Diplomarbeit, 2021
80 Seiten, Note: 1,2
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
0. EINLEITUNG
0.1 Forschungsmotivation und Ziele
0.2 Probemdarstellung und Erkenntnisinteresse
0.3 Fragestellung und Arbeitshypothesen
0.4 Forschungsstand
0.5 Theoretische Grundlage
0.6. Methodisches Vorgehen
0.7 Aufbau der Arbeit
KAPITEL I: MUSIK IN DER FREMDSPRACHEN- UND DAF-DIDAKTIK: ERKENNTNISSE AUS DEN KOGNITIONSWISSENSCHAFTEN
I.1. Funktionen der Nutzung von Musik im Fremdsprachen- und DaF-Unterricht
I.1.1. Physiologische Funktion
I.1.2. Psychohygienische Funktion
I.1.3. Emotionale Funktion
I.1.4. Soziopsychologische Funktion
I.1.5. Kognitive Funktion
I.1.6. Suggestive Funktion
I.1.7. Kommunikative Funktion
I.2. Musik und Gedächtnis
I.2.1. Musik und Gehirn
1.2.2. Musik und Behaltensleistung im DaF-Unterricht
1.3. Auswirkungen von Musik auf die funktionalen kommunikativen Kompetenzen
KAPITEL II: DER GESANG ALS LEISTUNGSFÄHIGES WERKZEUG FÜR DAF-UNTERRICHT
II.1. Begriffsbestimmung
II.1.1. Gesang
II.1.2. Kompetenz und Performanz
II.1.3. Leistung und sprachliche Leistung
II.1.4. Kommunikative Kompetenz
II.1.5. Fertigkeit
II.1.6. Kompetenzorientierung
II.1.7. Aufgabenorientierung
II.2. Der Gesang als leistungsfähiges Werkzeug für DaF-Unterricht)
II.2.1. Der Gesang in Lehrwerken
II.2.2. Der Gesang als Weg zur Förderung kommunikativer Kompetenz
II.2.2.1. Lesen
II.2.2.2. Hören
II.2.2.3. Schreiben
II.2.2.4. Sprechen
KAPITEL III: DATENERHEBUNG -AUSWERTUNG UND -INTERPRETATION
III.1. Datenerhebung und -auswertung
III.1.1. Ausgewählte Forschungsmethode
III.1.1.1. Das Experiment
III.1.1.1.1. Untersuchungsort
III.1.1.1.2. Untersuchungsablauf
III.1.1.1.3. Beschreibung der Stichprobe
III.1.1.1.4. Die Variablen
III.1.1.1.5. Die Indikatoren
III.1.1.1.6. Versuchs- und Kontrollgruppe
III.1.1.1.7. Vor- und Nachtest
III.1.1.1.8. Mögliche Störvariablen und Fehlerquellen
III.2.Dateninterpretation
KAPITEL IV: PERSPEKTIVEN DES UMGANGS MIT GESANG IM DAF-UNTERRICHT: ANWENDUNGSBEDINGUNGEN
IV.1. Kriterien der Liederauswahl
IV.1.1. Authentizität
IV.1.2. Sprache
IV.1.3. Musikalität
IV.1.4. Melodie
IV.1.5. Rhythmus
IV.1.6. Universalität
IV.1.7. Lehre
IV.2. Rahmenbedingungen
IIV.2.1. Technische Bedingungen
IV.2.2. Didaktisch-funktionale Bedingungen
IV.3. Einsatz von Musik und Songs im kamerunischen Kontext
Die vorliegende Arbeit untersucht das didaktische Potenzial von Musik und Gesang als Impulsgeber zur Förderung der kommunikativen Kompetenz im DaF-Unterricht. Auf Basis kognitionswissenschaftlicher Erkenntnisse und einer empirischen Studie am Lycée de Biyem-Assi wird analysiert, wie Lieder effektiv in den Unterricht integriert werden können, um sprachliche Leistungen zu verbessern und die Lernmotivation zu steigern.
I.1.1. Physiologische Funktion
Die Physiologie aus dem Lateinischen physiologia und dem Griechischen physiología (Naturkunde) bezeichnet jene Wissenschaft, die sich mit den Lebensvorgängen, den funktionellen Vorgängen im Organismus befasst (vgl. Online-Duden 2021). Diese Wissenschaft untersucht somit die Funktionen und Leistungen des lebenden Organismus und seiner Teile.
