Bachelorarbeit, 2007
61 Seiten, Note: 1,7
0 Einleitung
1 Theoretischer Hintergrund: Fremdenfeindlichkeit in Deutschland
1.1 Begriffliche Abgrenzungen
1.1.1 Rechtsextremismus
1.1.2 Rassismus
1.1.3 Ausländerfeindlichkeit
1.1.4 Fremdenfeindlichkeit
1.1.5 Fazit: Welcher Begriff soll hier verwendet werden?
1.2 Allgemeine Erkenntnisse zum Problem „Fremdenfeindlichkeit“
1.2.1 Ausmaß von „Fremdenfeindlichkeit“ in Deutschland
1.2.2 „Fremdenfeindlichkeit“ als Problem der Mitte
1.3 Erklärungsansätze für das Phänomen der Fremdenfeindlichkeit
1.3.1 Persönlichkeitsspezifische und andere individuelle psychologische Faktoren als Ursache von Fremdenfeindlichkeit
1.3.2 Nationalbewusstsein als Ausgangspunkt von Fremdenfeindlichkeit
1.3.3 Fremdenfeindlichkeit als Folge gesellschaftlicher Entwicklungen
1.3.4 Interessenskonflikte als Ursache von Fremdenfeindlichkeit
2 Einstellungen gegenüber Ausländern bei Grundschulkindern
3 Methodische Herangehensweise der empirischen Untersuchung
3.1 Die Datenerhebung
3.2 Der Fragebogen
3.2.1 Aufbau des Fragebogens
3.2.2 Indikatoren für fremdenfeindliche Einstellungen
3.2.3 Wer ist mit „Ausländer“ gemeint?
3.2.4 Auswertung des Fragebogens
3.3 Die Untersuchungspopulation und das Untersuchungsfeld
4 Darstellung der Ergebnisse der Befragung
4.1 Ablauf der Befragung
4.2 Gesamtüberblick über die Ergebnisse der Erhebung
4.3 Fremdenfeindliche Einstellungen innerhalb der Klasse
4.4 Betrachtung einzelner Merkmale
4.4.1 Index „Fremdenfeindlichkeit“ und Geschlecht
4.4.2 Index „Fremdenfeindlichkeit“ und Migrationshintergrund
4.4.3 Index „Fremdenfeindlichkeit“ und Beschäftigungssituation der Eltern
4.4.4 Index „Fremdenfeindlichkeit“ und Freundschaften mit Ausländern
5 Schlussgedanken
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Forschungslücke bezüglich der Einstellungen von Grundschulkindern gegenüber ausländischen Mitmenschen zu schließen und zu untersuchen, ob bereits in diesem Alter fremdenfeindliche Tendenzen existieren sowie welche sozio-demographischen Faktoren diese beeinflussen.
1.1 Begriffliche Abgrenzungen
In der Literatur zu den Themen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus besteht eine Vielzahl an verwendeten Begriffen für ein und dasselbe Phänomen. Häufig wird kritisiert, dass dabei die einzelnen Autoren ihre verwendeten Begriffe nicht eindeutig definieren (vgl. u.a. Butterwegge, S. 9-13; Kleinert, S. 12-15). Um in diesem Zusammenhang also ein wenig begriffliche Klarheit für die vorliegende Arbeit zu schaffen, wird im folgenden der Begriff „Fremdenfeindlichkeit“ näher erläutert und begrifflich abgegrenzt von verwandten Begriffen wie „Ausländerfeindlichkeit“, „Rassismus“ und „Rechtsextremismus“, die in der Literatur oftmals synonym verwendet bzw. nicht sauber getrennt werden (vgl. Decker/Brähler, S. 11; Kleinert, S. 82-86 ; Butterwegge, S. 15).
