Bachelorarbeit, 2021
72 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1. Der Aspekt Führung und die Führungskraft
1.1 Führungstheorien
1.2 Führungsstil und -verhalten
1.3 Gesellschaftlicher Wandel und Einflussfaktoren
1.4 Kernaufgaben einer Führungskraft
1.5 Rolle und Haltung der Führungskraft
1.6 Biografiearbeit und persönliche Einflussfaktoren
1.7 Selbstmanagement und Selbstführung
1.8 Professionalität
1.9 Führungskräfte in der sozialen Arbeit
2. Systemisches Coaching
2.1 Coaching und Systemisches Coaching
2.2 Konstruktivismus
2.3 Haltung und Menschenbild
2.4 Coachingprozess und Setting
2.5 Methoden und Interventionstechniken
2.6 Beziehungsgestaltung Coach und Klient
2.7 Ziele und Intentionen des systemischen Coachings
2.8 Systemisches Coaching in der sozialen Arbeit
3. Stärkung der Professionalität von Führungskräften durch systemisches Coaching
3.1 Methoden und Interventionstechniken
3.1.1 Bedeutung von allgemeinen Werkzeugen im systemischen Coaching
3.1.2 Systemische Fragetechniken
3.1.3 Lösungsorientiertes Arbeiten
3.1.4 Das innere Führungsteam
3.2 Professionelles Standing und Selbstbild
3.3 Selbstwirksamkeit
3.4 Rollenidentifikation
3.5 Möglichkeiten und Grenzen des systemischen Coachings für Führungskräfte
3.5.1 Die Methode „Funktionspendel“
Diese Arbeit untersucht, wie Führungskräfte im Bereich der sozialen Arbeit durch systemisches Coaching in ihrer Professionalität gestärkt werden können. Dabei wird insbesondere analysiert, wie persönliche Biografien, individuelle Haltungen und berufliche Rollenanforderungen reflektiert und in ein professionelles Selbstmanagement überführt werden können, um den stetigen gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden.
2.2 Konstruktivismus
Konstruktivismus umfasst die Erkenntnistheorie, dass alle Menschen sich ihre eigene Wirklichkeit konstruieren und diese sich dadurch individuell erklärt. (vgl. Webers 2015: S.20)
Grundhaltung des Konstruktivismus ist daher eine klare Vorstellung davon, dass alle Menschen auf der Welt ähnlich denken und ähnliche Wertvorstellungen wie wir selbst haben, es jedoch keine objektive Wirklichkeit gibt. Aus der konstruktivistischen Sicht sind Probleme nur Konstrukte, die von der betroffenen Person zeit- und situationsabhängig in ihrer Wirklichkeit wahrgenommen werden, diese können nicht von anderen, in ihrer Ganzheitlichkeit und Subjektivität, verstanden oder gelöst werden. Durch diese Grundannahme wird im Coaching auch der Ansatz der Autopoiese geprägt. Diese meint, dass Menschen nicht verändert werden können, sondern dass sie sich von sich aus ändern können. Menschen denken in eigenen Mustern, alles Erlebte ist subjektiv und entsteht im Auge des Betrachters – wodurch alles Handeln Sinn für den, der handelt, ergibt. (vgl. Radatz 2011: S. 78f)
Das konstruktivistische Verständnis zeigt sich im Blick auf das soziale System und nicht auf die einzelne Person. Demnach hat das jeweilige Verhalten in den einzelnen sozialen Systemen unterschiedliche Einflussfaktoren – dazu gehören einzelne Personen und deren Deutung. Dadurch erklärt sich das Verhalten von Einzelnen nicht nur aus sich selbst heraus, sondern auch aus der Rolle, die Personen im System einnehmen. Jedes Verhalten ist dabei subjektiv begründet und verfolgt positive Absichten, um das Gleichgewicht des Systems sicherzustellen. Alle Menschen sind von der materiellen und sozialen Umwelt und der eigenen bisherigen Entwicklung und Geschichte geprägt. Auch soziale Regeln bestimmen unsere wiederkehrenden Verhaltensmuster. (vgl. König / Volmer 2019: S. 17ff)
Die konstruktivistische Sicht geht also davon aus, dass alles miteinander zusammenhängt und die individuelle Sicht der Dinge weder objektiv noch im allgemeinen Sinne wahr sein kann.
1. Der Aspekt Führung und die Führungskraft: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen von Führung, verschiedene Führungsstile und die besonderen Herausforderungen für Leitungskräfte im sozialen Bereich.
2. Systemisches Coaching: Hier werden die Definitionen, theoretischen Grundlagen des Konstruktivismus sowie die Haltung und der Prozess des systemischen Coachings beschrieben.
3. Stärkung der Professionalität von Führungskräften durch systemisches Coaching: Dieser Hauptteil verknüpft die Methoden des systemischen Coachings direkt mit der Stärkung der Professionalität, Rollenidentität und Selbstwirksamkeit von Führungskräften.
Führungskraft, Selbstmanagement, Biografiearbeit, Professionalität, systemisches Coaching, Konstruktivismus, Selbstwirksamkeit, Rollenidentifikation, Organisationsentwicklung, soziale Arbeit, Führungsverhalten, Selbstreflexion, Interventionsmethoden, Personalentwicklung, Führungstheorien
Die Arbeit untersucht, wie Führungskräfte in der sozialen Arbeit durch systemisches Coaching ihre berufliche Professionalität weiterentwickeln und mit den vielfältigen Anforderungen ihres Leitungsalltags konstruktiv umgehen können.
Die zentralen Felder umfassen Führungstheorien, die Besonderheiten der Führungsrolle in der sozialen Arbeit, die Grundlagen des systemischen Coachings und die Anwendung spezifischer Coaching-Methoden zur Persönlichkeitsentwicklung.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie systemisches Coaching als externe Unterstützungsmethode dazu beitragen kann, die eigene Haltung, Biografie und Rolle einer Führungskraft zu reflektieren und dadurch professionelles Führungshandeln zu stärken.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und theoretischen Analyse, in der verschiedene Konzepte des systemischen Coachings und der Führungsforschung aufbereitet und für den sozialen Arbeitskontext fruchtbar gemacht werden.
Im Hauptteil (Kapitel 3) werden konkrete systemische Interventionsmethoden wie das „innere Führungsteam“, die „Panoramatechnik“ und das „Funktionspendel“ sowie Aspekte wie Rollenidentifikation und Selbstwirksamkeit im Detail analysiert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Führungskraft, Selbstmanagement, Biografiearbeit, Professionalität, systemisches Coaching und Organisationsentwicklung charakterisiert.
Die Arbeit argumentiert, dass eine Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte hilft, unbewusste Muster und Konflikte zu erkennen, um in pädagogischen und führungsbezogenen Situationen bewusster und professioneller entscheiden zu können.
Das Dokument betont, dass Coaching dort seine Grenzen findet, wo psychische Erkrankungen vorliegen, Expertenrat für fachliche Probleme gesucht wird oder Klienten lediglich emotionale Unterstützung ohne Lösungsfokus benötigen; in diesen Fällen sind andere Maßnahmen wie Therapie oder Supervision geeigneter.
Das Funktionspendel dient als Navigationshilfe für den Coach, um zwischen verschiedenen Beratungsfeldern zu wechseln – vom Kernbereich der Veränderungsbegleitung über den Grenzbereich (z.B. bei drohender Überforderung) bis hin zum Ausschluss von Themen, die therapeutische Maßnahmen erfordern.
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