Bachelorarbeit, 2021
88 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
1.1 Vom Boden in den Spross - Der Weg potentiell toxischer Elemente während der Phytoextraktion
1.1.1 Potentiell toxische Elemente in Böden
1.1.1.1 Geochemie potentiell toxischer Elemente
1.1.1.2 Rhizosphäreneffekte
1.1.2 Potentiell toxische Elemente in Pflanzen
1.1.2.1 Die Aufnahme in Pflanzen
1.1.2.2 Toxizität und Detoxifikationsmechanismen
1.1.2.3 Wurzel-Spross-Translokation
1.1.2.4 Unterschiede im Akkumulationsverhalten verschiedener Arten
1.2 Zielstellung dieser Arbeit
2 Material und Methoden
2.1 Versuchsaufbau
2.2 Untersuchung der Substrate
2.2.1 Bestimmung des Trockensubstanz- und Organikgehaltes
2.2.2 Bestimmung von elektrischer Leitfähigkeit und pH-Wert
2.2.3 Bestimmung der effektiven Kationenaustauschkapazität
2.2.4 Photometrische Bestimmung des Phosphat-, Ammonium- und Nitratgehaltes
2.2.5 Bestimmung der Gesamtelementkonzentration
2.2.5.1 Schmelzaufschluss
2.2.5.2 Mikrowellenaufschluss
2.2.6 sequenzielle Extraktion
2.3 Untersuchung des Pflanzenmaterials
2.4 Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma
2.5 Statistische Auswertung
3 Ergebnisse
3.1 Akkumulation von PTE im Spross der verschiedenen Arten in Abhängigkeit verwendeter Bodenadditiva
3.1.1 Artunterschiede im Akkumulationsverhalten
3.1.1.1 Artunterschiede auf reinem Boden
3.1.1.2 Artunterschiede auf Boden mit Gärrest
3.1.1.3 Artunterschiede auf Boden mit Klärschlamm
3.1.2 Wirkung der Bodenadditiva auf das Akkumulationsverhalten
3.1.2.1 Wirkung des Gärrestes
3.1.2.2 Wirkung des Klärschlammes
3.2 Einfluss der Mischkultivierung mit L. albus auf die Akkumulation von PTE im Spross von Mischkulturpartnern
3.2.1 Ernährungsstatus von L. albus
3.2.2 Einfluss auf F. esculentum
3.2.3 Einfluss auf C. tinctorius
4 Diskussion
4.1 PTE-Akkumulation der verschiedenen Arten in Abhängigkeit von den verwendeten Bodenadditiva
4.1.1 Artunterschiede im Akkumulationsverhalten
4.1.1.1 Artunterschiede auf reinem Boden
4.1.1.2 Artunterschiede auf Boden mit Gärrest
4.1.1.3 Artunterschiede auf Boden mit Klärschlamm
4.1.2 Wirkung der Bodenadditiva
4.1.2.1 Wirkung des Gärrestes
4.1.2.2 Wirkung des Klärschlammes
4.2 Einfluss der Mischkultivierung mit L. albus auf die Akkumulation von PTE im Spross von Mischkulturpartnern
4.2.1 Ernährungsstatus von L. albus
4.2.2 Mischkultur mit F. esculentum
4.2.3 Mischkultur mit C. tinctorius
4.3 Ausblick
5 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht das Potential von vier Pflanzenarten (Alyssum murale, Fagopyrum esculentum, Carthamus tinctorius und Lupinus albus) zur Phytoextraktion potentiell toxischer Elemente (PTE) aus Böden. Dabei wird analysiert, wie sich die Akkumulation dieser Elemente durch die Zugabe von Bodenadditiva (Klärschlamm, Gärrest) und die Anbauform (Reinkultur vs. Mischkultur mit L. albus) beeinflussen lässt, um effizientere Sanierungsstrategien für kontaminierte Flächen zu entwickeln.
