Lizentiatsarbeit, 2001
153 Seiten, Note: 5 (von 6)
Die Lizentiatsarbeit beschäftigt sich mit dem Spielen und den daraus resultierenden Konflikten in den Zürcher Richtbüchern zwischen 1446 und 1475. Die Arbeit untersucht die Spielverordnungen der Zürcher Obrigkeit und deren Absichten sowie die erlaubten und verbotenen Spiele. Sie beleuchtet die Spielorte und die Spieler sowie die Art und Weise, wie Konflikte im Zusammenhang mit dem Spielen ausgetragen wurden.
Die Einleitung stellt das Thema der Lizentiatsarbeit vor und erläutert die Fragestellung, die Quellen, die methodischen Erläuterungen und den Aufbau der Arbeit. Der erste Teil befasst sich mit den Regelungen zum Spielen im spätmittelalterlichen Zürich und beleuchtet die Spielverordnungen im Zürcher Richtebrief und in den Zürcher Stadtbüchern.
Der zweite Teil widmet sich den verschiedenen Spielen, die in den Zürcher Rats- und Richtbüchern erwähnt werden. Es werden Brettspiele, Würfelspiele, Kartenspiele, Bewegungsspiele und diverse ungeklärte Spiele vorgestellt.
Der dritte Teil untersucht die Spielorte, wobei Zünfte und Gesellen Trinkstuben, Wirtshäuser und Gesellschaftsstuben, Spielorte im Freien, Privathäuser, verschiedene Lokalitäten, nicht identifizierte Spielorte und Spielordnungen auf den Trinkstuben beleuchtet werden.
Der vierte Teil beschäftigt sich mit den Spielern, wobei die Anzahl und Schichtzugehörigkeit, die Berufszugehörigkeit und die Zusammensetzung der Spielrunden analysiert werden.
Der fünfte Teil befasst sich mit den Spielkonflikten, wobei die Konfliktstoffe, die Austragung der Spielkonflikte und der Umgang des Zürcher Ratsgerichts mit Spiel und Delinquenz untersucht werden.
Spätmittelalter, Zürich, Richtbücher, Spiel, Spielverordnungen, Spielkonflikte, Spielorte, Spieler, Zürcher Ratsgericht, Delinquenz, Recht, Kulturgeschichte, Sozialgeschichte.
Die Richtbücher sind historische Quellen des 15. Jahrhunderts aus Zürich, in denen Rechtsfälle, Klagen und Urteile des Ratsgerichts aufgezeichnet wurden.
Ein Rechtsstreit, der direkt aus einer Spielsituation resultiert, etwa durch Klagen über Betrug, Streitigkeiten beim Würfeln oder Konflikte mit der Obrigkeit wegen verbotener Spiele.
Erwähnt werden Brettspiele (Schach), Würfelspiele, zahlreiche Kartenspiele (z.B. Russen, Buffen) sowie Bewegungsspiele wie Kegeln und Steinstoßen.
Typische Spielorte waren Zunfthäuser, Trinkstuben der Gesellen, Wirtshäuser, aber auch Privathäuser und öffentliche Plätze im Freien.
Die Obrigkeit wollte exzessives Glücksspiel, Gotteslästerung und soziale Unruhen eindämmen und die öffentliche Ordnung sowie die moralische Disziplin wahren.
Die Spieler stammten aus verschiedenen Schichten, wobei Handwerker und Gesellen in den Trinkstuben besonders häufig in den Rechtsfällen auftauchen.
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