Bachelorarbeit, 2008
43 Seiten, Note: 2.0
1. Einleitung
2. Theoriebezug
2.1 Maarten A. Hajer
2.2 Der Diskurskoalitionsansatz der argumentativen Diskursanalyse nach Hajer
2.3 Bezugnahme des Diskurskoalitionsansatzes zu den jeweiligen Privatisierungsdebatten „1993/1994“ und „2008“
3. Historischer Ablauf
3.1 Definition Privatisierung
3.2 Bahnstrukturreform 1994
3.3 Wandel von 1994 – 2008
3.4 Verschiedene Privatisierungsmodelle der Deutschen Bahn
4. Dokumentenanalyse zweier Bundestagsdebatten von 1994 und 2007 – Unterschiede der Koalitionen
4.1 Bundestagsdebatte vom 02. Dezember 1993
4.2 Bundestagsdebatte vom 21. September 2007
5. Auswertung – hat es einen Wandel der Koalitionen gegeben?
5.1 Wandel der Koalitionen?
Diese Arbeit untersucht auf der Grundlage der Diskurskoalitionstheorie nach Maarten A. Hajer, ob und wie sich die politischen Diskurskoalitionen während des Privatisierungsprozesses der Deutschen Bahn im Zeitraum von 1993/1994 bis 2008 gewandelt haben.
2.2 Der Diskurskoalitionsansatz der argumentativen Diskursanalyse nach Hajer
Die argumentative Diskusanalyse nach Hajer untersucht politische Prozesse. Anhand Maarten A. Hajers Beispiels der Debatte um den „Sauren Regen“ wird deutlich, dass der Analyse argumentativer Strukturen von Diskursen für die Politikwissenschaften eine große Bedeutung beigemessen wird. Ausgangslage eines Diskurses ist die Idee des „linguistic turns“ aus der Philosophie, in der die Sprache die Realität selbst beeinflusst und nicht als Spiegel der Realität fungiert.
Durch die Sprache wird die Welt nicht nur beschrieben, sondern auch „geschaffen“, weil sie in der interpretativen Sozialwissenschaft laut Hajer als ein Medium wahr-genommen wird. Zudem sieht Hajer die Sprache als ein nützliches Werkzeug, die es dem Politikwissenschaftler ermöglicht „eine Analyse der Strukturierung und Reproduktion von Herrschaftsbeziehungen“ anhand von gesellschaftlichen Diskursen durchzuführen. Dabei wird die Analyse mit drei in Beziehung zueinander stehenden Elementen durchgeführt: Diskurs, Praktiken und Bedeutung.
Diskurs wird hierbei als „Ensemble von Ideen, Konzepten und Kategorien verstanden“, wodurch die Bedeutung gewisser Erscheinungen verstärkt wird. Jedoch distanziert sich Hajer von der Grundannahme, dass ein Diskurs mit einer Diskussion gleichzusetzen sei, da „Diskurse der sprachliche Ausdruck einer Struktur“ seien. Das Ziel der Diskursanalyse ist demnach die Identifizierung der sozialen Interaktion, die durch symbolische und sprachliche Aussagen geprägt ist. Dabei spricht Hajer die „argumentative Rationalität“ an, die dabei hilft, gesellschaftliche Kontroversen besser und einfacher zu verstehen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Privatisierungsprozess der Deutschen Bahn und stellt die Forschungsfrage zur Entwicklung der Diskurskoalitionen.
2. Theoriebezug: Dieses Kapitel führt in die argumentative Diskursanalyse nach Maarten A. Hajer ein und erläutert dessen Diskurskoalitionsansatz.
3. Historischer Ablauf: Es wird die historische Entwicklung der Bahnstrukturreform von 1994 bis 2008 sowie die verschiedenen Privatisierungsmodelle dargestellt.
4. Dokumentenanalyse zweier Bundestagsdebatten von 1994 und 2007 – Unterschiede der Koalitionen: Dieser Abschnitt analysiert die Standpunkte der politischen Akteure in den Debatten von 1993 und 2007 anhand der qualitativen Inhaltsanalyse.
5. Auswertung – hat es einen Wandel der Koalitionen gegeben?: Das Fazit wertet die Ergebnisse aus und zieht ein Resümee über die Veränderung der Diskurskoalitionen im betrachteten Zeitraum.
Privatisierung, Deutsche Bahn, Diskurskoalition, Maarten A. Hajer, Bahnstrukturreform, Bundestagsdebatte, Argumentative Diskursanalyse, Politikwissenschaft, Daseinsvorsorge, Infrastruktur, Börsengang, Koalition, Reformprozess.
Die Arbeit analysiert den Privatisierungsprozess der Deutschen Bahn im Zeitraum von 1994 bis 2008 und wie sich die politischen Standpunkte dazu verändert haben.
Im Fokus stehen die theoretische Diskursanalyse nach Hajer, die historische Bahnreform, sowie die politische Debatte im Deutschen Bundestag.
Das Ziel ist es, mittels Hajers Diskurskoalitionstheorie herauszufinden, ob ein Wandel der Einstellungen bei den beteiligten politischen Akteuren stattgefunden hat.
Die Arbeit nutzt die qualitative Inhaltsanalyse zur Untersuchung von Plenarprotokollen der Bundestagsdebatten von 1993 und 2007.
Der Hauptteil umfasst den theoretischen Rahmen, den historischen Abriss der Bahnreformen und die konkrete Analyse der Debattenbeiträge.
Wichtige Begriffe sind Privatisierung, Bahnreform, Diskurskoalition, Infrastruktur und politische Steuerung.
Sie differenziert zwischen der organisatorischen Umwandlung in eine AG (äußere Reform) und der anschließenden internen Unternehmensstrukturänderung.
Story-Lines dienen als prägnante Kurzformen in Diskussionen, die Akteure nutzen, um ihre Weltsicht zu strukturieren und Diskurskoalitionen zu bilden.
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