Diplomarbeit, 2008
67 Seiten, Note: 3,0
1 Einleitung
2 Thematische Einführung
2.1 Marketingtheoretische Vorüberlegungen
2.2 Wirtschaftshistorische Einordnung und Abgrenzung des Themas
2.3 Literatur und Quellenlage
3 Auf dem Weg zum professionellen Marketing – Entwicklungspfade der Marketinggeschichte
3.1 Periodisierungsmodelle – Sinnvolle ‚Werkzeuge’ zur Charakterisierung und Abgrenzung der Marketinggeschichte?
3.2 Marketing im Wandel – Das Periodisierungsmodell von Richard S. Tedlow
3.3 Vom Verkäufermarkt zum Konkurrentenmarkt – Das Periodisierungsmodell von Hermann Sabel
3.4 Marketing – ‚Made in USA’ oder doch nur ‚neuer Wein in alten Schläuchen’? Die Amerikanisierung der deutschen Absatzmärkte und die Durchsetzung der Marktorientierung
3.5 Neue Herausforderungen auf saturierten und segmentierten Märkten – Die Professionalisierung des Marketings
4 Swatch. Der Aufstieg einer Plastikuhr zu einem Stück Popkultur ‚Made in Switzerland’
4.1 Die Krise der schweizer Uhrenindustrie in den 1970er und 1980er Jahren
4.2 Reorganisation und Neustrukturierung – Der Weg aus der Krise
4.3 Vom Außenseiter zum Marktführer – Die professionelle Vermarktung der Swatch
5 Grundig. Video 2000 oder das Ende eines deutschen Wirtschaftsimperiums
5.1 ‚Motor des Wirtschaftswunders’ – Der Aufstieg Grundigs
5.2 Der Markt für Videorekordersysteme in den 1970er und 1980er Jahren – Fehlstart einer überlegenen Innovation
5.3 ‚Krieg der Standards’ – Das Ende von Video 2000 und die Konsequenzen für das Familienunternehmen Grundig
6 Schlussbetrachtung
6.1 Periodisierungsmodelle und ihre Relevanz für die Fallbeispiele
6.2 Zusammenfassung der Ergebnisse
Ziel dieser Arbeit ist es, die These zu untermauern, dass professionelle Marketingstrategien auf modernen, saturierten Märkten eine unverzichtbare Voraussetzung für den Erfolg von Produkten und Innovationen sind. Anhand von wirtschaftshistorischen Periodisierungsmodellen und zwei konkreten Fallbeispielen aus der Praxis (Swatch und Grundig) wird untersucht, wie Marketing als Managementaufgabe die Überlebenschancen von Unternehmen beeinflusst.
3.2 Marketing im Wandel – Das Periodisierungsmodell von Richard S. Tedlow
Das Periodisierungsmodell von Richard S. Tedlow versucht, die historische Entwicklung des (amerikanischen) Marketings in Phasen einzuteilen und allgemeine Entwicklungspfade auf den Absatzmärkten darzustellen. Tedlow stellt sich im Vorfeld seines Drei- bzw. Vierphasenmodells die Frage, warum einige wenige Produktinnovationen im Gegensatz zu vielen anderen am Markt erfolgreich sind, und wodurch eine echte Innovation begründet wird. Seiner Meinung nach führte das Marketing der Massenproduzenten zur Strukturierung der schwer erfassbaren Konsumentennachfrage in den USA seit dem 19.Jahrhundert.
Tedlow teilt die Entwicklung des amerikanischen Marketings zunächst in drei Phasen (,Fragmentation’, ,Unification’ und ,Segmentation’) ein:
Die Phase der ,Fragmentation’ ist durch die regionale Begrenzung der amerikanischen Märkte vor 1880 gekennzeichnet. Auf diesen weit über das Land verteilten Märkten waren Transportwege nur schlecht erschlossen. Warenverschiebungen über Strecken waren somit sehr zeit- und kostenintensiv. Unternehmen produzierten relativ geringe Stückzahlen für ein entsprechend kleines Einzugsgebiet, kalkulierten aber mit großen Gewinnspannen.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz professionellen Marketings auf modernen Märkten ein und formuliert die Forschungsfrage sowie die Struktur der Arbeit.
2 Thematische Einführung: Dieses Kapitel liefert theoretische Grundlagen des Marketings und bettet das Thema wirtschaftshistorisch in den Zeitraum von 1945 bis 1990 ein.
3 Auf dem Weg zum professionellen Marketing – Entwicklungspfade der Marketinggeschichte: Hier werden verschiedene Periodisierungsmodelle vorgestellt, um die Entwicklung des Marketings in Phasen und deren Bedeutung für Unternehmen zu systematisieren.
4 Swatch. Der Aufstieg einer Plastikuhr zu einem Stück Popkultur ‚Made in Switzerland’: Das erste Fallbeispiel analysiert, wie durch professionelle Segmentierung und emotionales Marketing ein Massenprodukt erfolgreich am Markt etabliert wurde.
5 Grundig. Video 2000 oder das Ende eines deutschen Wirtschaftsimperiums: Das zweite Fallbeispiel untersucht das Scheitern von Video 2000 und zeigt auf, dass technologische Überlegenheit ohne begleitende professionelle Marketingstrategie nicht ausreicht.
6 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel bewertet die eingangs aufgestellte Arbeitshypothese kritisch anhand der gewonnenen Erkenntnisse aus den Fallbeispielen.
Marketing, Marktorientierung, Periodisierungsmodell, Swatch, Video 2000, Konsumgütermarkt, Wirtschaftswunder, Produktinnovation, Unternehmensführung, Absatzstrategien, Marktsättigung, Professionalisierung, Fallstudien, Markenmanagement, Wettbewerbsfähigkeit.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung professioneller Marketingstrategien für den Erfolg von Unternehmen und Produkten auf modernen, saturierten Märkten.
Die Arbeit verknüpft marketingtheoretische Ansätze mit der Wirtschaftshistorie und nutzt zwei Fallbeispiele aus der Unterhaltungselektronik und Uhrenindustrie, um die Bedeutung des Marketings zu belegen.
Die Arbeit geht der Frage nach, ob professionelles Marketing ein unverzichtbarer Erfolgsfaktor für das Überleben von Produkten und Unternehmen auf modernen Märkten ist.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse marketinghistorischer Periodisierungsmodelle und die methodische Aufarbeitung von zwei Fallstudien (Swatch und Grundig).
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung, die Vorstellung von Periodisierungsmodellen (Tedlow, Sabel) und die Anwendung dieser Modelle auf die Fallbeispiele Swatch und Video 2000.
Zu den zentralen Begriffen zählen Marketing, Marktorientierung, Periodisierungsmodell, Wettbewerbsfähigkeit, Marktsättigung und professionelles Management.
Swatch dient als Beispiel dafür, wie ein ehemals krisengeschütteltes Traditionsunternehmen durch radikale Neuausrichtung, Zielgruppensegmentierung und emotionale Produktgestaltung zum Marktführer aufstieg.
Trotz technologischer Überlegenheit scheiterte Video 2000, da das Unternehmen die Bedeutung professioneller Vermarktung sowie den ,Krieg der Standards' gegen die Konkurrenz vernachlässigte.
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