Diplomarbeit, 2008
106 Seiten, Note: 2,3
0. Einleitung
1. Begriffsbestimmung
1.1 Der Begriff Behinderung
1.1.1 Die medizinische Sichtweise
1.1.2 Die soziale Sichtweise
1.2 Verknüpfung der dargestellten Sichtweisen
1.3 Zum Verständnis de Begriffs geistige Behinderung
2. Selbstbestimmung kontra Fremdbestimmung
2.1 Was ist Fremdbestimmung?
2.2 Was ist Selbstbestimmung?
2.2.1 Recht auf Selbstbestimmung
2.3 Selbstbestimmung bei Menschen mit Lernschwierigkeiten
2.3.1 Bedeutung der Selbstbestimmung
2.4 Bedingungen der Selbstbestimmung
2.4.1 Selbstständigkeit im Kontext der Selbstbestimmung
3. Die Idee der Persönlichen Zukunftsplanung
3.1 Geschichtlicher Ursprung
3.2 Was ist die Persönliche Zukunftsplanung
3.3 Zugrunde liegendes Menschenbild
3.4 Kernelemente der Persönlichen Zukunftsplanung
3.5 Grundgedanken zur praktischen Umsetzung
3.6 An der Planung beteiligte Personen - Unterstützerkreise
3.6.1 Zusammensetzung des Unterstützerkreises
3.7 Roller der professionellen Helfer
3.8 Methoden der Persönlichen Zukunftsplanung
4. Wohnen für Menschen mit Lernschwierigkeiten - Rückblick und Gegenwart
4.1 Zum Begriff des Wohnens
4.1.1 Bedeutung des Wohnens
4.2 Wohnformen
4.2.1 Wohnheime
4.2.2 Betreutes Wohnen
4.2.3 Wohnen in der eigenen Wohnung
4.3 Der Einfluss der Wohnform auf die Selbstbestimmung
5. Vergleich traditioneller Hilfeplanung und Persönlicher Zukunftsplanung im Bereich Wohnen
5.1 Komponenten der traditionellen Hilfeplanung
5.1.1 Auswirkungen auf die Selbstbestimmung
5.2 Komponenten der Persönlichen Zukunftsplanung
5.2.1 Auswirkungen auf die Selbstbestimmung
5.3 Fazit
6. Veränderungen in der Behindertenhilfe
6.1 Rechtliche Veränderungen
6.1.1 Das Persönliche Budget
6.2 Veränderungen in der Rolle der professionellen Helfer
6.2.1 Vom Betreuer zum Begleiter
6.3 Zusammenfassung
7. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die "Persönliche Zukunftsplanung" als methodischer Ansatz Menschen mit Lernschwierigkeiten im Lebensbereich Wohnen zu mehr Selbstbestimmung verhelfen kann. Dabei werden traditionelle Hilfeplanungsmodelle der Persönlichen Zukunftsplanung gegenübergestellt und aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen wie das Persönliche Budget analysiert.
3.6 An der Planung beteiligte Personen - Unterstützerkreise
Unterstützerkreise sind ein wesentliches Grundelement der Persönlichen Zukunftsplanung, denn der Ansatz sieht vor, dass die planende Person nicht alles allein bewältigen muss. Es geht darum Wege gemeinsam zu gehen und so die Selbstbestimmung der planenden Person zu fördern. Denn selbstbestimmt handeln heißt im Kontext der Persönlichen Zukunftsplanung, dass vorhandene soziale Netzwerke an der Planungs- und Realisierungsarbeit beteiligt und darüber hinaus gefestigt und ausgebaut werden. Der Weitblick liegt dabei auf der Stärkung des Einzelnen im Bezug auf seinen Einfluss und seine Chancen. Wenn bisher keine sozialen Netzwerke vorhanden sind, so ist es erforderlich, dass innerhalb des Planungsprozesses ein derartiges Netzwerk geschaffen und gefestigt wird.
Der Unterstützerkreis hilft der planenden Person bei der Entwicklung von eigenen Ideen und bei der Umsetzung der geplanten Visionen. Jede Person innerhalb dieses Kreises bringt nicht nur seine Ideen mit ein, sondern auch persönlichen und formelle Kontakte, die innerhalb des Planungsprozesses von großer Bedeutung sein können. So entsteht ein gemeinsamer Planungsprozess, an dem alle Personen gleichermaßen beteiligt sind, und der letztlich zur Umsetzung des Plans führt. Bei der Auswahl eines derartigen Unterstützerkreises sind zwei Aspekte von großer Bedeutung. Zum einen spielt die Vielfalt der Personen eine entscheidende Rolle, daher sollten sich in einem Unterstützerkreis immer Menschen befinden, die in unterschiedlicher Beziehung zu der planenden Person stehen. Die Gruppe soll sich möglichst gut ergänzen können, deshalb ist es wichtig, dass verschiedene Menschen verschiedene Sichtweisen auf Sachverhalte haben. Nur so können möglichst unterschiedliche und reichhaltige Perspektiven entwickelt werden. Ein weiterer und vielleicht noch entscheidender Aspekt ist, dass alle Personen innerhalb des Unterstützerkreises ein Interesse an der planenden Person haben müssen. Genauer betrachtet sogar nicht nur an der Person, sondern insbesondere an deren Träumen, Vorstellung, Hoffnungen und Wünschen, denn diese gilt es herauszufinden und zu realisieren.
