Masterarbeit, 2008
87 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
0 Einleitung
1 Theoretischer Hintergrund
1.1 „Hörverstehen“ – ein theoretisches Konstrukt, was definiert werden muss
1.2 Abgrenzung des Hörverstehens vom Leseverstehen
1.3 Hörverstehen und Hörtexte im Unterricht der Grundschule
1.3.1 Zu den KMK-Bildungsstandards
1.3.2 Zu den Rahmenlehrplänen
1.3.3 Die Wichtigkeit der Hörverstehenskompetenz
1.4 Operationalisierung von Hörverstehenskompetenz – Möglichkeiten, die latenten Fähigkeiten der Schüler zu messen
1.4.1 Die Problematik der Validität von Hörverstehenstestaufgaben
1.4.2 Die Subjektivität des Hörens
1.4.3 Die Hörtexte und deren Authentizität
1.4.4 Textsorten
1.4.5 Häufigkeit der Präsentation des Hörtextes
1.4.6 Einfluss verschiedener Frage- bzw. Aufgabentypen auf die kognitiven Leistungen der Probanden
1.5 Zur Vorhersage der Aufgabenschwierigkeit im Bereich Hörverstehen
1.5.1 Bestandteile von Hörverstehensaufgaben
1.5.2 Begründung für die Bestimmung der Aufgabenschwierigkeit
1.5.3 Verschiedene Ansätze zur Bestimmung der Aufgabenschwierigkeit
1.5.3.1 Textzentrierte Ansätze
1.5.3.2 Adressatenzentrierte Ansätze
1.5.4 Versuchsweise Auswahl von verschiedenen potentiell relevanten Merkmalen zur Bestimmung von Aufgabenschwierigkeiten im Bereich des Hörverstehens im Primarbereich für das Fach Deutsch (als Erstsprache)
1.5.5 Hypothesen und Fragestellungen der vorliegenden Arbeit
2 Methodische Herangehensweise der Untersuchung
2.1 Zur Normierungsstichprobe des IQB und den vorliegenden Daten
2.2 Zu den zu analysierenden Hörverstehenstestaufgaben des IQB
2.2.1 Beschreibung der angewendeten Testaufgaben
2.2.1.1 Testaufgabe „Der verborgene Schatz“
2.2.1.2 Testaufgabe „Zwei Märchen“
2.2.1.3 Testaufgabe „In der Wüste“
2.2.1.4 Testaufgabe „Träume“
2.2.1.5 Testaufgabe „Wunschpunsch“
2.2.1.6 Testaufgabe „Wenn Eltern streiten“
2.2.2 Zu den Instruktionen
2.2.3 Zu den (Konstrukt-)Validitätskriterien
2.2.3.1 Vorausgesetztes Wissen
2.2.3.2 Die Hörtexte: Authentizität und Textsorten
2.2.3.3 Visuelle Stimuli
2.2.3.4 Itemtypen
2.3 Für die vorliegende Arbeit neu generierte Daten
2.3.1 Zusammenstellung schwierigkeitsgenerierender Aufgabenmerkmale
2.3.2 Zur Operationalisierung der Schwierigkeitsmerkmale
2.3.3 Zur Reliabilität einiger Einschätzungen
2.4 Statistische Analysemethoden
2.4.1 Analyse von Verteilungen
2.4.2 Korrelationsanalysen
2.4.3 Regressionsanalyse
3 Untersuchungsergebnisse und deren Interpretation
3.1 Empirische Itemschwierigkeiten (aus der IQB-Studie)
3.2 Deskriptive Analyse von Verteilungen und Streuungen
3.2.1 Häufigkeitsverteilungen
3.2.2 Mittelwerte und Standardabweichungen
3.2.3 Lesbarkeitsindex und Type-Token-Ratio für die sechs Hörtexte im Vergleich
3.2.4 Vergleich der Mittelwerte in den Itemschwierigkeiten für die verschiedenen Ausprägungen einer Variable
3.2.5 Erstes Revidieren der Liste schwierigkeitsgenerierender Aufgabenmerkmale
3.3 Korrelationsanalysen
3.3.1 Zusammenhänge zwischen den einzelnen unabhängigen Variablen und der empirischen Itemschwierigkeit
3.3.1.1 Signifikante Korrelationen
3.3.1.2 Nicht signifikante Korrelationen
3.3.2 Korrelationen zwischen den unabhängigen Variablen
3.3.3 Erneutes Revidieren der Liste schwierigkeitsgenerierender Aufgabenmerkmale
3.4 Multivariate Regressionsanalyse
4 Fazit
5 Literaturverzeichnis
6 Rechtliche Erklärung
7 Anhang
7.1 Liste möglicher schwierigkeitsgenerierender Aufgabenmerkmale zum Hörverstehen im Primarbereich
7.2 Liste möglicher schwierigkeitsgenerierender Aufgabenmerkmale zum Hörverstehen im Primarbereich nach erster Revidierung
7.3 Korrelationswerte unabhängiger Variablen untereinander
7.4 Liste relevanter schwierigkeitsgenerierender Aufgabenmerkmale zum Hörverstehen im Primarbereich nach erneuter Revidierung
7.5 Ergebnisse der Aufgabeneinschätzungen bezüglich der sich als relevant erwiesenen Schwierigkeitsmerkmale
Die Arbeit untersucht, welche Text- und Aufgabenmerkmale als Prädiktoren für die Schwierigkeit von Testaufgaben im Bereich des Hörverstehens im Primarbereich dienen können, um zukünftig eine gezielte Manipulation der Aufgabenschwierigkeit gemäß unterschiedlicher Kompetenzstufen zu ermöglichen.
