Masterarbeit, 2021
198 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemaufriss
1.2 Zielsetzung der Arbeit und erkenntnisleitende Fragestellung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Definitorische Annäherung an zentrale Begriffe
2.1 Mehrsprachigkeit
2.2 Linguistic Landscapes
2.3 Linguistic Diversity
2.4 Superdiversity
2.5 Minderheitensprachen
3 Theoretischer Rahmen
3.1 Die Entwicklung der Forschung in Linguistic Landcapes
3.2 Erforschung der Minderheitensprachen in Linguistic Landscapes
3.3 Linguistic Landscaping in Flensburg im Jahr 2014
4 Flensburg als Untersuchungsfeld
5 Methodischer Ansatz und Forschungsdesign
5.1 Forschung im qualitativen Paradigma
5.2 Methodische Vorüberlegungen für die Nutzung des Linguistic Landscaping
6 Grundlagen zur Analyse der Items
6.1 Mehrsprachigkeit auf Items in der Linguistic Landscape
6.2 Autoren der Items
6.3 Adressaten der Items (Intention der Sprache)
6.4 Art der Items
7 Analyse der erhobenen Daten
7.1 Die Sprachlandschaft Flensburgs im Überblick
7.2 Die Adressatenschaft in Flensburg: Leser einsprachiger und mehrsprachiger Items
7.2.1 Die Verteilung der einsprachigen und mehrsprachigen Items im Untersuchungsgebiet
7.3 Die Item-Autorenschaft in der Linguistic Landscape: Top-down und bottom-up Effekte in Flensburg
7.3.1 Sticker und Graffitis als Übermittler von bottom-up Botschaften
7.3.2 Die kommerzielle Nutzung von Sprache in der Norderstraße und der Neustadt im Vergleich
7.4 Minderheitensprachen in Flensburg
7.5 Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Sprachlandschaft Flensburgs
8 Vergleich und Diskussion der Analyseergebnisse
9 Fazit und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der "Linguistic Landscape" in Flensburg während der Corona-Pandemie, um die sichtbare Mehrsprachigkeit zu erfassen und im Vergleich zu Daten aus dem Jahr 2014 Rückschlüsse auf die aktuelle Sprachlandschaft und die Nutzung von Sprache in verschiedenen Lebensbereichen zu ziehen.
1.1 Problemaufriss
Bereits im Jahr 2014 wurde die Methode des Linguistic Landscaping von Inga Christiana Eckhardt in Flensburg angewendet, um ein Beispiel für eine Möglichkeit der Erfassung und Analyse von Mehrsprachigkeit zu geben (Eckhardt 2016: 133). Dabei wurde die Stadt Flensburg in verschiedene Abschnitte eingeteilt, um diese später miteinander zu vergleichen (vgl. ebd.: 136 f.). Doch vor allem der Abschnitt Altstadt, welcher neben der Einkaufszone die Norderstraße umfasst, hat sich seit 2014 stark verändert. So wurden in den letzten Jahren viele neue Cafés in der Straße eröffnet. Abgesehen von den Neueröffnungen ist davon auszugehen, dass sich das Stadtbild in den sieben Jahren seit der Forschung durch Eckhardt verändert hat. So können mit der Methode des Linguistic Landscaping aufgrund der Dokumentation von Sprache auf Plakaten und Aushängen nur Momentaufnahmen der Sprache in bestimmten Abschnitten festgehalten werden.
Auch die Coronapandemie trägt zu einer Veränderung der Sprachlandschaft in den Städten bei. Hinweisschilder und Aushänge zu den aktuellen Hygieneauflagen prägen die Einkaufsstraßen. Aufgrund dieser Gegebenheiten ist es von Relevanz, eine Momentaufnahme der Sprachlandschaft in der Stadt Flensburg, während der Coronapandemie zu machen und diese mit den Ergebnissen aus dem Jahr 2014 zu vergleichen. Durch die ständige Veränderung der Stadtbilder und somit auch der Sprache in dieser ist die Forschung von hoher Aktualität. Nachfolgend wird die Zielsetzung dieser Arbeit genauer beschrieben.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der sichtbaren Mehrsprachigkeit in Flensburg ein, erläutert den Problemaufriss sowie die Zielsetzung und Fragestellung der Masterthesis.
