiken und Denkstrukturen zu untersuchen, mit denen Mitglieder der Schulgemeinschaft Geschlecht als soziale Wirklichkeit herstellen.
Der Fall „Agnes“ dient als klassisches ethnomethodologisches Beispiel für die aktive Herstellung einer geschlechtlichen Identität und die damit verbundenen gesellschaftlichen Erwartungen.
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