1.1 „Hörverstehen“ – ein theoretisches Konstrukt, was definiert werden muss
Das Hörverstehen gehört zu den rezeptiven Sprachfertigkeiten. Es ist nicht gleichzusetzen mit „Hören“, da es über die akustische bzw. auditive Wahrnehmung hinaus auch Verstehen, Interpretieren und Reflektieren sprachlicher Äußerungen beinhaltet. Das Hörverstehen ist ein komplexer Prozess, bei dem der Hörer eine aktive Rolle spielt, da er die Bedeutung von geäußerten Texten selbst erschließen muss. Er muss das Gehörte mit seinen eigenen Wissensbeständen hinsichtlich Sprache, Sprachpragmatik, Kultur, gesellschaftlichem Zusammenleben und über Texte sowie die Welt im Ganzen verknüpfen, um es zu verstehen. Somit entsteht eine Interaktion zwischen dem gehörten Text und dem Hörer sowie auch eine Interaktion zwischen den beim Hörer ausgelösten Textverarbeitungsprozessen auf verschiedenen kognitiven Ebenen.
Der sprachliche Input des Textes aktiviert beim Hörer Vorwissen – ein kognitiver Prozess, der in der Literatur oftmals auch als „bottom up“ bezeichnet wird –, dieses Wissen wiederum führt dazu, dass vom Hörer die Daten des Textes eingeordnet und verknüpft werden – ein kognitiver Prozess, der in der Literatur oftmals auch als „top down“ bezeichnet wird. Die beiden kognitiven Prozesse des Hörverstehens, bottom up und top down, verlaufen gleichzeitig und stehen in Wechselwirkung zueinander. Zum bottom up-Prozess gehören die akustische Wahrnehmung, die Worterkennung, die Analyse der Syntax sowie die Rekonstruktion des Inhalts der sprachlichen Äußerung. Zum top down-Prozess gehören das Erkennen der Textsorte und der Sprecherabsicht, das Ergänzen der Textinformation durch aktiviertes Vorwissen, das Schlussfolgern sowie Sinnzusammenhänge herstellen und letztlich die Textbewertung.
Aufgrund der dargelegten Relevanz des Hörervorwissens ergibt sich der stark subjektive Charakter des Hörverstehens. Unterschiedliche Hörer verstehen darum denselben Text möglicherweise anders. Genauso kann derselbe Hörer denselben Text zu einem anderen Zeitpunkt anders verstehen als beim vorherigen Hören. Außerdem hängt Hörverstehen auch immer vom Hörziel ab, d.h. davon, ob der Text in seinem umfassenden Zusammenhang verstanden werden soll oder ob detaillierte Textinformationen von Belang sind.
0 Einleitung: Diese Einleitung führt in die bildungspolitische Bedeutung von Bildungsstandards, Bildungsmonitoring und die Rolle des IQB ein und definiert das Forschungsanliegen dieser Arbeit.
1 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert Hörverstehen als komplexes kognitives Konstrukt und grenzt es vom Leseverstehen ab, während es gleichzeitig den Stellenwert im Deutschunterricht der Grundschule analysiert.
2 Methodische Herangehensweise der Untersuchung: Hier wird der Prozess der Datenbasis durch das IQB beschrieben, die für die Untersuchung herangezogenen Merkmale definiert und die statistischen Methoden für die anschließende Analyse dargelegt.
3 Untersuchungsergebnisse und deren Interpretation: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der empirischen Schwierigkeitsanalysen und evaluiert die hypothetisch aufgestellten Merkmale mithilfe von Korrelations- und Regressionsanalysen.
4 Fazit: Das Fazit fasst die statistisch bestätigten Ergebnisse zusammen und reflektiert die Anwendbarkeit der identifizierten Variablen für eine theoriegeleitete Aufgabenentwicklung.
Hörverstehen, Primarbereich, Bildungsstandards, Itemschwierigkeit, Aufgabenmerkmale, IQB, Sprachhandlungskompetenz, Hörtexte, Testvalidität, Inferenzbildung, Textkomplexität, Regressionsanalyse, Deutschunterricht, Kompetenzmodelle, Testentwicklung
Die Arbeit analysiert, durch welche Merkmale von Hörtexten und Testaufgaben die Schwierigkeit von Hörverstehensaufgaben im Deutschunterricht der 3. und 4. Jahrgangsstufe beeinflusst wird.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Hörverstehen, der Rolle von Hörverstehen in Bildungsstandards, den Bedingungen für valide Testaufgaben sowie der statistischen Bestimmung von Schwierigkeitsparametern.
Das Ziel ist es, ein Anforderungsprofil für Hörverstehensaufgaben zu erstellen, das es ermöglicht, zukünftig Aufgaben gezielt für verschiedene Schwierigkeitsniveaustufen zu entwickeln.
Es werden empirische Daten des IQB verwendet, die mittels deskriptiver Statistik, Korrelationsanalysen und multivariater Regressionsanalysen ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung, die Beschreibung der methodischen Vorgehensweise und eine detaillierte Interpretation der statistischen Ergebnisse hinsichtlich der Validität der Merkmale.
Zentrale Begriffe sind unter anderem Hörverstehen, Itemschwierigkeit, Bildungsstandards, Aufgabenmerkmale sowie die statistischen Verfahren zur Varianzaufklärung.
Es ist eine fundamentale Grundfertigkeit der täglichen Kommunikation, deren bewusste Förderung und Überprüfung für die schulische Bildung von hoher Relevanz ist.
Schwieriger wird eine Aufgabe unter anderem, wenn der Text weniger Inhaltswörter enthält, ein weniger abwechslungsreiches Vokabular aufweist, mehr Sprecher einbezogen werden oder die Aufgabenstellung offener gestaltet ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