2 Definitorische Annäherung an zentrale Begriffe: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe wie Mehrsprachigkeit, Linguistic Landscapes, Linguistic Diversity, Superdiversity und Minderheitensprachen theoretisch definiert und eingeordnet.
3 Theoretischer Rahmen: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über die Entwicklung der Forschung zu Linguistic Landscapes, die Erforschung von Minderheitensprachen in diesem Kontext und die vorangegangene Studie in Flensburg aus dem Jahr 2014.
4 Flensburg als Untersuchungsfeld: Dieses Kapitel beschreibt das Untersuchungsgebiet Flensburg anhand statistischer Daten zur Einwohnerstruktur und zeigt die Relevanz der Stadt als Grenzregion auf.
5 Methodischer Ansatz und Forschungsdesign: Hier wird das qualitative Forschungsdesign der Arbeit erläutert, inklusive der methodischen Vorüberlegungen zur Datenerhebung und Analyse durch Fotografien.
6 Grundlagen zur Analyse der Items: Dieses Kapitel definiert die Analysekriterien für die erhobenen Daten, wie Sprache, Art des Items, Autorenschaft und Intention der Sprache.
7 Analyse der erhobenen Daten: Im Hauptteil der Arbeit werden die erhobenen Daten analysiert, die Adressatenschaft untersucht, die Top-down/Bottom-up Autorenschaft beleuchtet und der Einfluss der Corona-Pandemie auf die Sprachlandschaft bewertet.
8 Vergleich und Diskussion der Analyseergebnisse: Die Ergebnisse werden im Kontext der bisherigen Forschung, insbesondere im Vergleich mit Eckardts Studie, interpretiert und diskutiert.
9 Fazit und Ausblick: Das Fazit beantwortet die zentrale Forschungsfrage und gibt einen Ausblick auf Möglichkeiten zukünftiger Forschungen sowie die Relevanz der Methode für die Lehrerbildung.
Linguistic Landscaping, Flensburg, Mehrsprachigkeit, Sprachlandschaft, Minderheitensprachen, Qualitative Forschung, Top-down, Bottom-up, Sprachgebrauch, Corona-Pandemie, Sprachvielfalt, Linguistic Diversity, Superdiversity, Soziolinguistik, Öffentlicher Raum
Die Arbeit untersucht die sichtbare Mehrsprachigkeit im öffentlichen Raum von Flensburg mittels der Methode des Linguistic Landscaping.
Zentrale Themen sind die Sprachverteilung im öffentlichen Raum, die Rolle von Minderheitensprachen, der Einfluss kommerzieller und institutioneller Sprachverwendung sowie die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Stadtbild.
Das Ziel ist es, die Linguistic Landscape in Teilen Flensburgs zu untersuchen und auf Basis der sichtbaren Mehrsprachigkeit Rückschlüsse über die aktuelle Sprachlandschaft zu ziehen.
Es wird die Methode des Linguistic Landscaping im qualitativen Paradigma angewendet, bei der sprachliche Zeichen im öffentlichen Raum fotografisch dokumentiert und anschließend nach verschiedenen Kriterien analysiert werden.
Im Hauptteil werden die erhobenen Daten analysiert, die Verteilung einsprachiger und mehrsprachiger Schilder untersucht, die Autorenschaft (Top-down vs. Bottom-up) betrachtet und die Rolle der Minderheitensprachen sowie die Einflüsse der Pandemie detailliert dargestellt.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Linguistic Landscaping, Mehrsprachigkeit, Sprachlandschaft, Minderheitensprachen und Soziolinguistik charakterisiert.
Die Pandemie führte zu einer signifikanten Zunahme an Informationsplakaten und -blättern durch die Stadtverwaltung (Top-down) sowie durch Geschäftsinhaber, was die Sichtbarkeit bestimmter Sprachen im öffentlichen Raum temporär erhöhte.
Die aktuelle Untersuchung umfasst ein deutlich größeres Datenkorpus, da sie im Gegensatz zur Studie von Eckhardt (2014) auch einsprachige deutsche Items sowie Sticker und Graffitis systematisch in die Analyse einbezieht, um ein umfassenderes Bild der Sprachlandschaft zu erhalten.
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