Bachelorarbeit, 2008
74 Seiten, Note: Sehr gut
1 EINLEITUNG UND ABGRENZUNG DER ARBEIT
2 ALLGEMEINE BEGRIFFSERKLÄRUNGEN
2.1 LEBENSVERSICHERUNGSBEGRIFFE
2.2 WAS SIND EXTREMSPORTARTEN / RISIKOSPORTARTEN
2.2.1 Extrem- / Risikosport allgemeine Definition
2.2.2 Extremsport aus Sicht der Versicherung
2.3 FRAGEBÖGEN FÜR RISIKO- UND EXTREMSPORTARTEN
3 MATHEMATISCHE GRUNDLAGEN FÜR DIE PRÄMIENBERECHNUNG
3.1 ERSTELLUNG VON STERBETAFELN
3.1.1 Ermittlung der Rohdaten (Rohe Sterbewahrscheinlichkeiten)
3.1.2 Glättung der rohen Sterbewahrscheinlichkeiten
3.1.3 Schwankungs- und Sicherheitszuschläge hinzurechnen
3.1.4 Trends berücksichtigen
3.1.5 Aktuell verwendete Sterbetafeln
3.2 PRÄMIENBESTANDTEILE
3.2.1 Nettoprämien
3.2.1.1 Einmalprämien
3.2.1.2 Jahresnettoprämien
3.2.2 Bruttoprämien
3.2.3 Tarifprämien
4 UNFALLRISIKEN VON AUSGEWÄHLTEN RISIKOSPORTARTEN
4.1 ALLGEMEINE UNFALLSTATISTIKEN
4.2 ALLGEMEINE SPORTUNFALL-STATISTIKEN
4.3 TÖDLICHE ALPINUNFÄLLE ALLGEMEIN
4.4 ALPINSPORT-UNFÄLLE
4.4.1 Alpinsport allgemein
4.4.2 Klettern
4.4.3 Schifahren und Snowboarden
4.5 MODIFIKATION DER STERBETAFEL
5 PRÄMIENKALKULATION
5.1 ALLGEMEINES
5.2 RISIKOZUSCHLÄGE FÜR BERGSPORT UND KLETTERN
5.2.1 Bergsport
5.2.2 Klettern
5.3 RISIKOZUSCHLÄGE FÜR SCHIFAHREN UND SNOWBOARDEN
5.4 PRÄMIENKALKULATION MIT MODIFIZIERTEN STERBETAFELN
6 BEURTEILUNG
6.1 VERGLEICH TODESFALLRISIKO ZU RISIKOZUSCHLÄGE
6.1.1 Schifahren und Snowboarden
6.1.2 Bergsport allgemein und Klettern im speziellen
6.1.2.1 Wandern
6.1.2.2 Klettern
6.2 KRITISCHE BEURTEILUNG DER RISIKO-FRAGEBÖGEN ZUM BERGSTEIGEN
6.3 KRITISCHE BEURTEILUNG DER ART DER ZURECHNUNG DER RISIKOZUSCHLÄGE
7 FAZIT
Diese Arbeit analysiert die Risikoeinschätzung von Extremsportarten im Kontext der Lebensversicherung. Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das tatsächliche Unfallrisiko von Sportarten wie Bergsteigen und Klettern zu entwickeln und die Angemessenheit der von Rückversicherern empfohlenen Risikozuschläge kritisch zu hinterfragen.
4.4.2 Klettern
Aus dem klassischen Klettern im Gebirge (Alpinklettern) haben sich im Laufe der letzten Jahrzehnte eine Vielzahl von Spielformen des Kletterns entwickelt. Das Klettern, vor allem das Sportklettern an gut abgesicherten Felsrouten, in Kletterhallen oder das Bouldern, haben sich zu einer Trendsportart für Jung und Alt entwickelt. Auch Kletterwettkämpfe für Kinder und Jugendliche werden immer populärer.78
Die folgende Abbildung soll eine Übersicht über die verschiedenen Disziplinen und Spielarten des Kletterns geben.
