Bachelorarbeit, 2021
57 Seiten
1. Einleitung
2. Diskriminierung
2.1 Definition Diskriminierung
2.2 Institutionelle Diskriminierung
3. Interkulturelle Pädagogik
3.1 Definition Interkulturelle Pädagogik
3.2 Assimilationspädagogik
3.3 Klassische interkulturelle Pädagogik
3.4 Antidiskriminierungspädagogik
3.5 Pädagogik kollektiver Zugehörigkeiten
4. Verhältnis von Interkultureller Pädagogik und Institutioneller Diskriminierung in der Praxis
4.1 Interkulturelle Pädagogik in der Praxis am Beispiel der Stadtteilschulen Hamburgs
4.2 Institutionelle Diskriminierung in der Praxis
4.3 Zusammenhang von Interkultureller Pädagogik und Institutioneller Diskriminierung
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen interkultureller Pädagogik und institutioneller Diskriminierung, um zu klären, inwiefern diese Konzepte als Gegensätze betrachtet werden müssen. Dabei wird analysiert, wie pädagogische Ansätze in der Praxis dazu beitragen können, Diskriminierungsmechanismen abzubauen oder ungewollt zu verstärken.
2.1 Definition Diskriminierung
„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ (Art. 3 GG).
Diese Zeilen aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland garantieren auf dem Papier soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit, unabhängig der Faktoren, wie beispielsweise Ethnie oder Herkunft, die im Gesetz genannt werden. Somit sollen alle gleich behandelt werden, während ein Zuwiderhandeln, abgesehen von Leistung und Befähigung, ein Verstoß gegen diesen Artikel darstellt. Somit sollte man meinen, dass Diskriminierung kein großes Problem darstellt, hat der Staat doch die Aufgabe, seine Gesetze durchzusetzen und ein Verstoß gegen ebenjene zu sanktionieren. Doch wie die folgenden Kapitel zeigen werden, gibt es verschiedene Arten von Diskriminierung, die sich grundlegend unterscheiden. Diskriminierung geschieht oft genug mutwillig und aus der Absicht heraus, dass Individuen sich gegenüber anderen einen Vorteil verschaffen wollen, doch diese Form der Diskriminierung ist zumeist gut zu erkennen und in der Folge einfacher zu skandalisieren um so Veränderungen anzustoßen. Das Problem liegt vor allem bei Diskriminierung, die unabsichtlich, ohne negative Hintergedanken erfolgt und somit auf den ersten Blick unerkannt bleibt. Probleme werden oftmals bei den Diskriminierten gesucht und gefunden, ohne sich tatsächlich mit dem Kernproblem auseinanderzusetzen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Thematik ein und erläutert die Beweggründe des Autors für die Untersuchung der Leitfrage, inwiefern interkulturelle Pädagogik und der Kampf gegen institutionelle Diskriminierung Gegensätze darstellen.
2. Diskriminierung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Diskriminierung, beleuchtet deren Erscheinungsformen und führt in den spezifischen Komplex der institutionellen Diskriminierung ein.
3. Interkulturelle Pädagogik: Das Kapitel bietet einen systematischen Überblick über verschiedene pädagogische Konzepte, angefangen bei der Assimilationspädagogik bis hin zur Pädagogik kollektiver Zugehörigkeiten.
4. Verhältnis von Interkultureller Pädagogik und Institutioneller Diskriminierung in der Praxis: Hier wird die praktische Umsetzung interkultureller Erziehung am Beispiel Hamburger Schulen evaluiert und der Zusammenhang zu institutioneller Diskriminierung unter Berücksichtigung von Lehrerfortbildungen kritisch hinterfragt.
5. Fazit: Das Fazit führt die Analysen zusammen und beantwortet die Leitfrage, indem es die Eignung der verschiedenen pädagogischen Ansätze für den Kampf gegen institutionelle Diskriminierung bewertet.
Interkulturelle Pädagogik, Institutionelle Diskriminierung, Assimilationspädagogik, Antidiskriminierungspädagogik, Pädagogik kollektiver Zugehörigkeiten, Bildungsbenachteiligung, Migration, Diversität, Schulentwicklung, Habitus, Milieudominanz, Mehrdimensionalität, Chancengleichheit, Vorurteile, Partizipation.
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von interkultureller Pädagogik und institutioneller Diskriminierung, insbesondere im deutschen Schulsystem.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Diskriminierungsformen, der historischen und konzeptionellen Entwicklung interkultureller Pädagogik sowie deren praktischer Anwendung und Wirksamkeit.
Das Ziel ist es, die Leitfrage zu beantworten: "Inwiefern stellen Interkulturelle Pädagogik und der Kampf gegen Institutionelle Diskriminierung Gegensätze dar?"
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch erziehungswissenschaftliche Literatur und vergleicht diese mit praxisnahen Evaluationsberichten aus dem Hamburger Schulwesen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition der Diskriminierungsformen, eine Analyse pädagogischer Ansätze und eine praktische Anwendung auf Bildungspläne sowie Evaluationsergebnisse von Lehrkräftefortbildungen.
Zentrale Begriffe sind neben der interkulturellen Pädagogik und institutionellen Diskriminierung vor allem der Habitusbegriff, Milieudominanz und der mehrdimensionale Ansatz der Pädagogik kollektiver Zugehörigkeiten.
Während individuelle Diskriminierung auf persönlichen Vorurteilen basiert, beschreibt institutionelle Diskriminierung Benachteiligungen, die durch formale oder informelle Regeln und Strukturen in Organisationen wie Schulen entstehen, oft unabhängig von den Absichten einzelner Personen.
Der Autor stuft diesen Ansatz als am besten geeignet ein, um gegen institutionelle Diskriminierung vorzugehen, da er durch seinen mehrdimensionalen Blickwinkel Diskriminierung vorbeugen kann, wenngleich er auch hier Herausforderungen hinsichtlich der Partizipation identifiziert.
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