Bachelorarbeit, 2021
40 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Fußball auf dem Weg zur Professionalisierung durch das Bosman-Urteil
3 Grundlagen-Theorien für diese Arbeit
3.1 Theorie nach Giulianotti und Robertson
3.2 Theorie nach Gmünder und Zeyringer
4 Zwischenfazit
5 Das magische Dreieck der Fußballwelt
6 Was bedeutet Sportswashing?
6.1 Wie wird die Strategie umgesetzt?
7 Maßnahmen zur Verhinderung von Sportswashing
7.1 Financial Fairplay
7.1.1 Kritik am FFP
7.2 Vermarktungsrechte
7.2.1 Trikot-Sponsoring
7.2.2 Grenzen der Werbemaßnahmen
8 Empirische Arbeit: Unterstützt der Fußball Sportswashing? Untersuchung an Katar
8.1 Die richtigen Worte
8.2 Qatar-Vision 2030
8.3 Katars Einfluss über Fernsehrechte
8.4 Prüfung der Zulässigkeit der Unterstellung nach Norbert Elias Zivilisationstheorie
9 Fazit
10 Ausblick
Die Arbeit analysiert die zunehmende Kommerzialisierung des europäischen Fußballs und untersucht, inwieweit diese Entwicklung strategisches "Sportswashing" durch staatliche Akteure begünstigt. Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob der heutige Profifußball, geprägt durch transnationale Konzerne und neoliberale Strukturen, gezielt als Instrument zur politischen Imagepflege missbraucht wird.
3 Grundlagen-Theorien für diese Arbeit
Seit den 1970-er Jahren erlebt der Fußball einen Wandel vom lokalen Sport hin zum globalen Phänomen. Die Fußball-Weltmeisterschaft ist regelmäßig das meist gesehene TV-Sportevent, weltweit. In den Jahren von 2008 bis 2015 waren Fußballspiele immer die meistgesehenen Fernsehbeiträge der jeweiligen Jahre im deutschen Fernsehen. (Vgl. Wiske 2017, S. 95 f.)
Im Folgenden wird die Globalisierung des Fußballs mit einer theoretischen Begründung und Einordnung der Akteure untermauert. Hierfür wird ein Aufsatz der Soziologen Giulianotti und Robertson herangezogen, der sich genau mit diesem Thema auseinandersetzt. In Mapping the global football field teilen die Autoren die Fußballwelt in vier Felder ein und trennen dabei die Aspekte in lokale und globale Bereiche. Die aus der Symbiose dieser räumlichen Sphären entstehende Glokalisierung ist für die spätere Betrachtung des Phänomens Sportswashing wichtig, weil die Marketingstrategie genau darauf abzielt, über lokales Engagement (z.B. Katars beim Fußballklub Paris Saint-Germain) eine globale Aufmerksamkeit zu erzeugen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Status des Fußballs als beliebtesten Sport in Deutschland und führt in den historischen Wandel hin zum kommerzialisierten Wirtschaftszweig ein.
2 Fußball auf dem Weg zur Professionalisierung durch das Bosman-Urteil: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Veränderungen nach 1995, die den Spielermarkt liberalisierten und den Grundstein für die heutige finanzielle Transformation legten.
3 Grundlagen-Theorien für diese Arbeit: Hier werden die theoretischen Modelle von Giulianotti und Robertson sowie von Gmünder und Zeyringer vorgestellt, um die soziologischen und ökonomischen Triebkräfte des Fußballs zu deuten.
4 Zwischenfazit: Das Zwischenfazit synthetisiert die theoretischen Ansätze und bereitet die Brücke zur praxisorientierten Analyse des Sportswashing vor.
5 Das magische Dreieck der Fußballwelt: Eine Analyse der zentralen Akteure FIFA, UEFA und ECA, deren Machtverhältnisse und Strukturen die Grundlagen für Sponsoring und Kommerzialisierung bilden.
6 Was bedeutet Sportswashing?: Dieses Kapitel liefert eine definitorische Einordnung des Begriffs Sportswashing und analysiert die zugrunde liegende Strategie der medialen Imagepflege.
7 Maßnahmen zur Verhinderung von Sportswashing: Untersuchung der regulatorischen Instrumente wie das Financial Fairplay und die Vermarktungsrechte im Kontext ihrer Wirksamkeit gegen Sportswashing.
8 Empirische Arbeit: Unterstützt der Fußball Sportswashing? Untersuchung an Katar: Die empirische Kernanalyse prüft am Beispiel Katars die tatsächliche Anwendung der Sportswashing-Strategie und deren gesellschaftspolitische Implikationen.
9 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bewertet die Rolle der Verbände und Fans im Umgang mit den aufgezeigten Problematiken.
10 Ausblick: Der Ausblick diskutiert die zukünftigen Entwicklungstendenzen und stellt die Frage, ob eine Trendwende in der neoliberalen Ausrichtung des Fußballs realistisch ist.
Fußball, Sportswashing, Kommerzialisierung, Globalisierung, Katar, FIFA, UEFA, Financial Fairplay, Bosman-Urteil, Sponsoring, Neoliberalismus, Glokalisierung, Sportökonomie, Propaganda, Weltmeisterschaft
Die Arbeit untersucht die fortschreitende Kommerzialisierung des europäischen Spitzenfußballs und die Frage, inwieweit staatliche Akteure den Sport nutzen, um durch strategisches Sportswashing ihr politisches Image zu verbessern.
Die zentralen Themen sind der ökonomische Wandel des Fußballs seit dem Bosman-Urteil, soziologische Theorien zur Globalisierung des Sports sowie die kritische Analyse von Sponsoring-Praktiken durch autoritäre Staaten wie Katar.
Das Hauptziel ist die Analyse, ob der moderne Profifußball bewusst oder unbewusst als Plattform für Sportswashing fungiert und welche strukturellen Probleme in den Organisationen wie FIFA und UEFA dies ermöglichen.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Fundierung durch soziologische Fachliteratur und einer quantitativen empirischen Untersuchung der Sponsoring-Strukturen bei europäischen Spitzenvereinen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, eine Vorstellung der Machtkonstellationen im Fußball, eine Definition von Sportswashing, die Analyse bestehender Kontrollmechanismen und eine Fallstudie zu Katar.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Sportswashing, Kommerzialisierung, Globalisierung, Katar und Finanzregulierungen (Financial Fairplay) definiert.
Der Autor argumentiert, dass die UEFA durch ihre derzeitigen Strukturen und die Abhängigkeit von hohen TV-Einnahmen sowie großen Investoren in einer schwachen Position gegenüber staatlichen Geldgebern agiert und somit Sportswashing eher begünstigt als verhindert.
Die Theorie dient als Maßstab, um zu prüfen, ob die "Versportlichung" eines Landes wie Katar tatsächlich mit einer demokratischen Zivilisierung einhergeht, was der Autor angesichts autoritärer Regierungsformen kritisch hinterfragt.
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