Diplomarbeit, 2002
54 Seiten, Note: 5.2 (Schweiz)
Kapitel 1: EINLEITUNG
1.1 Motivation zu diesem Thema
1.2 Problemstellung
1.3 Aufbau der Arbeit
Kapitel 2: DIVIDENDENPOLITIK
2.1 Grundlagen
2.2 Institutionelle und praktische Gegebenheiten der schweizerischen Dividendenpraxis
2.3 Formen der Gewinnausschüttung
2.3.1 Bardividende
2.3.2 Stockdividende
2.3.3 Naturaldividende
2.3.4 Alternativdividende
2.4 Innovative Ausschüttungsmodelle
2.4.1 Cash-oder-Titel-Optionen (COTO)
2.4.2 Teilrückzahlung des Eigenkapitals durch Nennwertreduktion
2.4.3 Rückkauf eigener Aktien
Kapitel 3: PROBLEMSTELLUNG UND SCHLUSSFOLGERUNG AUS DER DIVIDENDENDISKUSSION
3.1 Die Dividendenkontroverse
3.2 Residualprinzip der Dividende
3.3 Miller/Modigliani’s Irrelevanzthese der Dividendenpolitik
3.4 Managerorientierte Dividendenpolitik
3.4.1 Gegen eine grosszügige Dividende
3.4.1.1 Steuern
3.4.2 Für eine grosszügige Dividende
3.4.2.1 Bird-In-The-Hand Fallacy
3.4.2.2 Agency-Kosten
3.4.2.3 Signalwirkung der Dividendenpolitik
3.5 Schlussfolgerung aus der Dividendendiskussion
Kapitel 4: EINE EMPIRISCHE ANALYSE FÜR DIE USA UND DEUTSCHLAND
4.1 Ursprungsstudien von Lintner und Marsh/Merton
4.1.1 Modell von Lintner
4.1.2 Modell von Marsh/Merton
4.2 Datenmaterial
4.3 Die zugrundeliegenden Hypothesen
4.4 Die Hypothese der Dividendenglättung
4.5 Die Hypothese der langfristigen Zielausschüttungsquote
4.5.1 Überprüfung der Stationaritätseigenschaften
4.5.2 Überprüfung der Stationarität der Zeitreihen
4.5.3 Überprüfung der Kointegration
4.5.3.1 Kointegrationstest anhand der Residuen
4.5.3.2 Überprüfung der Kointegration mit dem Johansen-Test
4.6 Zusammenfassung der Ergebnisse
Kapitel 5: FAZIT
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Marktkapitalisierung und Dividenden, um zu ergründen, ob Unternehmen eine bewusste Dividendenpolitik betreiben oder ob Dividenden lediglich zufällige Restbeträge der Gewinnverwendung darstellen. Ziel ist es, mittels empirischer Daten für die USA und Deutschland die Thesen der Dividendenglättung und der langfristigen Zielausschüttungsquote zu verifizieren.
1.1 Motivation zu diesem Thema
Das Problemfeld “Dividendenpolitik“ ist immer noch ein grosses Puzzle. Darin werden u.a. Fragen untersucht, ob die ausgeschüttete Dividende von Jahr zu Jahr zufällig entsteht oder es sich in der langfristigen Entwicklung des Ausschüttungsbetrages um eine wohldurchdachte Strategie der Unternehmungen handelt. Dieses Problemfeld betrifft auch die Frage, ob aus Sicht der Anleger resp. der Unternehmen eine optimale Dividendenpolitik existiert oder die Dividende als ein “Restbetrag“ betrachtet wird, der zur Zufriedenheit der Anleger ausgeschüttet werden muss.
Empirische Erkenntnisse zu diesen Fragen liegen bisher in grösserem Umfang nur für das Wirtschaftsgebiet der Vereinigten Staaten von Amerika vor, wo seit Mitte der fünfziger Jahre verschiedene Ansätze zur Erklärung der Dividendenpolitik verfolgt wurden. Diese empirische Arbeit untersucht die Einflüsse von Veränderungen der dauerhaften Gewinne auf die Veränderung der Dividenden, sprich den Einfluss auf die Dividendenpolitik der nächsten Periode. Dieser Aspekt wurde bisher bei der Untersuchung der optimalen Dividendenpolitik nur sehr wenig in Erwägung gezogen. Des weiteren bestehen nur vereinzelte empirische Arbeiten, die ein Vergleich der Daten zwischen dem amerikanischen und europäischen Kontinent einbezogen haben. Diese Fragestellungen stellen die Motivation für die folgende Arbeit dar und sollen daher auch mit einbezogen werden.
Kapitel 1: EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung, die Relevanz der Dividendenforschung und erläutert den Aufbau der Arbeit.
Kapitel 2: DIVIDENDENPOLITIK: Beschreibt institutionelle Aspekte der schweizerischen Dividendenpraxis sowie verschiedene klassische und innovative Ausschüttungsformen.
Kapitel 3: PROBLEMSTELLUNG UND SCHLUSSFOLGERUNG AUS DER DIVIDENDENDISKUSSION: Analysiert theoretische Erklärungsansätze zur Dividendenrelevanz, einschließlich der Miller/Modigliani-Thesen und managementorientierter Sichtweisen.
Kapitel 4: EINE EMPIRISCHE ANALYSE FÜR DIE USA UND DEUTSCHLAND: Präsentiert die empirische Untersuchung zur Dividendenglättung und Kointegration basierend auf den Modellen von Lintner und Marsh/Merton.
Kapitel 5: FAZIT: Fasst die Ergebnisse zusammen, die eine Dividendenglättung und langfristige Zielausschüttungsquoten bestätigen, und weist auf weiteren Forschungsbedarf hin.
Dividendenpolitik, Dividendenrendite, Marktkapitalisierung, Dividendenglättung, Zielausschüttungsquote, Aktienrückkauf, Kointegration, Agency-Kosten, Signalwirkung, Kapitalmarkteffizienz, Unternehmenswert, permanente Gewinne, Ausschüttungsmodelle.
Die Arbeit untersucht das "Puzzle" der Dividendenpolitik und analysiert, ob Dividendenzahlungen einer gezielten Strategie der Unternehmensleitung folgen oder zufällige Reste darstellen.
Die zentralen Themen umfassen die theoretische Dividendenkontroverse, verschiedene Ausschüttungsmodelle, steuerliche Aspekte, Agency-Probleme und die empirische Analyse von Dividendendaten.
Das Ziel ist es, die Auswirkungen von Veränderungen bei permanenten Gewinnen auf die Dividendenausschüttung zu analysieren und zu prüfen, ob die Hypothesen der Dividendenglättung empirisch belegbar sind.
Die Arbeit stützt sich auf ökonometrische Methoden, insbesondere auf Zeitreihenanalysen, Stationaritätstests (Augmented Dickey-Fuller) und Kointegrationstests (Johansen-Test), um Daten aus den USA und Deutschland auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Dividendenpolitik und eine empirische Analyse, die prüft, ob Manager versuchen, Dividenden stabil zu halten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Dividendenglättung, Marktkapitalisierung, Zielausschüttungsquote und Kointegration charakterisiert.
Die Marktkapitalisierung dient als Proxy für den inneren Wert einer Unternehmung und damit als Näherungswert für die vom Management eingeschätzten permanenten Gewinne.
Die Arbeit zeigt, dass die Dividendenglättung ein international beobachtbares Phänomen ist, wobei die Untersuchung insbesondere durch den Einbezug deutscher Daten die bisherige US-zentrierte Forschung erweitert.
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