Als „rechtsextrem“ werden Bestrebungen, Personen und Organisationen bezeichnet, die meist unter Androhung bzw. Anwendung von Gewalt „versuchen, demokratische Grundrechte einzuschränken bzw. abzuschaffen, in der Regel sozial benachteiligte, sich aufgrund phänotypischer Merkmale wie Hautfarbe, Körperbau oder Haarbeschaffenheit, der Herkunft, weltanschaulichen, religiösen oder sexuellen Orientierung nach unterscheidbare, von der ‚Standardnorm’ abweichende Minderheiten auszugrenzen, auszuweisen oder – im Extremfall – auszurotten und jene Kräfte zu schwächen bzw. auszuschalten, die sich für deren Integration, das Ziel der gesellschaftlichen Emanzipation und Maßnahmen demokratischer Partizipation einsetzen“ (Butterwegge, S. 27). Rechtsextreme lehnen Prinzipien wie Freiheit und Gleichheit für alle Menschen ab (vgl. Wahl, S. 10). Der Wert eines Menschen wird an die ethnische Zugehörigkeit gebunden (vgl. Kleinert, S. 97-98).
0 Einleitung: Die Einleitung stellt die Motivation dar, das bisher in der Forschung kaum berücksichtigte Grundschulalter hinsichtlich fremdenfeindlicher Tendenzen zu untersuchen.
1 Theoretischer Hintergrund: Fremdenfeindlichkeit in Deutschland: Dieses Kapitel klärt die zentralen Begriffe, beleuchtet das Ausmaß des Phänomens und diskutiert verschiedene wissenschaftliche Erklärungsansätze für Fremdenfeindlichkeit.
2 Einstellungen gegenüber Ausländern bei Grundschulkindern: Hier wird die Relevanz des Themas für Grundschulkinder begründet und die konkrete wissenschaftliche Fragestellung der Arbeit formuliert.
3 Methodische Herangehensweise der empirischen Untersuchung: Das Kapitel beschreibt das quantitative Untersuchungsdesign, die Konzeption des Fragebogens sowie die Zielgruppe und die Durchführung der Befragung.
4 Darstellung der Ergebnisse der Befragung: Dieses Kapitel präsentiert und interpretiert die Ergebnisse der empirischen Studie, differenziert nach verschiedenen Merkmalen wie Geschlecht, Herkunft und sozialem Umfeld.
5 Schlussgedanken: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und leitet daraus pädagogische Konsequenzen für die interkulturelle Arbeit in der Grundschule ab.
Fremdenfeindlichkeit, Grundschulkinder, Rassismus, Rechtsextremismus, Ausländerfeindlichkeit, Empirische Untersuchung, Fragebogen, interkulturelle Erziehung, Vorurteile, Diskriminierung, Migrationshintergrund, Sozialisation, Einstellungen, pädagogische Konsequenzen, kulturelle Vielfalt.
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit den Einstellungen von Kindern im Grundschulalter gegenüber Ausländern und untersucht, ob bereits bei dieser Altersgruppe fremdenfeindliche Tendenzen vorhanden sind.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Hintergründe von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus, die methodische Erhebung empirischer Daten sowie die Analyse von Einflussfaktoren auf kindliche Einstellungsbildung.
Das primäre Ziel ist es, die bestehende Lücke in der Forschung zu schließen, da das Grundschulalter bisher kaum bei der Untersuchung von fremdenfeindlichen Einstellungen berücksichtigt wurde.
Es wurde ein quantitatives Untersuchungsdesign gewählt, das auf einer standardisierten schriftlichen Gruppenbefragung basiert, um die Einstellungen der Kinder messbar zu machen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit dem Phänomen Fremdenfeindlichkeit, die methodische Vorgehensweise bei der Befragung sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung der erhobenen Daten.
Zu den zentralen Begriffen gehören Fremdenfeindlichkeit, Grundschulkinder, interkulturelle Erziehung, Diskriminierung, Vorurteile und Migrationshintergrund.
Die Autorin hat einen fünfstufigen Index „Fremdenfeindlichkeit“ konstruiert, der auf der Bewertung verschiedener Aussagen durch die Kinder basiert.
Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder, die persönliche Kontakte und Freundschaften zu Ausländern haben, dazu tendieren, weniger fremdenfeindlich eingestellt zu sein.
Nein, die Untersuchung zeigt, dass Kinder bereits im Grundschulalter Vorurteile gegenüber „Fremden“ entwickeln, auch wenn sie keine Gewalttaten begehen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

