Bachelorarbeit, 2021
88 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Künstliche Intelligenz
2.1.1 Entwicklung
2.1.2 Schwache und starke KI
2.1.3 Möglichkeiten und Limits
2.2 Digitale Ethik und Maschinenethik
2.2.1 Mensch und Maschine
2.2.2 Maschine und Ethik
2.2.3 Diskriminierung und Verantwortung
3 Der Untergang des Homo sapiens?
3.1 Menschliche Entwicklung
3.2 Wer sind wir heute?
3.2.1 Werte, Wünsche und Sinngebungen
3.2.2 Menschliche Intelligenz
3.2.3 Bewusstsein und freier Wille
4 Anwendungen der KI in der digitalen Welt
4.1 Autonomes Fahren
4.1.1 Datenschutz
4.1.2 Ethische Probleme autonomer Fahrzeuge
4.1.3 Dilemmata
4.2 Gesundheitswesen
4.2.1 Innovationen
4.2.1.1 IBM Watson
4.2.1.2 Internet der Dinge
4.2.2 Ethische Grundprinzipien
4.2.3 Ethische Konflikte
4.2.4 KI und COVID-19
4.3 Digitale Bildung
4.3.1 Einsatzgebiete
4.3.1.1 Learning Analytics
4.3.1.2 Chatbots
4.3.1.3 Intelligente Tutorensysteme
4.3.2 Herausforderungen und Gefahren
4.3.3 Ethische Perspektiven
5 Zukunft
5.1 Dataismus
5.2 Post- und Transhumanismus
5.3 Singularität und Superintelligenz
5.4 Szenarien
5.5 Umfrage zur gesellschaftlichen Zukunft mit KI
5.5.1 Umfrage zu COVID-19
6 Fazit und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht die ethischen Auswirkungen der voranschreitenden Künstlichen Intelligenz (KI) auf die Gesellschaft, um zu verstehen, wie KI das menschliche Leben und die sozialen Zusammenhänge verändert und wie sich ethische Konflikte im Kontext technologischer Entwicklungen in Zukunft gestalten lassen.
4.1.3 Dilemmata
Das sehr viel diskutierte ethische Thema in Verbindung mit autonomem Fahren ist das Dilemma-Problem. Dieses zeigt viele Ähnlichkeiten zur Weichensteller-Situation auf, das unter anderem in der Philosophie auch als Trolley-Problem bezeichnet wird (vgl. Hilgendorf 2020, S. 14).
Dabei hängen die dilemmatischen Problemsituationen aufgrund von gesellschaftlich geprägten, vorgegebenen Moral- und Wertvorstellungen ab. Die Mobilität hat sich durch die Digitalisierung in den letzten Jahren sehr stark weiterentwickelt und steht aktuell im Fokus der Öffentlichkeit. Die Vision vom selbstfahrenden Auto rückt für die Gesellschaft immer weiter in den Vordergrund, doch einige Menschen stehen der noch unausgereiften Technik kritisch gegenüber. Ein sehr kontrovers diskutiertes Beispiel, bei dem zwei Testwagen des Herstellers Tesla in den letzten vier Jahren trotz aktiviertem Autopilot-System einen Lkw-Anhänger übersehen haben. Auch im März 2018, als eine Fußgängerin in Arizona durch ein selbstgesteuerten Testwagen des Vermittlers Uber tödlich verunglückt ist, steht seit diesem Zeitpunkt das autonome Fahren im Mittelpunkt einer kritischen Diskussion dieser bekanntlich vielversprechenden Technologie (vgl. Schäffner 2020, S. 29).
Es entstehen aufgrund folgender aufgezeigten Dilemma-Situationen ethische Fragestellungen wie: „Darf ein autonomes Fahrzeug tatsächlich über Menschenleben entscheiden oder von welchen moralischen Kriterien soll eine autonome Maschine dabei geleitet und wie kann Moral in einer autonomen Maschine implementiert werden (Brändle und Grunwald 2019, S. 4)“?