1.1.1 Potentiell toxische Elemente in Böden
Als grundlegende Voraussetzung für den Erfolg einer Phytoextraktion muss ein PTE überhaupt an die Wurzeloberfläche gelangen, ehe es durch die Pflanzenwurzeln aufgenommen werden kann. Dafür kommen verschiedene Möglichkeiten in Frage. Die größte Bedeutung hat dabei der Massenfluss, das heißt der transpirationsgetriebene Wasserfluss, und/oder die Diffusion durch den Boden in Richtung Wurzel (Marschner 2012, S. 316-317). In beiden Fällen muss das entsprechende Element mobil, das heißt gelöst in der Bodenlösung oder in kolloidaler Form, im Boden vorliegen, um zur Pflanzenwurzel transportiert zu werden. Liegt das entsprechende Element anschließend noch in einer pflanzenverfügbaren chemischen Form vor, kann es durch Wurzelzellen absorbiert werden. Wie viel von einem jeweiligen Element aber tatsächlich in einer mobilen und eventuell noch pflanzenverfügbaren Form im Boden vorliegt, wird durch eine Vielzahl biogeochemischer Prozesse beeinflusst und kann nicht allein durch die Gesamtkonzentration eines entsprechenden Elementes im Boden vorausgesagt werden. So kann ein Großteil eines PTE in einer inerten oder zumindest sehr stabilen Fraktion vorliegen. Beispielsweise können im Boden hohe Konzentrationen potentiell toxischer Elemente natürlicherweise im Gitter von primären Mineralen vorkommen (Oze et al. 2004) oder in Folge von Mineralumbildung und Fällungsprozessen im Gitter von sekundären Mineralen eingebaut sein (Bowell et al. 2014). Ionen dieser Fraktion werden nur langfristig durch Verwitterung in die Bodenlösung freigesetzt. Im Rahmen einer Vegetationsperiode bleiben sie allerdings nahezu vollkommen immobil und für Pflanzen unverfügbar (Adriano et al. 2004). Ein tiefergehendes Verständnis biogeochemischer Prozesse im Boden ist daher zur Abschätzung der Mobilität, Bioverfügbarkeit und folglich dem Umweltrisiko und Potential zur Phytoextraktion eines PTE im Boden von Nöten.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Umweltkontamination durch potentiell toxische Elemente (PTE) ein und erläutert die Grundlagen der Phytoremediation sowie die Relevanz der untersuchten Bodenadditiva und Pflanzenarten.
2 Material und Methoden: Dieses Kapitel beschreibt detailliert den Versuchsaufbau, die verwendeten Substrate und Pflanzen sowie die angewandten chemischen Analysen zur Bestimmung von Nährstoffgehalten und Elementkonzentrationen.
3 Ergebnisse: Dieser Hauptteil präsentiert die gewonnenen Daten zur PTE-Akkumulation in den verschiedenen Pflanzenspezies in Abhängigkeit der Bodenadditiva und untersucht den Einfluss der Mischkultivierung mit L. albus.
4 Diskussion: Hier werden die Ergebnisse kritisch interpretiert, in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet und die Forschungsfragen beantwortet, wobei auch Ansätze für zukünftige Untersuchungen aufgezeigt werden.
5 Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit kurz und prägnant zusammen.
Phytoextraktion, PTE, Bodenadditiva, Klärschlamm, Gärrest, Alyssum murale, Lupinus albus, Carthamus tinctorius, Fagopyrum esculentum, Schwermetallbelastung, Bioverfügbarkeit, Rhizosphäre, Nährstoffaufnahme, Biomasseproduktion.
Die Arbeit untersucht, wie die Aufnahme und Anreicherung potentiell toxischer Elemente (PTE) in verschiedenen Kultur- und Wildpflanzen durch organische Bodenadditiva und spezielle Anbausysteme gesteigert werden kann, um belastete Standorte effizienter zu sanieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Phytoremediation, der Bodenkunde (speziell Nährstoffverfügbarkeit und Metallmobilität), der Pflanzenernährung und dem gezielten Einsatz von Mischkulturen zur Ertrags- und Extraktionssteigerung.
Die Arbeit fragt, ob durch den Einsatz von Klärschlamm und Gärrest als Dünger sowie durch eine Mischkultivierung mit der Lupinenart L. albus die Effizienz der PTE-Extraktion aus belasteten Böden signifikant verbessert werden kann.
Es wurde ein kontrollierter Gewächshausversuch durchgeführt, in dem Pflanzen unter verschiedenen Substratbedingungen (Boden, Klärschlamm-Gemisch, Gärrest-Gemisch) und Anbauformen (Einzel- vs. Mischkultur) kultiviert wurden, gefolgt von umfangreichen chemischen Analysen der Sprossbiomasse mittels ICP-MS.
Der Hauptteil analysiert die Akkumulationsunterschiede zwischen den Pflanzenarten auf den verschiedenen Substraten und den spezifischen Einfluss der Mischkultivierung auf die Elementgehalte und das Pflanzenwachstum.
Zu den Kernbegriffen gehören Phytoextraktion, PTE, Bodenadditiva, Klärschlamm, Gärrest, spezifische Arten wie Alyssum murale und Lupinus albus sowie die Bioverfügbarkeit von Schwermetallen.
L. albus ist bekannt für ihre Fähigkeit zur Rhizosphärenmanipulation, etwa durch die Exsudation von organischen Säuren, welche PTE im Boden mobilisieren und so potenziell auch für andere Pflanzen verfügbar machen können.
Die Studie zeigt, dass der Gärrest aufgrund seines hohen Feinporenanteils und der daraus resultierenden dichten Struktur das Wurzelwachstum einiger Arten negativ beeinträchtigte, was den eigentlich positiven Düngeeffekt maskierte.
Der Autor schließt, dass der kombinierte Einsatz von Klärschlamm und L. albus zwar prinzipiell möglich ist, aber auf Feldniveau weiter optimiert werden muss, wobei die Bestandesdichte und der Zeitpunkt der Düngung entscheidende Faktoren für den Sanierungserfolg sind.
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