Bachelorarbeit, 2021
52 Seiten, Note: 1,7
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Frage, wie Lehrkräfte das Hilfesuchverhalten von Schüler*innen bei sexueller Gewalt an Schulen in der Sekundarstufe I+II stärken können. Die Arbeit beleuchtet die Problematik sexueller Gewalt an Schulen vor dem Hintergrund steigender Zahlen und einer erhöhten Nachfrage nach Ganztagsschulen.
Die Einleitung skizziert die Relevanz des Themas sexuelle Gewalt an Schulen und führt in die Problematik des fehlenden Hilfesuchverhaltens bei Schüler*innen ein. Im zweiten Kapitel werden die Fachbegriffe "Hilfesuchverhalten" und "sexuelle Gewalt" definiert und abgegrenzt. Hierbei werden auch geschlechterspezifische Differenzen berücksichtigt. Kapitel 3 untersucht die Ursachen für das mangelnde Hilfesuchverhalten von Schüler*innen, wobei aktuelle Studienzahlen und Forschungsergebnisse einbezogen werden. Kapitel 4 widmet sich den Möglichkeiten der Lehrkraft, das Hilfesuchverhalten von Schüler*innen zu stärken. Es werden verschiedene Ansätze und Strategien auf individueller und kollektiver Ebene vorgestellt und diskutiert.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themenfeldern Hilfesuchverhalten, sexuelle Gewalt an Schulen, Sekundarstufe I+II, Stärkung des Individuums, Klassenverbund, Prävention, Aufklärung, Informationsvermittlung, Lehrkräftekompetenz, und Ganztagsschule.
Lehrkräfte können das Vertrauen steigern, die Kommunikationsfähigkeit fördern, Resilienz aufbauen und "Mental Health Literacy" vermitteln.
Häufige Gründe sind Scham, Angst vor Stigmatisierung, mangelndes Wissen über Hilfsangebote oder die Befürchtung, dass einem nicht geglaubt wird.
Die Arbeit beleuchtet, wie Jungen und Mädchen unterschiedlich auf sexuelle Gewalt reagieren und welche spezifischen Hürden sie beim Suchen von Hilfe haben.
Durch Aufklärung, Reduzierung von Stigmatisierung und die Festigung der Solidarität unter Gleichaltrigen kann ein sicheres Umfeld geschaffen werden.
Es bezeichnet das Wissen über psychische Gesundheit und Krisen, das Schüler befähigt, Anzeichen von Gewalt zu erkennen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Da Schüler mehr Zeit in der Schule verbringen, steigt die Verantwortung der Lehrkräfte als Vertrauenspersonen und Beobachter von Verhaltensänderungen.
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