Diplomarbeit, 2008
97 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Contracting im Energiemarkt: Allgemeiner Überblick
2.1 Definitionen
2.2 Varianten des Energie-Contracting
2.2.1 Energieliefer-Contracting
2.2.2 Einspar-Contracting
2.2.3 Technisches-Anlagenmanagement (Betreiber-Contracting)
2.2.4 Finanzierungs-Contracting
2.2.5 Sonstige Contracting-Varianten
2.3 Ablauf von Contracting-Projekten
2.4 Contracting-Anbieter (Contractoren)
2.5 Kundengruppen
3. Prinzipal-Agenten-Theorie: Grundlagen und Anwendung
3.1 Informationsasymmetrien
3.1.1 Hidden characteristics und das Problem der adversen Selektion
3.1.2 Hidden Action und Hidden Information
3.1.3 Hidden Intention
3.2 Lösungsansätze zur Reduzierung der Prinzipal-Agenten-Problematik
3.2.1 Signaling
3.2.2 Screening
3.2.3 Anreizsysteme
3.2.4 Kontroll- und Informationssysteme
3.2.5 Autoritätssysteme
3.3 Kritische Betrachtung
4. Studie: Lösungsansätze zur Reduzierung von Prinzipal-Agenten-Problemen im Energie-Contracting
4.1 Zielsetzung der Erhebung
4.2 Methodisches Vorgehen
4.3 Fragenkatalog
4.4 Befragte Unternehmen
4.5 Ablauf der Befragung
4.6 Analyse
4.6.1 Signaling
4.6.2 Screening
4.6.3 Anreizsysteme
4.6.4 Kontroll –und Informationssysteme
4.6.5 Autoritätssysteme
5. Schlussbetrachtung
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Offene Forschungsfragen
Die Arbeit untersucht die Geschäftsbeziehung zwischen Contractor und Contracting-Nehmer unter Anwendung der Prinzipal-Agenten-Theorie. Ziel ist es, durch eine empirische Studie Mechanismen zu identifizieren, die Informationsasymmetrien reduzieren, Unsicherheiten abbauen und die Zusammenarbeit in Energie-Contracting-Projekten nachhaltig verbessern.
1. Einleitung
Im Vorfeld der Realisierung eines energietechnischen Projekts steht der potenzielle Contracting-Nehmer vor einer typischen make-or-buy Entscheidung. Soll er das Projekt aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln realisieren, oder legt er das Projekt in die fremden Hände eines Contractors. Bei der Entscheidung für eine Durchführung mit Hilfe eines Contractors ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken für den Contracting-Nehmer. Argumente gegen Contracting beruhen häufig auf der Tatsache, dass die Informationen, die zwischen Contractor und Contracting-Nehmer kommuniziert werden, asymmetrisch verteilt sind, d. h. der Contractor ist i. d. R. besser informiert als der Contracting-Nehmer, und könnte bei opportunistischem Verhalten einen Vorteil aus diesem Tatbestand ziehen. Folgende Aussagen von potenziellenn Contracting-Nehmern zeigen, wie sich diese Ängste in der Praxis äußern.
„Das externe Contracting-Unternehmen will nur Geld verdienen.“ oder „Der Contractor baut nur billige Technik ein.“
Die Prinzipal-Agenten-Theorie ist ein wirtschaftwissenschaftliches Konzept, welches Auftragsbeziehungen mit asymmetrisch verteilten Informationen untersucht und Handlungsempfehlungen gibt, um die dabei entstehende Unsicherheit zu reduzieren. Oder allgemeiner:
„Ziel der Agency-Theorie ist die Analyse und optimale Gestaltung vertraglicher Regelungen in Kooperationen, die durch eine Auftragsbeziehung zwischen Individuen, bzw. Gruppen von Individuen, die sich durch eigennütziges Verhalten auszeichnen, charakterisiert sind.“
In dieser Arbeit wird die Prinzipal-Agenten-Theorie auf die (Auftrags-) Beziehung zwischen Contractor und Contracting-Nehmer angewendet. Der Autor leitet konkrete Mechanismen zur Reduzierung von Informationsasymmetrien (oder allgemeiner zur Reduzierung der Prinzipal-Agenten Problematik) zwischen Contractor und Contracting-Nehmer ab und untersucht in einer empirischen Studie, in welcher Weise diese in der alltäglichen Praxis implementiert sind, bzw. in welchem Maße Verbesserungspotenziale ausgeschöpft werden können.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, skizziert die Problematik asymmetrischer Informationen zwischen Contractor und Kunde und definiert das Ziel der Arbeit, diese durch die Prinzipal-Agenten-Theorie zu analysieren.
