Masterarbeit, 2021
97 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule
2.1 Transitionsforschung
2.1.1 Das Familien-Transitionsmodell
2.1.2 Der ökopsychologische Ansatz von Bronfenbrenner
2.1.3 Stressansatz nach Lazarus
2.1.4 Die Theorie der kritischen Ereignisse
2.1.5 Transition als Ko-konstruktiver Prozess
2.2 Individuelle Anforderungen
2.2.1 Temperamentseigenschaften
2.2.2 Die Bedeutung der Resilienz bei der Übergangsbewältigung
2.2.3 Übergangskompetenz
2.2.4 Schulfähigkeit als soziale Kompetenz
3. Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule
3.1 Ziele interinstitutioneller Kooperation
3.2 Voraussetzungen für eine gelingende Kooperation
3.3 Anlässe und Formen interinstitutioneller Kooperation
3.3.1 Interaktionen zwischen Erzieher*innen und Lehrkräften
3.3.2 Interaktionen zwischen Fachkräften und Kita- & Grundschulkindern
3.3.3 Interaktionen zwischen Fachkräften und den Eltern
3.4 Herausforderungen und Erschwernisse interinstitutioneller Kooperation
3.4.1 Kindergarten und Grundschule als getrennte Organisationen
3.4.2 Integrität des eigenen Bildungsauftrages
3.4.3 Kommunikationsdefizite
3.4.4 Kooperation als Arbeitsbelastung
4. Intension und Forschungsziel
5. Forschungsmethoden
5.1 Datenerhebungsmethode
5.1.1 Subjektivität und Symbolischer Interaktionismus
5.1.2 Das problemzentrierte Interview als Methode der Datenerhebung
5.1.3 Transkription
5.1.4 Auswahl der Interviewpartner*innen
5.1.5 Reflexion der Datenerhebung
5.2 Datenauswertungsmethode:
Die inhaltlich strukturierende qualitative Inhaltsanalyse
6. Auswertung der erhobenen Daten
6.1 Soziodemografische Angaben der Befragten
6.2 Entwicklung des Kategoriensystems
6.3 Darstellung der Ergebnisse
6.3.1 Kooperation
6.3.2 Der Übergang aus Sicht der Erzieher*innen
6.3.3 Herausforderungen
6.3.4 Wahrnehmung der Erzieher*innen
6.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
7. Diskussion der Ergebnisse
8. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht das subjektive Empfinden von Erzieher*innen hinsichtlich der Qualität der Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule, um Unterschiede in der Ausgestaltung dieser Zusammenarbeit zu identifizieren und mögliche Herausforderungen sowie zukünftige Verbesserungspotenziale aus der Perspektive der pädagogischen Fachkräfte aufzuzeigen.
Die Berücksichtigung aller Akteure
Wie eingangs kurz beschrieben, wirken nach diesem Modell beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule nicht nur die Kinder mit, sondern auch deren Eltern, Fachkräfte des Kindergartens, Lehrkräfte der Schule und eventuell des Hortes. Des Weiteren können Großeltern, soziale Dienste oder andere Mitglieder des sozialen Netzwerkes mitwirken. Dazu gehören neben den Freunden und Geschwistern der Kinder auch Freunde der Eltern. Der bedeutsame Unterschied liegt allerdings in der Art der Bewältigung. Das Kind und seine Eltern bewältigen den Übergang aktiv; sprich sie werden von Kindergartenkindern und -eltern zu Schulkindern und -eltern.
Sämtliche beteiligte Fachkräfte haben den passiven Status, da sie im Sinne des Transitionsmodell keine Veränderung in der Identität vollziehen. Sie moderieren den Übergang aufgrund ihrer fachlichen Qualifikation und stehen Eltern und Kindern beratend und unterstützend zur Seite. Obgleich der passiven Bewältigung erleben Fachkräfte den Übergang als einen besonders fordernden Abschnitt im Jahresablauf (vgl. Griebel & Niesel 2011, S.117).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Übergangs vom Elementar- in den Primarbereich als zentrale Bruchstelle im Bildungsverlauf und formuliert die Problemstellung hinsichtlich der notwendigen Verzahnung beider Institutionen.
2. Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule: In diesem Kapitel werden theoretische Transitionsmodelle vorgestellt, die den Übergang als ko-konstruktiven Prozess zwischen Kindern, Eltern und Fachkräften beschreiben und individuelle Anforderungen sowie Schulfähigkeit analysieren.
3. Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule: Das Kapitel widmet sich den theoretischen Zielen, Voraussetzungen und Formen der Zusammenarbeit sowie den identifizierten Herausforderungen, wie getrennte Organisationsstrukturen und Kommunikationsdefizite.
4. Intension und Forschungsziel: Hier wird das spezifische Forschungsinteresse der Autorin begründet, das aus der eigenen Erfahrung als Erzieherin resultiert und die subjektive Wahrnehmung der Kooperation in den Mittelpunkt stellt.
5. Forschungsmethoden: Die Autorin legt den qualitativen Forschungsansatz dar, insbesondere die Nutzung von problemzentrierten Interviews und der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz.
6. Auswertung der erhobenen Daten: Dieses zentrale Kapitel beschreibt die Entwicklung des Kategoriensystems, die systematische Analyse der Interviews sowie die detaillierte Darstellung und Zusammenfassung der gewonnenen Ergebnisse.
7. Diskussion der Ergebnisse: Die zentralen Erkenntnisse aus der empirischen Untersuchung werden hier unter Rückgriff auf die theoretischen Grundlagen und die aktuelle Verwaltungsvorschrift kritisch reflektiert.
8. Fazit und Ausblick: Das Fazit zieht eine Bilanz der Forschungsarbeit, bestätigt die Diskrepanz zwischen theoretischen Kooperationsmöglichkeiten und praktischer Umsetzung und gibt Empfehlungen für eine zukünftige, verbesserte Zusammenarbeit.
Transition, Übergang, Kooperation, Kindergarten, Grundschule, Erzieher*innen, Schulfähigkeit, Bildungsauftrag, Transitionsmodell, qualitative Inhaltsanalyse, pädagogische Fachkräfte, Anschlussfähigkeit, Elternarbeit, Kooperationsformen, Schulanmeldung
Die Arbeit befasst sich mit der Qualität der Zusammenarbeit zwischen Kindergärten und Grundschulen während des Übergangs von Kindern in das Schulsystem, betrachtet aus der subjektiven Perspektive der Erzieher*innen.
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Transitionsforschung, den strukturellen sowie gesetzlichen Anforderungen an Kooperationen und der Herausforderung, unterschiedliche Bildungsaufträge von Kindergarten und Schule zu vereinen.
Das Hauptziel ist es zu klären, wie die Kooperation zwischen den Institutionen aus Sicht der Erzieher*innen empfunden wird und welche Faktoren – etwa subjektive Wahrnehmung oder tatsächliche Unterschiede in der Ausgestaltung – diese Empfindung prägen.
Die Autorin nutzt ein qualitatives Forschungsdesign, das auf problemzentrierten Experteninterviews mit Erzieher*innen basiert und deren Inhalte mittels der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Udo Kuckartz auswertet.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Modelle wie das Transitionsmodell von Griebel und Niesel erörtert, bevor die empirische Auswertung aufzeigt, wie Kooperationen in der Praxis geplant, umgesetzt und von den Fachkräften bewertet werden.
Wesentliche Begriffe sind Transition, Schulfähigkeit, Kooperationsstruktur, Bildungsauftrag, subjektive Wahrnehmung sowie die Unterscheidung zwischen kindbezogener und einrichtungsbezogener Zusammenarbeit.
Der Übergang wird als Bruchstelle definiert, da Kindergarten und Grundschule historisch sowie rechtlich getrennte Institutionen mit unterschiedlichen pädagogischen Ansätzen, Strukturen und Bildungsaufträgen sind.
Die Pandemie fungiert als externe Herausforderung, die Kooperationsmöglichkeiten stark einschränkte und von vielen Befragten als zusätzlicher Belastungsfaktor wahrgenommen wurde, der strukturierte Übergangsprozesse zeitweise unmöglich machte.
Die Bewertungen variieren: Während einige Erzieher*innen ein gutes, langjähriges Verhältnis auf Augenhöhe beschreiben, kritisieren andere die schwierige Erreichbarkeit, kurzfristige Terminplanungen und einen mangelnden Austausch, der nicht auf Augenhöhe stattfindet.
Die Autorin stellt fest, dass in der Praxis eine große Diskrepanz zwischen theoretisch vielfältigen Kooperationsformen und der tatsächlichen Umsetzung besteht, wobei vor allem der Austausch auf informeller Ebene dominiert und die Ko-Konstruktion kaum erreicht wird.
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