0. Einleitung: Die Arbeit erläutert die Relevanz der Persönlichen Zukunftsplanung zur Förderung der Selbstbestimmung von Menschen mit Lernschwierigkeiten im Wohnbereich.
1. Begriffsbestimmung: Es erfolgt eine Definition von Behinderung unter Einbeziehung medizinischer und sozialer Sichtweisen sowie eine Erläuterung des Begriffs "Lernschwierigkeiten".
2. Selbstbestimmung kontra Fremdbestimmung: Das Kapitel grenzt diese Begriffe voneinander ab und beleuchtet das Recht auf Selbstbestimmung sowie die Problematik von Bevormundung durch Institutionen.
3. Die Idee der Persönlichen Zukunftsplanung: Hier wird der Ursprung, das Menschenbild und die praktische methodische Umsetzung der Zukunftsplanung detailliert dargestellt.
4. Wohnen für Menschen mit Lernschwierigkeiten - Rückblick und Gegenwart: Es werden Wohnformen, deren historischer Kontext sowie der Einfluss der Wohnsituation auf das Selbstbestimmungsempfinden thematisiert.
5. Vergleich traditioneller Hilfeplanung und Persönlicher Zukunftsplanung im Bereich Wohnen: Die Arbeit stellt die defizitorientierte klassische Hilfeplanung der ressourcenorientierten Persönlichen Zukunftsplanung gegenüber.
6. Veränderungen in der Behindertenhilfe: Das Kapitel diskutiert rechtliche Entwicklungen wie das Persönliche Budget und den Wandel der professionellen Helferrolle hin zur Begleitung.
7. Resümee: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines fähigkeitsorientierten Menschenbildes in der Behindertenhilfe.
Persönliche Zukunftsplanung, Selbstbestimmung, Behindertenhilfe, Lernschwierigkeiten, Fremdbestimmung, Unterstützerkreis, Wohnformen, Hilfeplanung, Persönliches Budget, Persönliche Assistenz, Lebensqualität, Inklusion, Normalisierungsprinzip, Empowerment, Teilhabe
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Wirksamkeit der "Persönlichen Zukunftsplanung" als Methode, um Menschen mit Lernschwierigkeiten im Bereich des Wohnens mehr Selbstbestimmung zu ermöglichen.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung zwischen Fremd- und Selbstbestimmung, die Analyse traditioneller Hilfeplanungsmodelle und die Chancen, die moderne Ansätze wie das Persönliche Budget bieten.
Das Ziel ist es zu untersuchen, ob durch die Methode der Persönlichen Zukunftsplanung eine individuellere und selbstbestimmtere Wohnraumgestaltung erreicht werden kann, als dies durch standardisierte Hilfsangebote möglich ist.
Die Arbeit basiert auf einer intensiven Literaturrecherche sowie der vergleichenden Analyse von Planungsmodellen (klassische Hilfeplanung vs. Persönliche Zukunftsplanung) im Kontext aktueller behindertenpädagogischer Theorien.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Selbstbestimmung, stellt die Kernelemente der Persönlichen Zukunftsplanung vor und führt einen direkten Vergleich zwischen traditionellen institutionellen Hilfeplanungen und modernen, personenzentrierten Ansätzen durch.
Zu den prägenden Begriffen gehören Selbstbestimmung, Persönliche Zukunftsplanung, Inklusion, Empowerment und die rechtliche Komponente des Persönlichen Budgets.
Die Arbeit betont, dass das traditionelle Betreuermodell oft ein Machtgefälle und Bevormundung erzeugt, während das moderne Begleitermodell auf Augenhöhe stattfindet und die betroffene Person als Experten in eigener Sache ernst nimmt.
Sie dienen als Netzwerk zur Stärkung der planenden Person, indem sie bei der Entwicklung von Visionen helfen, persönliche Ressourcen bündeln und sicherstellen, dass die Entscheidungshoheit bei der Person mit Behinderung bleibt.
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