2. Contracting im Energiemarkt: Allgemeiner Überblick: Hier werden grundlegende Definitionen, die wichtigsten Contracting-Varianten, der typische Projektablauf, die Anbieterstruktur und relevante Zielgruppen im Contracting-Markt dargestellt.
3. Prinzipal-Agenten-Theorie: Grundlagen und Anwendung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Prinzipal-Agenten-Beziehung, klassifiziert Informationsasymmetrien und diskutiert Instrumente wie Signaling und Screening zur Reduzierung der Problematik.
4. Studie: Lösungsansätze zur Reduzierung von Prinzipal-Agenten-Problemen im Energie-Contracting: Die empirische Studie beschreibt das methodische Vorgehen, den Fragenkatalog und die Analyse der Befragungsergebnisse hinsichtlich der Anwendung von Lösungsmechanismen in der Praxis.
5. Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, bewertet die Anwendung der theoretischen Ansätze in der Praxis und nennt offene Forschungsfragen für weiterführende Studien.
Energie-Contracting, Prinzipal-Agenten-Theorie, Informationsasymmetrie, Signaling, Screening, Einspar-Contracting, Energieliefer-Contracting, Moral Hazard, Adverse Selektion, Anreizsysteme, Kontrollsysteme, Autoritätssysteme, Vertragsgestaltung, Marktstudie, Contracting-Anbieter.
Die Diplomarbeit untersucht die Geschäftsbeziehung zwischen Contracting-Anbietern und Kunden im Energiebereich unter Nutzung der ökonomischen Prinzipal-Agenten-Theorie, um bestehende Unsicherheiten und Hemmnisse zu analysieren.
Die Arbeit behandelt die verschiedenen Formen des Energie-Contractings, die theoretischen Ursachen von Informationsasymmetrien in Auftragsverhältnissen und praktische Strategien zu deren Reduzierung.
Das Hauptziel ist die Ableitung eines Maßnahmenpakets, das es Contracting-Anbietern und Kunden ermöglicht, ihre Zusammenarbeit durch gezielte Instrumente optimal und vertrauensvoll zu gestalten.
Es erfolgt eine theoretische Herleitung der Lösungsmechanismen sowie eine empirische Primärerhebung durch eine Online-Befragung unter 121 Contracting-Anbietern.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung der Contracting-Varianten, die theoretische Fundierung der Agency-Theorie und die detaillierte Auswertung der empirischen Daten bezüglich Signaling, Screening und Anreizsteuerung.
Zentrale Begriffe sind Energie-Contracting, Prinzipal-Agenten-Theorie, Informationsasymmetrien, Signaling und Screening, welche den Kern der Analyse bilden.
Informationsasymmetrien führen zu Problemen wie adverser Selektion (vor Vertragsabschluss) und moral hazard (nach Vertragsschluss), da der Contractor meist besser informiert ist als der Kunde und diese Wissenslücke opportunistisch nutzen könnte.
Die Studie zeigt, dass viele Instrumente wie die Dokumentation von Leistungsprofilen und Anlagendaten zwar implementiert sind, jedoch bei tiefergehenden Mechanismen wie Einspargarantien oder der Einbindung externer Berater noch erhebliches Verbesserungspotenzial besteht.
Die Untersuchung verdeutlicht, dass diese in der Praxis sehr verbreitet sind, jedoch unter bestimmten Marktbedingungen wie tendenziell steigenden Preisen zu Lasten des Kunden gehen können.
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