Bachelorarbeit, 2021
75 Seiten, Note: A-
1. Einleitung
2. Unternehmerische Standortwahl – Theorie
2.1 Standorttheorie
2.2 Standortziele
2.3 Standortfaktoren
2.4 Standortanalyse
2.5. Methoden der Standortanalyse
3. Ausgangssituation
3.1 NUTS 3 Region - Definition
3.2 Das Phänomen Landflucht
3.3 Wirtschaft und Geschichte
3.4 Wirtschaftliche Lage
3.4.1. Stand Wirtschaft – Vergleich
3.4.2. Digitalisierung
3.5 Zukunftsempfehlungen 2004 - Analyse
3.6 Industriestandort 2021 – Analyse
4. Tendenzen
4.1 Stadtflucht – Motive
4.2 Bevölkerungsentwicklung
4.3 Work – Life – Balance
5. Methodik
5.1 Begründung der Forschungsfrage
5.2 Vorgehensweise Experteninterviews
5.3 Literaturrecherche
6. Auswertung der Interviews
6.1 Zusammenführung / Kategorien
6.2 SWOT Matrix
7. Diskussion
7.1 Ergebnisdiskussion
7.2 Methodendiskussion
8. Fazit/Implikationen
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist die wissenschaftliche Neubewertung des Südburgenlands als unternehmerischer Standort unter Berücksichtigung veränderter Ansprüche an Arbeit, Lebensqualität und Work-Life-Balance, um der Forschungsfrage nachzugehen, ob diese Ansprüche neue Perspektiven für eine aktuelle Standortanalyse eröffnen können.
3.2 Das Phänomen Landflucht
„Neuere Untersuchungen zeigen, dass der Abwanderungstrend trotz der EU - Förderungen aufgrund des Ziel-1 Status im Südburgenland nicht aufgehalten werden konnte, bevölkerungsmäßig droht den Bezirken eine Überalterung und auch eine Schlechterstellung beim Finanzausgleich“ (Suxxess, 2004).
Der gesamte ländliche Raum weist eine negative Abwanderungstendenz auf. Junge Menschen wandern aufgrund von Bildungs– und Berufschancen, Wunsch nach Selbständigkeit, Erfahrungsgewinn und attraktiven Zielorten in urbane Gebiete ab (Egger & Posch, 2016). Fehlende Karrieremöglichkeiten und Aufstiegschancen sind die Hauptursache für die Abwanderung. 18 – 26 - Jährige bilden die größte Altersgruppe der Abwanderer. Geschlechtsspezifisch gesehen, bildet die Gruppe der 20- bis 29- jährigen Frauen den größten Anteil, während die Abwanderung der jungen Männer beginnt etwas später beginnt. Fehlende Möglichkeiten in der Ausbildung, Karrierechancen und neue Freiräume, die der urbane Raum bietet, sind die Hauptgründe für die Abwanderung.
„Natürlich beeinflussen die Vorstellungen einer regionalen Elite im besonderen Maße die Planung und Politik für ihre Räume. Aber sie machen ländliche Regionen für jene Teile der Bevölkerung unattraktiv, die diesen Vorstellungen nicht entsprechen können oder wollen und deren Bedarfslagen nicht entsprechend wahrgenommen werden. Es scheint so zu sein, dass soziale Vielfalt nicht als zum ländlichen Raum gehörig wahrgenommen wird“ (Egger & Posch, 2016).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung des Burgenlands ein und erläutert die Beweggründe für die Standortanalyse, insbesondere im Kontext aktueller gesellschaftlicher Veränderungen.
2. Unternehmerische Standortwahl – Theorie: Das Kapitel vermittelt die theoretischen Grundlagen der Standortlehre, einschließlich klassischer Standorttheorien und moderner Methoden der Standortanalyse.
3. Ausgangssituation: Hier wird die historische und aktuelle wirtschaftliche Lage des Südburgenlands beleuchtet, einschließlich einer Analyse von Digitalisierung und früheren Zukunftsempfehlungen.
4. Tendenzen: Dieses Kapitel analysiert aktuelle Trends wie Stadtflucht, Bevölkerungsentwicklung und die Bedeutung der Work-Life-Balance für die Standortwahl.
5. Methodik: Es wird das methodische Vorgehen der Arbeit beschrieben, das auf einer Kombination aus Literaturrecherche und qualitativen Experteninterviews basiert.
6. Auswertung der Interviews: Hier werden die Ergebnisse der Experteninterviews zusammengeführt und in einer SWOT-Matrix strukturiert dargestellt.
7. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Untersuchungsergebnisse kritisch und diskutiert sowohl die inhaltlichen Erkenntnisse als auch die methodische Vorgehensweise.
8. Fazit/Implikationen: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und leitet strategische Empfehlungen für die Region ab.
Südburgenland, Standortanalyse, Work-Life-Balance, Landflucht, Regionalentwicklung, Digitalisierung, SWOT-Analyse, Experteninterviews, Wirtschaftsstandort, Lebensqualität, Home-Office, KMU, demografischer Wandel, Wirtschaftspolitik, Standortfaktoren.
Die Arbeit beschäftigt sich mit einer aktuellen Standortanalyse des Südburgenlands und bewertet dessen Vor- und Nachteile als Wirtschaftsstandort unter besonderer Berücksichtigung der Work-Life-Balance.
Zentral sind die ökonomische Entwicklung der Region, der demografische Wandel (Landflucht), der Einfluss der Digitalisierung sowie die Bedeutung weicher Standortfaktoren für die Lebensqualität.
Die Forschungsfrage lautet: „Können die Ansprüche an ein Leben in Work-Life-Balance für eine aktuelle Standortanalyse des Südburgenlandes neue Perspektiven bieten?“
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz verfolgt, der eine Literaturrecherche (Sekundäranalyse) mit leitfadengestützten Experteninterviews (Primärerhebung) kombiniert, deren Ergebnisse in einer SWOT-Analyse münden.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen, die Analyse der Ausgangssituation und wirtschaftlicher Trends, die methodische Vorgehensweise sowie die detaillierte Auswertung und Diskussion der Experteninterviews.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Südburgenland, Standortanalyse, Work-Life-Balance, regionale Wirtschaftsentwicklung und die Nutzung weicher Standortfaktoren.
Die Pandemie wird als Katalysator für einen Digitalisierungsschub betrachtet, der durch Home-Office-Möglichkeiten neue Chancen für den ländlichen Raum eröffnet hat.
Die Experten sind teilweise kritisch und sehen Risiken in einer unsicheren oder zu späten politischen Gestaltung, fordern aber gleichzeitig eine aktive Rolle bei der Schaffung optimaler Rahmenbedingungen.
Durch die neuen Möglichkeiten der Arbeitsgestaltung und eine veränderte Wahrnehmung von Lebensqualität lässt sich das Image des Südburgenlands von einer reinen Abwanderungsregion hin zu einem lebenswerten Standort mit Zukunftspotenzial entwickeln.
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