Eines der bekanntesten Dilemmata, das nicht vor allzu langer Zeit durch das künftig autonome Fahren wieder mehr in den Fokus gerückt ist, ist das sogenannte Weichensteller-Problem. Dieses beschreibt eine autonom betriebene Straßenbahn, die unkontrolliert auf eine Gruppe von spielenden Kindern, die sich auf den Gleisen aufhalten, zufährt. Zwischen den Kindern und dem Zug befindet sich eine Gleisweiche, die so umgestellt werden kann, dass die Straßenbahn auf ein anderes Gleis gelangen muss, aber dort Arbeiter mit Reparaturen zu tun haben. Der Protagonist hat keine Ausweichmöglichkeiten mehr - ihm bleibt allein die Entscheidung, die Bahn fahren zu lassen oder die Weiche umzulegen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt war das Weichensteller-Problem ein reines Gedankenexperiment. In der Praxis jedoch gibt es in der Regel einige Konstellationen, dem Dilemma aus dem Weg zu gehen.
1 Einleitung: Beschreibt die zunehmende Bedeutung der Digitalisierung und KI sowie die damit verbundenen ethischen und gesellschaftlichen Fragestellungen.
2 Theoretische Grundlagen: Vermittelt grundlegende Definitionen zur KI, Entwicklung und Maschinenethik, inklusive philosophischer Ansätze zum moralischen Handeln von Systemen.
3 Der Untergang des Homo sapiens?: Analysiert die menschliche Evolution sowie heutige Konzepte von Identität, Bewusstsein und freiem Willen im Vergleich zu Maschinen.
4 Anwendungen der KI in der digitalen Welt: Untersucht konkrete Praxisbeispiele im autonomen Fahren, Gesundheitswesen und Bildung, wobei Chancen und Risiken ethisch bewertet werden.
5 Zukunft: Behandelt Zukunftsphänomene wie Dataismus und Transhumanismus sowie die Ergebnisse einer Expertenumfrage zur gesellschaftlichen Zukunft mit KI.
6 Fazit und Ausblick: Zieht ein Resümee über das Spannungsfeld zwischen Ethik und Technik und leitet daraus Lösungsvorschläge für eine verantwortungsvolle KI-Integration ab.
Künstliche Intelligenz, Ethik, Maschinenethik, Digitalisierung, Autonomes Fahren, Gesundheitswesen, Digitale Bildung, Dataismus, Transhumanismus, Superintelligenz, Bewusstsein, Verantwortung, Algorithmen, gesellschaftliche Auswirkungen, Datenschutz.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den ethischen Auswirkungen, die der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in einer zunehmend digitalen Welt auf unsere Gesellschaft hat.
Die Schwerpunkte liegen auf der digitalen Ethik, den ethischen Herausforderungen des autonomen Fahrens, der Rolle von KI im Gesundheitswesen und in der Bildung sowie Zukunftsszenarien.
Ziel ist es zu untersuchen, wie KI die Gesellschaft ethisch beeinflusst, welche Probleme dabei entstehen und wie ein zukünftiger Umgang mit KI gestaltet werden kann, der menschliche Werte schützt.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung einer empirischen Studie (Münchner Kreis Band VIII) zur gesellschaftlichen Zukunft mit KI.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die Analyse der menschlichen Identität im Vergleich zur Maschine sowie die Untersuchung von KI-Anwendungen in drei Kernbereichen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Künstliche Intelligenz, Ethik, Digitalisierung, Autonomie, Maschinenethik und gesellschaftliche Verantwortung geprägt.
Die Experten sehen sowohl Chancen als auch erhebliche Risiken, insbesondere in Bezug auf die informationelle Selbstbestimmung, Bildungschancen und die Veränderung menschlicher Fähigkeiten.
Das sogenannte Weichensteller-Problem (Trolley-Problem), bei dem die Maschine in Unfallsituationen zwischen verschiedenen Menschenleben abwägen muss, stellt eine kaum lösbare moralische Herausforderung dar.
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