Bachelorarbeit, 2020
39 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung
2. Mediale Klimakommunikation
2.1. Besonderheiten der medialen Klimakommunikation
2.2. Darstellung des Klimawandels in den Massen- und Online-Medien
3. Medienwirkungen der Klimakommunikation
3.1. Grundlagen der Medienwirkungstheorie
3.2. Systematisierung der Wirkungsebenen
4. Medienwirkungen auf das Wissen der Rezipierenden
4.1. Faktenwissen
4.2. Problembewusstsein und Überzeugungen
5. Medienwirkungen auf Emotionen der Rezipierenden
5.1. Beeinflussung der affektiven Ebene
5.2. Besorgnis und Angst
5.3. Risiko-Wahrnehmung
5.4. Hoffnung
6. Medienwirkungen auf klimaschützendes Handeln und Handlungsintentionen der Rezipierenden
6.1. Handlungsintentionen
6.2. Der attitude-behaviour-gap
7. Einflussfaktoren im Kontext der Mediennutzung
7.1 Medieninterne Charakteristika als Einflussfaktoren
7.2. Individuelle Rezipierenden-Eigenschaften und Mediennutzungsverhalten als Einflussfaktoren
8. Fazit
Die Arbeit untersucht die Wirkungen der medialen Klimakommunikation auf individueller Ebene, indem sie analysiert, wie Berichterstattung in Massenmedien und Online-Quellen das Wissen, die Emotionen und die Handlungsbereitschaft der Rezipierenden beeinflusst.
1. Einleitung
Trotz anhaltender COVID-19 Pandemie und damit einhergehender Sorge über die Risi ken von Infektionskrankheiten bleibt der Klimawandel auch weiterhin die in 14 europäi schen Ländern am stärksten wahrgenommene Bedrohung (Poushter & Huang, 2020). Auch die aktuelle Eurobarometer-Umfrage hat ergeben, dass 91% der europäischen Bürger*innen der Meinung sind, dass der Klimawandel ein ernstzunehmendes Problem in der EU darstellt (Europäische Kommission, 2020). Deutschland zeigt dabei im euro päischen Vergleich einen besonders hohen Grad an Klimabewusstsein (Arlt, Hoppe & Wolling, 2011, S.46). Globale Ereignisse wie die Veröffentlichung der Weltklimaberichte des Weltklimarats, dem IPCC, sorgen dabei regelmäßig für internationale Medienauf merksamkeit und verschaffen dem Klimawandel und seinen absehbaren Konsequenzen eine hohe Relevanz in öffentlichen Agenden.
Doch trotz des breiten Konsenses der Wis senschaft über Grundannahmen des Klimawandels bleibt dieser ein gesellschaftlich kon struiertes Phänomen, dessen Existenz und Ursachen von „Klimaskeptiker*innen“ disku tiert werden (Brüggemann, Neverla, Hoppe & Walter, 2018). Gewissermaßen tritt der Klimawandel vielen Menschen dabei als soziales Konstrukt im doppelten Sinne entge gen: als von der Wissenschaft generiertes Konstrukt und zudem als von den Medien nach eigenen internen Regeln rekonstruiert (Neverla & Taddicken, 2012). Denn auf grund seiner Charakteristika als abstraktes, überörtliches und langfristiges Ereignis (Taddicken & Neverla, 2019) ist der Klimawandel als wissenschaftliches Phänomen für Bürger*innen nur schwer greifbar und in seiner Komplexität nachzuvollziehen. Zudem verändern sich die komplexen Sachverhalte um den Klimawandel teilweise nur langfris tig oder sind prinzipiell unsichtbar (z.B. der Ausstoß von CO²), und ermöglichen somit nur selten direkte Beobachtung.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Klimawandels als mediales und soziales Konstrukt ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Wirkungen der Klimakommunikation auf Rezipierende zu untersuchen.
2. Mediale Klimakommunikation: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten der Kommunikation über den Klimawandel und beschreibt dessen Darstellung in verschiedenen Medienformaten.
3. Medienwirkungen der Klimakommunikation: Hier werden theoretische Grundlagen der Medienwirkungsforschung sowie die Systematisierung verschiedener Wirkungsebenen im Kontext der Klimakommunikation dargelegt.
4. Medienwirkungen auf das Wissen der Rezipierenden: Das Kapitel analysiert kognitive Effekte der Medienberichterstattung, wobei zwischen Faktenwissen und Problembewusstsein differenziert wird.
5. Medienwirkungen auf Emotionen der Rezipierenden: Hierbei werden affektive Dimensionen, insbesondere Angst, Besorgnis, Risiko-Wahrnehmung und Hoffnung, im Kontext medialer Einflüsse untersucht.
6. Medienwirkungen auf klimaschützendes Handeln und Handlungsintentionen der Rezipierenden: Dieses Kapitel beleuchtet Handlungsabsichten sowie die Problematik der Diskrepanz zwischen Einstellung und tatsächlichem Verhalten.
7. Einflussfaktoren im Kontext der Mediennutzung: Es wird untersucht, wie medieninterne Charakteristika und individuelle Rezipierenden-Eigenschaften als Moderatoren für Medienwirkungen fungieren.
8. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, diskutiert die Ambivalenz der Studienlage und gibt Ausblicke auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Klimakommunikation, Medienwirkung, Klimawandel, Rezipierende, Faktenwissen, Problembewusstsein, affektive Wirkungen, Risiko-Wahrnehmung, Hoffnung, Angst-Appelle, Handlungsintention, Mediennutzung, Framing, Wissenschaftskommunikation, Attitude-Behaviour-Gap
Die Arbeit untersucht das Wirkungspotenzial der medialen Klimakommunikation auf die psychologische Ebene der Rezipierenden, insbesondere hinsichtlich Wissen, Emotionen und Handlungsabsichten.
Die zentralen Themen umfassen die Wissensvermittlung, die Auslösung emotionaler Reaktionen sowie die Förderung klimaschützender Handlungsintentionen durch Massen- und Onlinemedien.
Ziel ist es, ein differenziertes Bild davon zu zeichnen, wie Medienberichterstattung zur Wahrnehmung des Klimawandels beiträgt und welche Faktoren dabei sowohl kognitive als auch affektive Wirkungen moderieren.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse und systematischer Aufarbeitung aktueller kommunikationswissenschaftlicher Studien zum Thema Klimakommunikation.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der kognitiven Wirkungsebene, der affektiven Ebene (Emotionen) und der konativen Ebene (Handlungsintentionen), ergänzt durch die Analyse moderierender Einflussfaktoren.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Klimakommunikation, Medienwirkung, Wissenserwerb, affektive Medieneffekte und Handlungsbereitschaft geprägt.
Das Fernsehen wird häufig als Medium mit geringerer Wissensvermittlung assoziiert, während interaktive Online-Medien eher aktive Informationssuche und stärkere Auseinandersetzung fördern, jedoch oft negativ behaftet sind.
Angst-Appelle können Aufmerksamkeit erzeugen, sind jedoch in ihrer Wirkung auf langfristige Verhaltensänderungen oft limitiert und erfordern zur Wirksamkeit ergänzende Informationen über Selbstwirksamkeit.
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