Masterarbeit, 2021
75 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit zielt darauf ab, die Genealogie des nachmetaphysischen Denkens nach Jürgen Habermas zu untersuchen und insbesondere die Rolle des sakralen Komplexes im nachmetaphysischen Denken zu beleuchten. Dabei soll analysiert werden, wie der sakrale Komplex entstanden ist, wie er sich entwickelt hat und welche Bedeutung er für das Verständnis von Religion und Gesellschaft hat.
Die Einleitung führt in die Arbeit ein und stellt das Werk von Jürgen Habermas „Auch eine Geschichte der Philosophie“ vor. Das zweite Kapitel beleuchtet das Projekt der Genealogie des nachmetaphysischen Denkens und diskutiert das Verhältnis von Philosophie und Religion. Das dritte Kapitel zeichnet wesentliche Grundlinien der Genealogie des nachmetaphysischen Denkens nach, indem es die Symbiose von Glauben und Wissen, die Trennung von Glauben und Wissen sowie die Entwicklung des nachmetaphysischen Denkens bei Kant, Hegel und den Junghegelianern beleuchtet. Das vierte Kapitel fasst die Entwicklung des nachmetaphysischen Denkens bis zu diesem Punkt zusammen.
Das fünfte Kapitel, das sich mit dem sakralen Komplex beschäftigt, untersucht den Ursprung und die Transformation des sakralen Komplexes. Es werden zwei entscheidende Transformationsstationen, die Achsenzeit und die Reformation, beleuchtet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf rituellen Praktiken und der Interpretation der Sakramentenlehre Luthers durch Habermas. Das sechste Kapitel fasst die Ergebnisse des fünften Kapitels zusammen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den zentralen Themen der Philosophiegeschichte, der Religionsphilosophie und der Soziologie. Zentrale Schlüsselbegriffe sind das nachmetaphysische Denken, der sakrale Komplex, die Achsenzeit, die Reformation, rituelle Praktiken, Sakramente, Glauben und Wissen, sowie die postsäkulare Gesellschaft.
Es bezeichnet den Ursprung religiöser ritueller Praktiken und Mythen, die für die soziale Integration und die Entstehung des nachmetaphysischen Denkens zentral sind.
Trotz seines Fokus auf Vernunft sieht Habermas in Sakramenten wichtige Ausdrucksformen menschlicher Grunderfahrungen, die die Philosophie allein nicht vollständig ersetzen kann.
Die Achsenzeit markiert eine historische Zäsur, in der sich das Heilige moralisierte und sublimierte, was den Weg für die großen Weltreligionen und später das philosophische Denken ebnete.
Habermas analysiert Luthers Umwertung der Sakramente und den „performativen Eigensinn des Glaubens“ als wichtigen Schritt zur Trennung von Glauben und Wissen.
Es ist ein modernes Denken, das auf religiöse Offenbarungsansprüche verzichtet und sich stattdessen auf kommunikative Vernunft und wissenschaftliche Grundlagen stützt.
Die Arbeit untersucht, wie die Theologie Habermas' Respekt vor der religiösen Lebenswelt nutzen kann, um ihre Rolle in einer postsäkularen Gesellschaft neu zu definieren.
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