Bachelorarbeit, 2008
79 Seiten, Note: 3
1. Einleitung
2. Werte im Wandel
2.1. Arbeit und Freizeit
2.2. Arbeitslosigkeit
2.3. Arbeitszeit und Produktivitätsentwicklung
2.4. Wohlstand und Armut
3. Bedingungsloses Grundeinkommen
3.1. Grundidee und historische Entwicklung
3.2. Modelle
3.2.1. Negative Einkommensteuer
3.2.2. Solidarisches Bürgergeld
3.2.3. BAG Grundeinkommen
3.2.4. Modell nach Götz Werner
3.2.5. Liberales Bürgergeld
3.2.6. Das Grüne Grundeinkommen
3.3. Vertreter und Standpunkte
4. Finanzierbarkeit des BGE
4.1. Auskömmliche Höhe eines BGE
4.2. Finanzierbarkeit eines BGE
5. Chancen und Risiken
5.1. Persönliche Chancen und Risiken
5.2. Gesellschaftliche Chancen und Risiken
6. Anreizwirkung auf Erwerbstätigkeit trotz Grundeinkommen
7. Alternativen zum BGE
8. Fazit
Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) kritisch zu beleuchten, verschiedene Modelle zu analysieren und deren ökonomische sowie soziale Vor- und Nachteile sowie Chancen und Risiken zu bewerten. Dabei soll untersucht werden, ob eine Finanzierung möglich ist und wie eine solche Maßnahme die Erwerbsgesellschaft verändern würde.
2.1. Arbeit und Freizeit
Seit Entstehung der menschlichen Zivilisation, haben sich die sozialen und wirtschaftlichen Beziehungen, der technologische Entwicklungsstand, sowie die Formen des Zusammenlebens permanent fortentwickelt. Damit ging eine dramatische Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse einher.
Auch Werte und Begriffsdefinitionen unterliegen einem beständigen Wandel, so zum Beispiel das Verständnis von Arbeit und seiner gesellschaftlichen Stellung gegenüber Muse und Freizeit. Das Wort Arbeit entstammt dem indogermanischen Wortstamm „orbho“ und heißt so viel wie "verwaist" oder "zu schwerer körperlicher Tätigkeit verdingt" und deutet auf eine Mühsal oder Qual hin. Weitere Herleitungen, wie „labor“ (lateinisch), „tripalare“ (spätlateinisch) = quälen, „rabu“ (slawisch) = Fronarbeit besetzen alle den Begriff der Arbeit mit einem negativen Vorzeichen. Daneben kann unter Arbeit (work, opera) auch etwas Positives wie Werk, Leistung oder Schöpfungsergebnis verstanden werden.
Heute ist die offizielle Definition des Begriffes Arbeit „ … bewusstes, zielgerichtetes Handeln des Menschen zum Zweck der Existenzsicherung wie der Befriedigung von Einzelbedürfnissen; zugleich wesentl. Moment der Daseinserfüllung.“
1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über den wirtschaftlichen Wandel und die steigende Prekarisierung, die das Konzept des BGE als Diskussionsgegenstand relevant machen.
2. Werte im Wandel: Das Kapitel beleuchtet die geschichtliche Entwicklung des Arbeitsbegriffs und analysiert den Zusammenhang zwischen Produktivität, Arbeitslosigkeit und dem gesellschaftlichen Wohlstand.
3. Bedingungsloses Grundeinkommen: Es werden die historische Grundidee, verschiedene Modelle (z.B. Negative Einkommensteuer, Althaus-Modell, Götz Werner) und die unterschiedlichen Standpunkte politischer Akteure dargestellt.
4. Finanzierbarkeit des BGE: Der Autor untersucht die notwendige Höhe für ein auskömmliches BGE und prüft anhand der aktuellen Sozialausgaben und zusätzlicher Finanzierungsmöglichkeiten die Umsetzbarkeit.
5. Chancen und Risiken: Dieses Kapitel analysiert die Auswirkungen eines BGE sowohl auf die individuelle Freiheit und Lebensgestaltung als auch auf die gesellschaftliche Gesamtstruktur.
6. Anreizwirkung auf Erwerbstätigkeit trotz Grundeinkommen: Es wird die zentrale Frage diskutiert, ob ein BGE zu einem massiven Rückzug aus dem Erwerbsleben führt oder neue Potenziale freisetzen kann.
7. Alternativen zum BGE: Der Autor vergleicht das BGE mit anderen Ansätzen wie Mindestlohn und Arbeitszeitverkürzung als Lösungsstrategien für soziale Probleme.
8. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, die betont, dass ein BGE zwar eine Basis bieten kann, aber ein breiter gesellschaftlicher Konsens für die Implementierung fehlt.
Bedingungsloses Grundeinkommen, BGE, Erwerbsarbeit, Finanzierbarkeit, Sozialstaat, Arbeitslosigkeit, Produktivität, Werte im Wandel, Existenzsicherung, negative Einkommensteuer, Solidarisches Bürgergeld, Arbeitsmarkt, Wohlstand, Armut, gesellschaftliche Teilhabe.
Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens, dessen theoretischer Herleitung sowie der praktischen und finanziellen Umsetzbarkeit im Kontext der aktuellen wirtschaftlichen Lage Deutschlands.
Im Zentrum stehen der Wandel des Arbeitsbegriffs, die verschiedenen Modelle des BGE, die Analyse der Finanzierung und die Chancen sowie Risiken einer solchen Einführung für Individuum und Gesellschaft.
Ziel ist es, die Vor- und Nachteile sowie die Realisierbarkeit verschiedener BGE-Ansätze objektiv zu untersuchen und zu prüfen, ob sie eine bessere Lösung für aktuelle soziale Probleme darstellen als bisherige Konzepte.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Untersuchung statistischer Daten zum deutschen Arbeitsmarkt und einer wertenden Gegenüberstellung verschiedener politischer und ökonomischer Reformmodelle.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme zum Wertewandel der Arbeit, die Detailanalyse verschiedener BGE-Konzepte, die Berechnung der Finanzierungslücken und eine umfassende Chancen-Risiko-Abwägung.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Bedingungsloses Grundeinkommen, Finanzierbarkeit, Erwerbsgesellschaft, soziale Teilhabe und die Transformation des Sozialstaates.
Der Autor zeigt auf, dass ein auskömmliches BGE, das die gesellschaftliche Teilhabe sichert, erhebliche Umverteilungsprozesse erfordern würde, deren politische Akzeptanz und gesamtwirtschaftliche Folgen derzeit schwer kalkulierbar sind.
Der Autor ordnet das Modell dem humanistischen Ansatz zu und stellt fest, dass die radikale Umstellung auf eine hohe Umsatzsteuer zwar theoretische Anreize bietet, aber die soziale Verträglichkeit und die Akzeptanz bei Einkommensschwachen kritisch hinterfragt werden muss.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

