Bachelorarbeit, 2022
58 Seiten, Note: 12
1 Einleitung
2 Darstellung der Forschungsliteratur
2.1 1945–1969
2.2 1970–1989
2.3 1990–2021
3 Diskussion
4 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht den Wandel in der Forschungsliteratur über Gaius Julius Caesar im Zeitraum von 1945 bis 2021. Das primäre Ziel ist es, die Entwicklung der wissenschaftlichen Betrachtungsweisen aufzuzeigen, insbesondere den Übergang von der "Älteren Caesar-Forschung" (40er bis 60er Jahre) zur "Neueren Caesar-Forschung" (90er Jahre bis heute), sowie zentrale Trends und Forschungsfragen zu identifizieren.
1 Einleitung
In der vorliegenden Arbeit werde ich mich mit der Forschungsliteratur über Gaius Julius Caesar (von jetzt an nur noch als Caesar bezeichnet) auseinandersetzen. Hierbei steht die Forschungsliteratur von 1945 bis heute zur Untersuchung. Es ist hierbei nicht mein Ziel, jeden Text über Caesar kurz zusammenzufassen. Vielmehr wird es das Ziel dieser Bachelorarbeit sein, herauszufinden, wie sich die Caesar-Forschung gewandelt hat und welche Trends in der Neueren Caesar-Forschung zu beobachten sind.
Zu Caesar hat sich über die Jahre eine gewaltige Menge an Forschungsliteratur angesammelt. Dies macht es unmöglich, jeden Text über Caesar zu lesen. Auch der vorgegebene Rahmen dieser Bachelorarbeit schränkt die Intensität der Auseinandersetzung mit einzelnen Werken, sowie die Anzahl an Werken, die in die Arbeit mit einfließen können, ein. Hierbei soll die Balance von Qualität und Quantität gehalten werden. Die Position einzelner Forscher wird deshalb so kurz wie möglich und so lang wie nötig dargestellt. Es sollen dementsprechend keine Reviews der einzelnen Texte geschrieben und aneinandergereiht werden. Vielmehr werde ich selektiv und beispielhaft vorgehen.
An dieser Stelle sei noch kurz definiert, wie ich die Begriffe Ältere und Neuere Caesar Forschung verwende. Schließlich gibt es kein offizielles Jahr, in dem auf einen Schlag aus Älterer Caesar-Forschung die Neuere Caesar-Forschung wurde. Genau wie Geschichtswissenschaftler im Nachhinein künstlich Epochen voneinander abgrenzen (z.B. in Mittelalter und Frühe Neuzeit), ist auch die Einteilung in Neuere und Ältere Caesar-Forschung ein Konstrukt. Dennoch ist es für die vorliegende Arbeit von Vorteil, wenn mit den Begriffen klare Zeitrahmen verbunden sind. Deshalb sei an dieser Stelle definiert: Mit „Ältere Caesar-Forschung“ meine ich die Texte aus den 40ern, 50ern und 60ern; mit „Neuere Caesar-Forschung“ die Texte aus den 90ern, 2000ern und 2010ern.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik, Definition des Untersuchungszeitraums und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise bei der Literaturanalyse.
2 Darstellung der Forschungsliteratur: Chronologische Analyse der Forschungsbeiträge zu Caesar, unterteilt in die Perioden 1945–1969, 1970–1989 sowie 1990–2021.
3 Diskussion: Synthese der Forschungstrends, Vergleich der methodischen Ansätze und Reflexion über die Entwicklung der Caesar-Rezeption über die Jahrzehnte hinweg.
4 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der zentralen Erkenntnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten im Bereich der Caesar-Rezeption.
Gaius Julius Caesar, Forschungsliteratur, Bellum Gallicum, Bellum civile, Ältere Caesar-Forschung, Neuere Caesar-Forschung, Propaganda, Narrativ, Leserlenkung, Feldherr, Geschichtsschreibung, Antike, Historischer Determinismus, Caesar-Rezeption.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Literatur über Gaius Julius Caesar und wie sich die Bewertung seiner Person und seiner Werke zwischen 1945 und 2021 verändert hat.
Im Zentrum stehen die Interpretation der Commentarii (Bellum Gallicum und Bellum civile), die Frage nach der Glaubwürdigkeit Caesars, die Wahrnehmung als Politiker versus Feldherr sowie der Wandel von einer rein historischen oder propagandistischen Lesart zu einer literaturwissenschaftlich geprägten Analyse.
Das Ziel ist es, Trends und Entwicklungen in der Caesar-Forschung aufzuzeigen und insbesondere zu verdeutlichen, wie die Einordnung von Caesars Texten (Propaganda vs. narrative Technik) über die Jahrzehnte gewandelt ist.
Die Arbeit basiert auf einer breit angelegten Literaturanalyse (162 gelesene Texte), bei der die Positionen einzelner Forscher chronologisch und thematisch erfasst, verglichen und in einen Gesamtzusammenhang gestellt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in drei chronologische Phasen (1945–1969, 1970–1989, 1990–2021), in denen die spezifischen Argumentationslinien und Forschungsschwerpunkte der jeweiligen Fachautoren dargestellt werden.
Neben dem zentralen Akteur Gaius Julius Caesar sind Begriffe wie "Propaganda", "Narrativ", "Leserlenkung", "Ältere Caesar-Forschung" und "Neuere Caesar-Forschung" prägend für das Verständnis der Arbeit.
Sie dient als Konstrukt, um den Wandel in der wissenschaftlichen Herangehensweise – insbesondere den Übergang von Fragen nach der "Wahrheit" hin zu Fragen nach der "Erzähltechnik" – strukturiert darzustellen.
Sie stellt den Dreh- und Angelpunkt dar, an dem sich die Forschungskultur gewandelt hat: Während man früher oft über "Lüge oder Wahrheit" diskutierte, analysiert man heute eher die subtilen narrativen Mittel, mit denen Caesar seine Leser beeinflusst.
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