Bachelorarbeit, 2021
72 Seiten, Note: 1,3
2 Einleitung
3 Covid-19-Pandemie
3.1 Begriff „Pandemie“
3.2 Beginn Pandemie
3.3 Pandemiebekämpfung
3.4 Risikogruppen
4 Lebensphase Alter
4.1 Altersbilder
4.2 Risiken des Alterns
4.3 Theorien sozialer Beziehungen im Alter
4.3.1 Soziologische Theorien
4.3.2 Psychologische Theorie: Sozioemotionale Selektivitätstheorie (SST)
5 Demenz
5.1 Symptomatik
5.1.1 Diagnostik
5.1.2 Der demografische Wandel und Demenz
5.1.3 Die Bedeutung des Wohlbefindens
6 Social Distancing – der Mensch als soziales Wesen
6.1 Social Distancing/ Soziale Isolation/ Einsamkeit – Eine Abgrenzung der Begriffe
6.2 Soziale Isoaltion
6.2.1 Soziale Isolation und die Lebensphase Alter
6.2.2 Unterschiede innerhalb der Geschlechter
6.2.3 Verstärkung von Demenz durch soziale Isolation
6.2.4 Digitalisierung und Isolation
6.3 Social-Distancing im Kontext der Pandemie
6.3.1 Herausforderung: Schutzmaßnahmen
7 Zwischenfazit
8 Kann die Soziale Arbeit in Altenheimen den besonderen Bedürfnissen der Demenzpatient*innen während der Pandemie gerecht werden?
8.1 Soziale Altenhilfe
8.2 Stationäre Altenhilfe
8.2.1 Rahmenbedingungen der stationären Altenhilfe
8.2.2 Die stationäre soziale Altenhilfe außerhalb der Pandemie
8.2.3 Die stationäre soziale Altenhilfe und die Coronakrise
8.3 Welche Maßnahmen sind in Präsenz mit Menschen mit Demenz möglich?
8.3.1 Wohlbefinden
8.3.2 Die Profile des Wohlbefindens
8.4 Aktivität
8.5 Biographiearbeit
8.6 Welche Maßnahmen sind Digital mit dementen Personen möglich?
8.6.1 Technische Rahmenbedingungen
8.6.2 Einsatz digitaler Mittel
8.6.3 Ausblick
9 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen der durch die Corona-Pandemie notwendigen Social-Distancing-Maßnahmen auf Menschen mit Demenz in stationären Altenpflegeeinrichtungen. Ziel ist es, unter Berücksichtigung theoretischer Grundlagen zu sozialen Beziehungen im Alter, Strategien für die Soziale Arbeit zu identifizieren, um diesen Auswirkungen entgegenzuwirken und das Wohlbefinden der Betroffenen auch unter Pandemiebedingungen zu fördern.
6.3.1 Herausforderung: Schutzmaßnahmen
Eine Corona-Infektion mit tödlichen Folgen zeigte sich in der Vergangenheit vermehrt bei Menschen, welche das 60. Lebensjahr oder mehr erreicht hatten. Hierbei waren besonders vorerkrankte Individuen mit, Lungenerkrankungen, Diabetes, einem schwachen Immunsystem oder kardiovaskulären Erkrankungen, die Hauptrisikogruppe für eine Infektion mit tödlichem Ende inkludiert. Besagte Risikofaktoren werden vermehrt bei dementen Menschen festgestellt, weshalb auch Demenzpatient*innen in die sogenannte Hochrisikogruppe der Corona Pandemie eingruppiert werden. Vermehrt treten diese Risikofaktoren bei dementen Menschen mit dem gemischt vaskulären Typ oder der Alzheimer Erkrankung auf (vgl. DEFRANCESCO u.a., S. 42). Die Maßnahmen der Coronapandemie-Bekämpfung erwarten von der Bevölkerung eine Reduktion von sozialen Kontakten und einen allgemeingültigen Mindestabstand, um die Infektion mit dem Corona Virus zu verhindern (vgl. DEFRANCESCO u.a. 2020, S. 36). Die Schutzmaßnahmen der Coronapandemie stellen für Menschen mit Demenz eine Herausforderung und Belastung innerhalb der sozialen Ebene da. Reizdeprivation und Vereinsamung sind in diesem Kontext mögliche Folgen der sozialen Distanz. Zudem findet eine Abschottung der älteren Bevölkerung statt, indem Empfehlungen ausgesprochen wurden, ältere Individuen nicht in den Kontakt mit anderen Menschen zu bringen. Resultierend aus diesen Empfehlungen sind Großeltern vermehrt von den Enkelkindern abgeschottet. Eine wichtige Ressource, um die Resilienz für Demenz zu fördern, sind wie beschrieben zwischenmenschliche jedoch Interaktionen und damit verbundene soziale Kontakte (vgl. DEFRANCESCO u.a., S. 42). Problematisch ist in diesem Kontext, dass ein höheres Lebensalter, das Alleinsein vermehrt mit sich bringt. Soziale Netzwerke reduzieren sich und somit auch die Möglichkeit Kontakte zu haben (vgl. SCHMIDT 2020, S. 30). Primär betroffen sind hierbei Menschen mit geringen persönlichen Kontakten und einem damit verbundenen vergleichsweise kleinem sozialen Netzwerk.
