Bachelorarbeit, 2020
57 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Autismus-Spektrum-Störungen
2.1 Definition
2.2 Die Geschichte des Autismus
2.3 Klinische Symptomatik autistischer Syndrome
2.4 Autistische Subtypen: Klassifikation des Autismus
2.4.1 Die Beziehungen der verschiedenen Entwicklungsstörungen zueinander
2.4.2 Der frühkindliche Autismus
2.4.3 Das Asperger-Syndrom
2.4.4. Der atypische Autismus
2.4.5 Sonderformen von Autismus
3. Das Asperger-Syndrom
3.1 Epidemiologie
3.2 Symptomatik und Verhaltensauffälligkeiten
3.3 Diagnostik
3.3.1 Diagnosekriterien
3.3.2 Diagnoseverfahren
3.4 Ätiologie
4. Schüler/-innen mit einer autistischen Störung im Unterricht
4.1 Ziele und Aufgaben der Schulen
4.2 Herausforderung „Schule“ und Förderbedarf
4.3. Strukturierungen im schulischen Alltag
5. Mögliche Förderungsmaßnahmen und Inklusion im Klassenraum
5.1 Von der Integration zur Inklusion
5.2 Wie könnte eine „Inklusive Bildung“ aussehen?
5.3 Konzepte und Methoden
5.3.1 „Didaktik der Vielfalt“
5.3.2 Die Entwicklungslogische Didaktik nach G. Feuser
5.3.3 Das Konzept der Sonderschule
6. Die Vision der Inklusion – Diskussion: Die „richtige“ Schule?
7. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht Autismus-Spektrum-Störungen im schulischen Kontext mit dem Ziel, Herausforderungen sowie notwendige Fördermaßnahmen für betroffene Schülerinnen und Schüler zu identifizieren und die Eignung der Sonderschule im Vergleich zu einer „Schule für alle“ kritisch zu diskutieren.
2.4.3 Das Asperger-Syndrom
Als eine weitere Form des Autismus gilt das Asperger-Syndrom, welches erstmals von Ssucharewa (1926) und Asperger (1944) genannt wurde. Bereits nach dieser Erstbeschreibung geriet das Syndrom jedoch für einige Zeit in Vergessenheit, bis es 1981 in einer Arbeit von Lorna Wing wiederentdeckt wurde. Daraufhin wurde das Asperger-Syndrom schließlich auch in die ICD-10 aufgenommen, was eine rasante Forschungsentwicklung bedingte. Der grundlegende Unterschied zum frühkindlichen Autismus besteht dahin gehend, dass es bis zum dritten Lebensjahr nicht zu einer offensichtlichen Entwicklungsverzögerung gekommen ist. Des Weiteren ist die Sprache beim Asperger-Syndrom bereits vor dem dritten Lebensjahr entwickelt und grenzt sich somit ebenfalls vom frühkindlichen Autismus ab. Trotz dessen bleibt zu beachten, dass auch in dieser Form des Autismus Auffälligkeiten in der frühen Sprachentwicklung von Kindern vorliegen können. Demnach beginnen die Betroffenen oftmals recht spät mit dem Sprechen und erwerben währenddessen zügig einen ausgereiften Sprachstil, welcher ihrem Alter nicht entspricht. Die Intelligenz ist bei Menschen mit einem Asperger-Syndrom meist auffällig, sodass sie in IQ-Tests oftmals überdurchschnittliche IQ-Scores erreichen. Vor allem das Gedächtnis zeigt sich vermehrt als überdurchschnittlich gut ausgeprägt und geregelte Abläufe, wie sie etwa in der Schule vorkommen, entsprechen meist den Vorlieben der Betroffenen. Ähnlich wie beim frühkindlichen Autismus lassen sich auch beim Asperger-Syndrom Komplikationen in der sozialen Wahrnehmung sowie der Kommunikation erkennen. Zwar sind solche Auffälligkeiten nicht schwer auszumachen, trotzdem gelingt es den intelligenten Betroffenen häufig, die Diagnose anhand von Kompensationsstrategien zu verbergen. Bei schwerwiegenden und chronischen zwischenmenschlichen Konflikten oder Erfahrungen der Ausgrenzung, entwickeln viele der Betroffenen „ein angemessenes Verständnis des eigenen So- und Anders-Seins und der zahlreichen sich daraus entwickelten Probleme“.