1 EINLEITUNG UND ABGRENZUNG DER ARBEIT: Das Kapitel stellt die Motivation der Arbeit dar, definiert das Risikoumfeld des Bergsports und erläutert die methodische Vorgehensweise der Untersuchung.
2 ALLGEMEINE BEGRIFFSERKLÄRUNGEN: Hier werden grundlegende Begriffe der Lebensversicherung sowie Definitionen und Abgrenzungen zu Extrem- und Risikosportarten dargelegt.
3 MATHEMATISCHE GRUNDLAGEN FÜR DIE PRÄMIENBERECHNUNG: Dieses Kapitel erläutert die versicherungsmathematischen Prinzipien, insbesondere die Erstellung von Sterbetafeln und die Zusammensetzung von Versicherungsprämien.
4 UNFALLRISIKEN VON AUSGEWÄHLTEN RISIKOSPORTARTEN: Es wird eine umfassende Analyse der Unfallstatistiken im Sportbereich durchgeführt, mit speziellem Fokus auf tödliche Alpinunfälle und deren Ursachen.
5 PRÄMIENKALKULATION: Dieses Kapitel vergleicht die Risikozuschläge für verschiedene Bergsport- und Kletterdisziplinen, wie sie von großen Rückversicherungsgesellschaften empfohlen werden.
6 BEURTEILUNG: Es erfolgt eine kritische Gegenüberstellung des realen Todesfallrisikos mit den kalkulatorischen Risikozuschlägen sowie eine Analyse der verwendeten Risikofragebögen.
7 FAZIT: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Risikoprüfungspraxis und stellt fest, dass in vielen Bereichen eine differenziertere Risikoeinschätzung notwendig wäre.
Lebensversicherung, Prämienkalkulation, Risikozuschlag, Bergsport, Klettern, Extremsport, Risikosport, Sterbetafel, Unfallstatistik, Rückversicherung, Underwriting, Risikofragebogen, Alpinunfall, Sterbewahrscheinlichkeit, Versicherungsmathematik
Die Arbeit untersucht, wie Lebensversicherungen Risiken im Zusammenhang mit Extremsportarten bewerten und welche mathematischen Grundlagen für die Berechnung von Risikozuschlägen herangezogen werden.
Die Schwerpunkte liegen auf der Versicherungsmathematik, der Analyse aktueller Unfallstatistiken im Bergsport sowie der kritischen Prüfung von Risikoeinschätzungen durch Rückversicherer.
Das Ziel ist es, Transparenz in die Risikobewertung von Sportarten zu bringen und zu beurteilen, ob die gängigen Risikozuschläge die reale Gefährdungslage widerspiegeln.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Studium versicherungsmathematischer Grundlagen sowie einer Auswertung und kritischen Beurteilung von Unfallstatistiken und Underwriting-Richtlinien von Rückversicherern.
Der Hauptteil gliedert sich in die mathematischen Grundlagen, die Analyse von Unfallrisiken bei verschiedenen Bergsportdisziplinen (Wandern, Klettern, Skifahren) und den direkten Vergleich zwischen den versicherungstechnischen Einschätzungen und der Realität.
Wichtige Begriffe sind Risikozuschlag, Lebensversicherung, Bergsport, Prämienkalkulation, Rückversicherung und Sterbewahrscheinlichkeit.
Die Autorin stellt fest, dass entgegen der gängigen Einschätzung statistisch gesehen im unteren Schwierigkeitsgrad vermehrt tödliche Unfälle auftreten, weshalb der Verzicht auf Risikozuschläge in diesen Bereichen aus versicherungstechnischer Sicht hinterfragt werden sollte.
Dieses Kriterium wird als entscheidend für das Todesfallrisiko eingestuft, wobei die Autorin empfiehlt, ungesichertes Klettern (Free Solo) strenger, etwa durch eine individuelle Risikoprüfung, zu handhaben.
Sie bezeichnet die Fragebögen als grundsätzlich sinnvoll und klar, sieht aber Verbesserungsbedarf bei der Abgrenzung einzelner Disziplinen und empfiehlt, Kriterien wie den Schwierigkeitsgrad präziser, etwa mittels der UIAA-Skala, zu erfassen.
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