2 Einleitung: Stellt das grundlegende Bedürfnis nach sozialen Kontakten dar und leitet die Fragestellung zur Auswirkung von Social-Distancing auf Menschen mit Demenz her.
3 Covid-19-Pandemie: Definiert den Begriff Pandemie, beschreibt den Beginn der Corona-Krise und diskutiert die Herausforderungen der Pandemiebekämpfung sowie die Definition von Risikogruppen.
4 Lebensphase Alter: Analysiert das Konstrukt Alter, Altersbilder und stellt soziologische sowie psychologische Theorien sozialer Beziehungen im Alter vor.
5 Demenz: Beleuchtet die medizinischen und demografischen Aspekte der Demenz, die Diagnostik sowie die Bedeutung des Wohlbefindens für Betroffene.
6 Social Distancing – der Mensch als soziales Wesen: Grenzt die Begriffe Social Distancing, soziale Isolation und Einsamkeit voneinander ab und untersucht deren Zusammenhang mit Demenz und Digitalisierung.
7 Zwischenfazit: Fasst die bisherigen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, das Wohlbefinden bei der Planung von Maßnahmen in der sozialen Altenhilfe in den Fokus zu stellen.
8 Kann die Soziale Arbeit in Altenheimen den besonderen Bedürfnissen der Demenzpatient*innen während der Pandemie gerecht werden?: Diskutiert Rahmenbedingungen der stationären Altenhilfe und evaluiert Interventionsmöglichkeiten in Präsenz sowie den digitalen Einsatz zur Förderung des Wohlbefindens.
9 Fazit: Reflektiert die theoretischen Möglichkeiten der Sozialen Arbeit gegen die praktischen Einschränkungen während der Pandemie und betont die Notwendigkeit von interdisziplinären Teams.
Social Distancing, Demenz, Soziale Arbeit, Altenpflege, Corona-Pandemie, Soziale Isolation, Einsamkeit, Wohlbefinden, Lebensphase Alter, Biographiearbeit, stationäre Altenhilfe, Pflegerische Versorgung, Risikogruppen, Digitale Teilhabe, Beziehungsgestaltung
Die Arbeit untersucht, wie sich die während der Corona-Pandemie angeordneten Maßnahmen, insbesondere Social Distancing, auf das Wohlbefinden und die Lebensqualität von Menschen mit Demenz in stationären Einrichtungen auswirken.
Zentral sind die Auswirkungen von sozialer Isolation, die Bedeutung sozialer Beziehungen im Alter, die Rolle der stationären Altenhilfe und wie trotz notwendiger Schutzmaßnahmen soziale Teilhabe und Wohlbefinden gefördert werden können.
Die Forschungsfrage lautet: „Welche Auswirkungen hat Social-Distancing als Maßnahme der Pandemiebekämpfung auf Menschen mit Demenz und wie kann die stationäre soziale Altenhilfe ihnen entgegenwirken?“
Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf einer Literaturanalyse zu soziologischen und psychologischen Theorien über das Altern, Demenz und soziale Isolation basiert.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Alterns und der Demenz, grenzt die Begriffe soziale Isolation und Einsamkeit ab, erörtert die Auswirkungen der Pandemie-Schutzmaßnahmen und diskutiert Interventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit wie Biographiearbeit und digitale Unterstützung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Social Distancing, Demenz, Soziale Arbeit, stationäre Altenpflege, soziale Isolation, Wohlbefinden und Lebensphase Alter charakterisieren.
Es bietet dem Personal ein Instrument zur zeitnahen Einschätzung des Wohlbefindens von Menschen mit Demenz, was besonders in Situationen wichtig ist, in denen soziale Kontakte durch Pandemie-Einschränkungen reduziert sind.
Digitale Mittel werden als wertvolle, aber lediglich ergänzende Maßnahmen zu persönlichen Interaktionen gesehen, da sie nicht die menschliche Nähe ersetzen können und oft aufwändige technische und personelle Rahmenbedingungen erfordern.
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