Masterarbeit, 2021
132 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Vegane Ernährung
2.1 Dimensionen und Begriffsbestimmungen
2.2 Vegane Ernährung für die anderen Tiere
2.3 Vegane Ernährung für die Ökologie der Natur
2.4. Zwischenfazit
3. Die Schöpfung
3.1 Dimensionen des Schöpfungsbegriffs
3.1.1 Begriffsannäherung
3.1.2 Schöpfungs(miss)verständnisse und die ökologische Krise
3.2 Schöpfungsperspektiven der Bibel
3.2.1 Der Schöpfer und die Welt als Schöpfung
3.2.2 Der Mensch und die außermenschlichen Geschöpfe
3.3 Schöpfung im gegenwärtigen Horizont von Ökologie und Ethik
3.3.1 Trinitarischer Schöpfergott und die Schöpfungsgemeinschaft
3.2.3 Der Sabbat als Krone der Schöpfung
3.3.3 Schöpfungsbewahrung
3.4 Zwischenfazit
4. Vegane Ernährung zur Bewahrung der Schöpfung
4.1 Vegane Ernährung für die anderen Tiere zur Bewahrung der Schöpfung
4.1.1 Eine neue Wahrnehmung der anderen Tiere
4.1.2 Gemeinschaft und Solidarität mit den anderen Tieren
4.2. Vegane Ernährung für die Ökologie zur Bewahrung der Schöpfung
4.2.1 Eine neue Wahrnehmung der Ökologie
4.2.2 Gemeinschaft und Solidarität im Sinne der Ökologie
4.3 Diskussion und Ausblick
5. Fazit
Ziel der Arbeit ist es, die Analogien zwischen den Argumentationsfeldern der veganen Ernährung und dem christlichen Schöpfungsverständnis aufzuzeigen, um zu untersuchen, inwieweit eine vegane Ernährungsweise als Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung vor dem Hintergrund der aktuellen ökologischen Krise verstanden werden kann.
2.2 Vegane Ernährung für die anderen Tiere
Menschen, die auf tierliche Nahrung verzichten, wird eine tieferliegende philosophische Ausrichtung zugesprochen, die nicht den Konventionen und dem Gesellschaftssystem entspricht. Sie tragen daher die Bezeichnung VeganerIn. Demgegenüber wird angenommen, dass hinter der Entscheidung Tierliches zu essen, kein bestimmtes Glaubenssystem stehe. Melanie Joy prägte in den letzten Jahren den Begriff des Karnismus, der als komplementäres Gegenteil des Veganismus betrachtet werden kann. Das Ziel der Überwindung der vorherrschenden Strukturen und Gedankenmuster des Karnismus prägt den Veganismus, weswegen Melanie Joys Ausführungen als Grundlage für meine weiteren Überlegungen dienen.
Melanie Joy verweist auf die verbreiteten Annahmen und Ideen, welche dazu führen, dass wir denken die Wahl Tiere zu essen, sei keine Wahl. Die zugehörigen Vorstellungen und Mythen rund um die Natürlichkeit, Notwendigkeit und Normalität des Verzehrs tierlicher Lebensmittel sind weitreichend und versuchen die Tierausbeutung auf vielfältige Weisen zu rechtfertigen. Der Mensch braucht Fleisch, Fische spüren keinen Schmerz, Kühe müssen gemolken werden und Hühner brauchen genauso wenig ihre Eier wie Bienen ihren Honig. All diese Glaubenssätze im Einzelnen zu widerlegen, würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Auch zu untersuchen, warum sich insbesondere diese einzelnen Gruppen von Lebewesen als moralische Objekte qualifizieren, wird nicht Teil dieser Arbeit sein.
1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz des Veganismus im Kontext der Schöpfungstheologie angesichts aktueller Krisen und ökologischer Herausforderungen.
2. Vegane Ernährung: Klärung der Begrifflichkeiten und Untersuchung der Motive für eine vegane Lebensweise, insbesondere unter ethischen und ökologischen Gesichtspunkten.
3. Die Schöpfung: Theologische Aufarbeitung des Schöpfungsbegriffs, seiner biblischen Wurzeln und seiner Bedeutung im gegenwärtigen Diskurs zwischen Ökologie und Ethik.
4. Vegane Ernährung zur Bewahrung der Schöpfung: Zusammenführung der Argumentationslinien, um zu prüfen, wie vegane Ernährung als praktischer Beitrag zur Schöpfungsbewahrung dienen kann.
5. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Reflexion über die Möglichkeiten, durch vegane Ernährung eine verantwortungsbewusste Beziehung zur Schöpfung zu gestalten.
Vegane Ernährung, Schöpfungstheologie, Schöpfungsbewahrung, Tierethik, Ökologische Krise, Karnismus, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Konsumverantwortung, Solidarität, Anthropozentrismus, Interdependenz, Umdenken, Schöpfungsgemeinschaft, Verantwortung.
Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen einer veganen Ernährungsweise und dem christlichen Verständnis von Schöpfung und deren Bewahrung.
Zentrale Themen sind die Tierethik, die ökologische Krise, die biblische Schöpfungslehre und die ethische Verantwortung des Menschen gegenüber der nicht-menschlichen Mitwelt.
Das Ziel ist es, Analogien zwischen den Argumenten für den Veganismus und den Potentialen des christlichen Schöpfungsbegriffs aufzudecken, um deren Relevanz für heutiges verantwortliches Handeln zu prüfen.
Die Arbeit nutzt eine systematisch-theologische Methode, die biblische Exegese mit aktuellen ethischen und ökologischen Diskursen verknüpft.
Im Hauptteil werden zunächst der Begriff des Veganismus und dessen ökologische Auswirkungen analysiert, gefolgt von einer tiefgehenden theologischen Aufarbeitung des Schöpfungsbegriffs und dessen Anwendung auf das aktuelle Umweltbewusstsein.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Schöpfung, vegane Ernährung, Bewahrung, Ethik, Ökologie und Solidarität.
Sie dienen als theoretisches Gerüst, um die verbreiteten Rechtfertigungen für den Konsum tierischer Produkte – Normalität, Natürlichkeit und Notwendigkeit – kritisch zu hinterfragen.
Der Sabbat wird als Symbol der Vollendung und als "Krone der Schöpfung" interpretiert, das ein ökologisches und ethisches Handeln begründet, welches sich durch Selbstbegrenzung und Achtung vor dem Eigenwert der Geschöpfe auszeichnet.
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