1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Thematik durch die steigende Wahrscheinlichkeit, autistische Kinder zu unterrichten, und skizziert das Ziel der Arbeit, Inklusionsmaßnahmen und die Sonderschuldiskussion zu erörtern.
2. Autismus-Spektrum-Störungen: Dieses Kapitel definiert den Autismusbegriff, beschreibt seine historische Entwicklung sowie die klinische Symptomatik und klassifiziert verschiedene autistische Subtypen.
3. Das Asperger-Syndrom: Hier werden spezifische Merkmale wie Epidemiologie, Symptomatik, Diagnostik und Ätiologie des Asperger-Syndroms detailliert beleuchtet.
4. Schüler/-innen mit einer autistischen Störung im Unterricht: Der Fokus liegt auf den Herausforderungen im schulischen Alltag, der Notwendigkeit von Strukturierungen und der Rolle der Lehrkräfte bei der Förderung dieser Schülerinnen und Schüler.
5. Mögliche Förderungsmaßnahmen und Inklusion im Klassenraum: Dieses Kapitel diskutiert Konzepte wie die „Didaktik der Vielfalt“, die entwicklungslogische Didaktik nach G. Feuser und das traditionelle Sonderschulkonzept hinsichtlich ihrer Inklusionstauglichkeit.
6. Die Vision der Inklusion – Diskussion: Die „richtige“ Schule?: Es findet eine kritische Diskussion darüber statt, wie Inklusion im Bildungssystem umgesetzt werden kann und warum eine „Schule für alle“ einer bloßen Sonderschul-Selektion vorzuziehen ist.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen und pädagogischen Umdenkens zusammen und betont, dass Inklusion einen generationenübergreifenden, strukturellen Wandlungsprozess darstellt.
Autismus-Spektrum-Störung, Asperger-Syndrom, Inklusion, Integration, Schulalltag, Sonderpädagogik, Didaktik der Vielfalt, Entwicklungslogische Didaktik, Georg Feuser, Diagnostik, Symptomatik, Förderbedarf, Nachteilsausgleich, Schule für alle, Soziale Interaktion
Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern und Jugendlichen im Autismus-Spektrum im schulischen Kontext, untersucht deren spezifische Probleme und erarbeitet mögliche pädagogische Förderansätze.
Zu den zentralen Themen gehören die klinische Definition des Autismus, die Besonderheiten des Asperger-Syndroms, inklusive Unterrichtskonzepte sowie die kritische Gegenüberstellung von Sonderschulsystemen und integrativen Bildungsmodellen.
Das Ziel ist es, den Förderbedarf autistischer Schüler zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie eine gelungene Inklusion – insbesondere durch die Diskussion der „Schule für alle“ gegenüber der Sonderschule – ermöglicht werden kann.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um den aktuellen Wissensstand zu Autismus-Spektrum-Störungen, didaktischen Konzepten und bildungspolitischen Vorgaben systematisch darzustellen und zu vergleichen.
Der Hauptteil deckt die theoretischen Grundlagen des Autismus, die spezifische Diagnostik, Anforderungen an Lehrkräfte im Unterricht sowie Konzepte wie die entwicklungslogische Didaktik nach G. Feuser ab.
Wichtige Begriffe sind Autismus-Spektrum-Störung, Asperger-Syndrom, Inklusion, Schulpädagogik, Förderbedarf und entwicklungslogische Didaktik.
Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal ist, dass beim Asperger-Syndrom im Gegensatz zum frühkindlichen Autismus vor dem dritten Lebensjahr keine offensichtlichen Entwicklungsverzögerungen in der Sprache oder Kognition auftreten.
Das Modell veranschaulicht, wie durch innere Differenzierung und die Orientierung an einem gemeinsamen Gegenstand unterschiedliche Lernniveaus innerhalb einer Lerngruppe vereint werden können, anstatt nur einen einzigen vorgegebenen Weg zu verfolgen.
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