Der physiologische Effekt der Musik verweist darauf, „wie man körperlich auf Musik reagiert“ (Kiviranta & Mäkelä 2014: 3). In den Neurowissenschaften gibt es Studien, die auf die von Musik bzw. von deren Hören verursachten Veränderungen oder Reaktionen im Gehirn hingewiesen haben, denn die Musik könnte die beiden Hirnhälfte aktivieren. Daraus könnten sich etwa eine Körperentspannung, eine Wirkung auf den Herzschlag und den Rhythmus des Atems sowie eine Erhöhung psychischer Rezeptivität ergeben.
Das Musikhören könnte ebenfalls die Tätigkeit der Nerven-, Hormon- und Immunsysteme: u. a. die elektrische Leitfähigkeit der Haut und Sekretion der Hormone, die für Stress, Glück und Schmerz verantwortlich sind, bewirken (vgl. ebd. : 5f). Weitere Wirkungen der Musik auf den menschlichen Organismus lassen sich nämlich auf den zentralen Teil des akustischen Analysators verorten. Akustische Reizen werden daher aufgenommen und ermöglichen gleichzeitig die Aufnahme von verbalem Material: dadurch erfolgen Spracherwerb, -speicherung, -rezeptionsprozesse und -produktion (vgl. Koch 2011: 4).
Diese oben Erkenntnisse lassen sich konkret im Sprachunterricht anwenden, indem Musik die Behaltensleistung der Lernenden fördern könnte und ihnen die Chance anbieten könnte, „die Erlernung einer Fremdsprache mit positiven Assoziationen zu verbinden und nicht nur mit negativen wie Mühe, Frustration oder dem Gedanken an Klausuren“ (Stipančevíc 2012: 339).
0. EINLEITUNG: Diese Einleitung erläutert die persönliche Forschungsmotivation, die Relevanz der Musik in der DaF-Didaktik und steckt den wissenschaftlichen Rahmen sowie das methodische Vorgehen der Arbeit ab.
KAPITEL I: MUSIK IN DER FREMDSPRACHEN- UND DAF-DIDAKTIK: ERKENNTNISSE AUS DEN KOGNITIONSWISSENSCHAFTEN: Dieses Kapitel widmet sich den theoretischen Funktionen von Musik im Sprachunterricht unter Berücksichtigung kognitionspsychologischer und neurologischer Erkenntnisse.
KAPITEL II: DER GESANG ALS LEISTUNGSFÄHIGES WERKZEUG FÜR DAF-UNTERRICHT: Hier werden zentrale Begriffe definiert und das Potenzial des Gesangs als Werkzeug für die Förderung kommunikativer Kompetenzen und der vier Grundfertigkeiten dargelegt.
KAPITEL III: DATENERHEBUNG -AUSWERTUNG UND -INTERPRETATION: In diesem Kapitel wird das am Lycée de Biyem-Assi durchgeführte Feldexperiment beschrieben, dessen Daten erhoben, ausgewertet und hinsichtlich der Hypothesen interpretiert werden.
KAPITEL IV: PERSPEKTIVEN DES UMGANGS MIT GESANG IM DAF-UNTERRICHT: ANWENDUNGSBEDINGUNGEN: Das Abschlusskapitel bietet Kriterien für eine erfolgreiche Liederauswahl sowie praktische Leitlinien für die Implementierung gesangsorientierter Methoden im kamerunischen Kontext.
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Die Arbeit untersucht das Potenzial von Gesang und Musik als leistungsfähige Werkzeuge im Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht (DaF).
Die Schwerpunkte liegen auf den Funktionen der Musik, der Verknüpfung von Musik und Gedächtnisleistung sowie der konkreten Anwendung des Gesangs zur Förderung kommunikativer Fertigkeiten.
Ziel ist es, empirisch nachzuweisen, ob und wie ein gesangsorientierter Unterricht die sprachlichen Leistungen von Lernenden verbessern kann.
Der Autor führt ein qualitatives und quantitatives Feldexperiment mit einer Versuchs- und Kontrollgruppe an einem kamerunischen Gymnasium durch.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über die Wirkung von Musik auf das Gehirn und eine empirische Analyse der Lernleistungen anhand von Testdaten.
Zentrale Begriffe sind Didaktik, kommunikative Kompetenz, kognitive Aktivierung, Feldexperiment und Liederauswahl.
Interessanterweise zeigte die Kontrollgruppe, die den klassischen Lehrbuchunterricht erhielt, beim Schreiben eine deutlich stärkere Leistungssteigerung als die Versuchsgruppe mit Gesang.
Der Mangel an technischer Ausstattung (Computer, Lautsprecher, Strom) wird als signifikantes Hindernis für eine flächendeckende Implementierung innovativer Methoden identifiziert.
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