Wissenschaftliche Studie, 2008
39 Seiten
1 Einleitung
2 Patienten
2.1 Krankheitsdauer, Alters- und Geschlechterverteilung
2.1.1 Klinische Symptome und Befunde
2.1.1.1 Serologische Befunde
3 Therapie
3.1 Grundlagen der Therapie mit Antiinfektiva
3.1.1 Antiinfektivatherapie
3.1.1.1 Tetrazykline
3.2 Betalaktam-Antiinfektiva
3.2.1 Makrolide
3.2.1.1 Linkosamide
3.3 Nitroimidazole
3.3.1 Lysosomotropika
3.3.1.1 Antimykotika
3.3.1.1.1 Sonstige Antiinfektiva
4 Behandlungsstrategien
4.1 Monotherapie
4.1.1 Kombinationstherapie
5 Behandlungsverlauf
6 Behandlungsergebnisse
8 Diskussion
Anhang 1, Antiinfektiva – Kombinationen
Die vorliegende Arbeit dient der retrospektiven Anwendungsbeobachtung von 90 Patienten einer Internistenpraxis, die trotz leitlinienkonformer Kurzzeit-Antiinfektiva-Therapie weiterhin an einer persistierenden Borreliose mit nachgewiesener Borrelien-DNA litten, um die Wirksamkeit einer langfristigen und an den Symptomen adaptierten Therapie zu untersuchen.
1 Einleitung
Seit der ersten Beschreibung der Lyme-Borreliose als einheitliche Krankheit durch Allen C. Steere et al. [1] im Jahr 1977 wissen wir, dass die Ursache dieser Krankheit eine Infektion ist, die klassische Hautmanifestationen verursachen und den gesamten Organismus befallen kann.
Obwohl mehr als 30 Jahre seit der Entdeckung der Erkrankung vergangen sind, sind die Daten zur Therapie nach D. Hassler [2] spärlich. Trotzdem gibt es Empfehlungen für die Therapie [3]. M.H. Ziska et al. [4] stellten 1996 in einer Umfrage deutliche Diskrepanzen zwischen den geltenden anleitenden Empfehlungen, in denen Behandlungen mit Antiinfektiva über 14 Tage bis 3 Wochen für ausreichend gehalten werden, und den Behandlungsstrategien der Ärzte in der Praxis fest. So gaben 45% der befragten Internisten an, die persistierende Borreliose etwa 3 Monate lang antiinfektiv zu behandeln. 55% der Ärzte behandelten länger als 6 Monate. Es besteht ein Konflikt [5, 6, 7].
Unsere Arbeit ist eine retrospektive Anwendungsbeobachtung über 90 Patienten der Internistenpraxis W.Kl. aus den Jahren 1998 bis 2007. Alle Patienten hatten typische Symptome und Befunde einer Borreliose und den aktuellen Nachweis von Borrelien-DNA. Die Daten wurden von B.-D.H. aus der Praxisdokumentation zusammengetragen. Alle Patienten waren bereits einmal oder mehrmals den geltenden Leitlinien-Empfehlungen entsprechend 14 bis 30 Tage lang antiinfektiv behandelt worden ohne dadurch beschwerdefrei geworden zu sein. Bei 82 Patienten konnten wir die Borrelien-DNA1 mittels PCR-Methode2 durch Hautbiopsie, bei 8 Patienten aus Urin nachweisen. Alle Patienten wurden daraufhin antiinfektiv weiterbehandelt.
1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die Problematik der persistierenden Borreliose und den Konflikt zwischen Leitlinien und Praxis, während sie das Ziel der Anwendungsbeobachtung an 90 Patienten mit DNA-Nachweis definiert.
2 Patienten: Dieses Kapitel stellt die Einschlusskriterien, die Demografie und das klinische Spektrum der untersuchten Patienten dar, einschließlich der signifikanten Rolle von Koinfektionen.
3 Therapie: Es werden die Grundlagen der symptomatischen Behandlung sowie die detaillierten Einsatzgebiete verschiedener Antiinfektiva-Klassen (Tetrazykline, Betalaktame etc.) bei Borreliose erläutert.
4 Behandlungsstrategien: Hier werden unterschiedliche Ansätze wie die Monotherapie und die Kombinationstherapie dargelegt, die individuell an den Krankheitsverlauf angepasst wurden.
5 Behandlungsverlauf: Dieses Kapitel beschreibt das Monitoring der Patienten sowie die erfahrungsgemäßen Symptomverstärkungen zu Beginn und die notwendige Therapiedauer.
6 Behandlungsergebnisse: Zusammenfassung der Therapieerfolge, gemessen an Remissionsraten und der Handhabung von Rezidiven durch die sogenannte Watschentherapie.
8 Diskussion: Wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Endoparasitentheorie, bakteriellen Escape-Mechanismen und der Notwendigkeit, Borreliose-Therapien an den individuellen Verlauf anzupassen.
persistierende Borreliose, chronische Borreliose, Borrelien DNA, PCR, Borrelien-Serologie, Koinfektion, Persister, Immunologie, Langzeittherapie mit Antiinfektiva, Langzeitantibiose, Lyme-Borreliose, Therapie-Rezidiv, klinische Anwendungsbeobachtung, Bakterienformen, Endoparasitentheorie.
Die Arbeit behandelt eine retrospektive Anwendungsbeobachtung an 90 Patienten mit persistierender Borreliose, die nach leitlinienkonformer Kurzzeittherapie weiterhin symptomatisch waren.
Zentrale Themen sind der DNA-Nachweis von Borrelien via PCR, die therapeutische Wirksamkeit verschiedener Antiinfektiva-Kombinationen und der Einfluss von Koinfektionen auf den Krankheitsverlauf.
Ziel ist es aufzuzeigen, dass eine langjährige, an den Krankheitsverlauf und Symptomen adaptierte Therapie bei persistierender Borreliose zu einer deutlichen Symptomverbesserung oder Remission führen kann.
Es handelt sich um eine verblindete, retrospektive Anwendungsbeobachtung, bei der Daten aus einer Internistenpraxis analysiert wurden, basierend auf dem direkten Erregernachweis mittels PCR.
Der Hauptteil befasst sich mit der Therapiegrundlage, dem Einsatz spezifischer Wirkstoffgruppen, der Differenzierung von Behandlungsstrategien und dem Verlauf der Patientenbehandlung sowie der Dokumentation der Ergebnisse.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie persistierende Borreliose, PCR, Koinfektionen, Langzeitantibiose und den Borrelien-DNA-Nachweis charakterisiert.
Die Autoren vermeiden diesen Begriff, da er ihrer Meinung nach in der klinischen Praxis zu oft undifferenziert verwendet wird.
Dabei handelt es sich um eine patientenadaptierte Antiinfektiva-Stoßtherapie, bei der Patienten nach vorangegangener Langzeittherapie bei Rezidiven kurzzeitig (4 bis 7 Tage) ein früher wirksames Antibiotikum einnehmen.
Bei über 40% der Patienten wurden überlagernde Infektionen festgestellt, was die Autoren veranlasste, auf Antiinfektiva-Kombinationen zu setzen, um die Wirkkomponenten theoretisch zu ergänzen.
Sie kritisieren die alleinige Anwendung des Elisa-Tests, da etwa 53% der Patienten mit nachgewiesenem Borrelien-Infekt bei diesem Verfahren unbehandelt bleiben könnten.
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