Bachelorarbeit, 2019
65 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Einführung
1.2 Vorgehensweise
2 Steueroptimale Gestaltung international tätiger Unternehmen
2.1 Ziele der Unternehmen bei der internationalen Steuergestaltung
2.2 Problembereiche bei der internationalen Steuergestaltung
2.2.1 Fehlende Harmonisierung der Steuersysteme der Staaten
2.2.2 Abkommen zur Vermeidung der internationalen Doppelbesteuerung
2.2.3 Komplikationen des internationalen Steuerrechts mit der digitalen Wirtschaft
3 Base Erosion and Profit Shifting
3.1 Hintergründe
3.2 Auswirkungen auf die beteiligten Staaten
4 Ausgewählte Methoden des Base Erosion Profit Shifting
4.1 IP-Box-Gestaltungen
4.1.1 Allgemeines
4.1.2 Steuerrechtliche Gestaltungsaspekte von IP-Boxen
4.1.3 Beispielhafte Nutzung einer IP-Box-Gestaltung
4.2 Treaty Shopping und Directive Shopping
4.2.1 Allgemeines
4.2.2 Beispiele zum Treaty Shopping
4.3 Double Irish with a Dutch Sandwich
5 Maßnahmen zur Vermeidung von Base Erosion Profit Shifting
5.1 Zu IP-Box-Gestaltungen
5.2 Zu Treaty Shopping
5.3 Zu Double Irish with a Dutch Sandwich
6 Fazit
Diese Bachelor-Thesis untersucht die Methoden, die international tätige Unternehmen der digitalen Wirtschaft nutzen, um ihre Steuerbasis zu verlagern und ihre Steuerlast zu reduzieren, sowie die globalen Gegenmaßnahmen der OECD und nationaler Gesetzgeber zur Eindämmung dieser Praktiken.
4.3 Double Irish with a Dutch Sandwich
Das Modell Double Irish with a Dutch Sandwich wird von Unternehmen wie Google und Apple genutzt, um ihre Konzernsteuerbelastung zu senken. Grundidee ist die Implementierung einer in den Niederlanden ansässigen Gesellschaft zwischen zwei irischen Tochtergesellschaften.
Grundlage des nachfolgend dargestellten Modells sind Gewinnverlagerungen mittels Lizenzzahlungen.
Zunächst wurden Rechte zur Nutzung immaterieller Wirtschaftsgüter, wie beispielsweise Patente, von der in den USA ansässigen Muttergesellschaft M auf die irische Tochtergesellschaft B übertragen. Diese Verlagerung zwischen einzelnen Konzerngesellschaften ist relativ unkompliziert möglich. Die Tochtergesellschaft B verpflichtet sich im Gegenzug dazu, die erhaltenen Wirtschaftsgüter im Rahmen eines Cost Sharing Agreements weiterzuentwickeln. Somit entsteht ein Teil des Wirtschaftsgutes bei der Tochtergesellschaft B. Durch die Verlagerung der Rechte an den immateriellen Wirtschaftsgütern unterliegen die Einkünfte hieraus nicht mehr der Besteuerung in den USA. Wäre das immaterielle Wirtschaftsgut direkt unentgeltlich auf die Tochtergesellschaft B übertragen worden, so wären sowohl die bei der Übertragung vorhandenen stillen Reserven zu versteuern als auch sämtliche zukünftigen Gewinne aus diesem Wirtschaftsgut in den USA steuerpflichtig gewesen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass global agierende Konzerne durch Gewinnverlagerungen in Niedrigsteuerländer ihre Steuerlast minimieren, was Regierungen weltweit vor finanzielle Herausforderungen stellt.
2 Steueroptimale Gestaltung international tätiger Unternehmen: Das Kapitel erläutert die Grundkonzepte der Steuerplanung und zeigt auf, wie fehlende Harmonisierung und bestehende Abkommen zur Vermeidung von Doppelbesteuerung von Unternehmen für Steuergestaltungen genutzt werden.
3 Base Erosion and Profit Shifting: Dieses Kapitel definiert BEPS als Bedrohung für das Steueraufkommen der Staaten und beleuchtet die ökonomischen sowie politischen Hintergründe der globalen Gewinnverlagerung.
4 Ausgewählte Methoden des Base Erosion Profit Shifting: Hier werden spezifische legale Gestaltungsmodelle wie IP-Box-Regime, Treaty Shopping und das Double Irish with a Dutch Sandwich im Detail analysiert.
5 Maßnahmen zur Vermeidung von Base Erosion Profit Shifting: Dieses Kapitel stellt Lösungsansätze der OECD und nationaler Gesetzgeber vor, insbesondere den Nexus-Ansatz für IP-Boxen und verschärfte Anti-Missbrauchsvorschriften bei Doppelbesteuerungsabkommen.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Untersuchung zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die OECD-Aktionspunkte zwar theoretisch geeignet sind, die praktische Wirksamkeit jedoch von einer einheitlichen und konsequenten Umsetzung durch die Nationalstaaten abhängt.
BEPS, Base Erosion and Profit Shifting, Gewinnverlagerung, internationale Steuerplanung, IP-Box, Doppelbesteuerungsabkommen, Double Irish with a Dutch Sandwich, Treaty Shopping, digitale Wirtschaft, Nexus-Ansatz, Steuervermeidung, Konzernsteuerbelastung, OECD, Steueroasen, Quellensteuer
Die Arbeit analysiert die Strategien, mit denen multinationale Unternehmen ihre Steuerlast durch legale Gewinnverlagerung in Niedrigsteuerländer senken, sowie die Reaktionen der internationalen Staatengemeinschaft darauf.
Die zentralen Themen sind internationale Steuergestaltung, die digitale Wirtschaft, immaterielle Vermögenswerte, Doppelbesteuerungsabkommen und die Maßnahmen des BEPS-Projekts der OECD.
Das Ziel ist es, die Funktionsweise spezifischer Gewinnverlagerungsmethoden zu durchleuchten und die Wirksamkeit der von der OECD und der EU entwickelten Gegenmaßnahmen kritisch zu hinterfragen.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse von Steuergestaltungsmodellen sowie eine deskriptive Darstellung von Maßnahmen, gestützt auf aktuelle Fachliteratur, OECD-Berichte und einschlägige Steuergesetze.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der internationalen Steuerplanung, eine detaillierte Erläuterung von Methoden wie IP-Boxen und das Double Irish-Modell sowie eine Prüfung der Gegenmaßnahmen der Politik.
Wichtige Begriffe sind BEPS, Gewinnverlagerung, IP-Box, Doppelbesteuerungsabkommen, Treaty Shopping und Digitale Wirtschaft.
Unternehmen der digitalen Wirtschaft basieren ihre Wertschöpfung oft auf immateriellen Gütern (Software, Marken), die physisch leicht verlagert werden können, was klassische Besteuerungsanknüpfungspunkte erschwert.
Es kombiniert die Nutzung verschiedener Doppelbesteuerungsabkommen und Qualifikationskonflikte zwischen irischen und niederländischen Tochtergesellschaften, um Lizenzgebühren steuereffizient in Steueroasen wie Bermuda zu lenken.
Deutschland hat mit Regelungen wie dem § 4j EStG und § 50d Abs. 3 EStG konkret auf die Herausforderungen durch IP-Boxen und missbräuchliche Zwischenschaltungen reagiert.
Nein, die Arbeit stellt dar, dass es sich in der Regel um legale Gestaltungen innerhalb der bestehenden Gesetzgebungen handelt, auch wenn diese als missbräuchlich eingestuft werden können, wenn wirtschaftliche Gründe fehlen.
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