Diplomarbeit, 2003
131 Seiten, Note: 1,7
1.0 Einleitung
2.0 Grundlagen
2.1 Einleitung
2.2 User Interfaces
2.2.1 Mensch Maschine Interaktion
2.2.2 Usability
2.2.3 Haptische Interfaces
2.2.4 Produkte mit haptischen Feedbackelementen
2.2.5 Zusammenfassung
2.3 Domain Musik
2.3.1 Online-Musik
2.3.2 Musiksuche Online
2.3.3 MP3-Player
2.3.4 Hörer/Hören
2.3.5 Fazit
2.4 Design mobiler Endgeräte
2.5 Zusammenfassung
3.0 Konzept
3.1 Einleitung
3.2 Konzeptideen
3.3 Auswertung der Konzeptideen
3.4 Grundlegendes
3.5 Funktion und Aufbau
4.0 User Study
4.1 Erste Befragungen
4.2 Ziele
4.3 Versuchsaufbau
5.0 Design
5.1 Gestaltungsidee
5.2 Formentwicklung
5.3 Designbeschreibung
5.4 Funktionseinheiten
5.5 Ergonomie und Dimensionierung
5.6 Umsetzung
5.7 Modellfotos
6.0 Ausblick
7.0 Literatur
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Konzeption einer haptischen Schnittstelle ("Mimite") für mobile Musikabspielgeräte, um die Navigation in umfangreichen digitalen Musikdatenbanken intuitiver und weniger visuell zu gestalten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie haptisches Feedback eingesetzt werden kann, um den Nutzer bei der Auswahl von Musik zu unterstützen, ohne ihn kognitiv durch visuelle Menüstrukturen zu überlasten.
3.5 Funktion und Aufbau
Die Idee für Liquido ist angeregt durch eine Schnittstelle, die am MIT von Tom White entwickelt wurde: Eine mit Flüssigkeit gefüllte Box ist mit einer flexiblen Abdeckung versehen. Der Nutzer kann in dieses Pad greifen und die Hand bewegen. Eine darunter oder darüber installierte Kamera erfasst seine Bewegungen und wandelt sie in Signale um, die der Rechner in einem dreidimensionalen Menü verarbeitet. Der haptische Output geschieht über magneto-rheologische Flüssigkeiten (MR). Diese Flüssigkeiten bestehen aus magnetischen Partikeln in Öllösung und können ihre Konsistenz innerhalb weniger Millisekunden verändern. Damit werden haptische Signale an den User gesendet.
Dieses Verfahren ist sehr aufwendig, räumlich gebunden und nicht flexibel.
Die Idee des Liquid Pad/Stick ließe sich durch zwei Verfahren, die Eigenschaften von Stoffen zu verändern, realisieren: Elektroviskosität und der piezoelektrische Effekt.
Der elektrorheologische Effekt ist dadurch gekennzeichnet, daß sich die Fließ- und Deformationseigenschaften einer electro-rheological fluid (ERF) unter dem Einfluß eines äußeren elektrischen Feldes verändern; diese Flüssigkeiten ändern ihre Elastizität also abhängig von der angelegten Spannung.
Piezoelektrische Fasern sind eine Möglichkeit, Einwirkungen auf einen Körper zu erfassen: der direkte piezoelektrische Effekt besagt, dass Piezokeramiken bei mechanischer Verformung oder Belastung elektrische Ladung freisetzen. Beim inversen piezoelektrischen Effekt kommt es unter Einfluss eines elektrischen Feldes zur Dimensionsänderung des piezokeramischen Körpers. Die Piezofasern sind aus keramischen Materialien hergestellt. Sie setzen mechanische oder thermische Spannungen in elektrische Signale um. Wird umgekehrt eine elektrische Ladung angelegt, können sich die Fasern dehnen oder zusammenziehen.
1.0 Einleitung: Beschreibt die Allgegenwart von Musik und die Notwendigkeit neuer Interfaces, um den Zugriff auf wachsende digitale Musikdatenmengen effizienter zu gestalten.
2.0 Grundlagen: Erläutert die theoretischen Hintergründe der Mensch-Maschine-Interaktion, Usability-Kriterien und den Stand der Technik bei haptischen Schnittstellen.
3.0 Konzept: Stellt die Entwicklung des "Liquido"-Konzepts vor, das durch haptische Rückkopplung einen spielerischen Zugang zur Musikdatenbank ermöglicht.
4.0 User Study: Dokumentiert die erste Befragung zur Nutzersituation und definiert die Ziele für die experimentelle Überprüfung der haptischen Schnittstelle.
5.0 Design: Beschreibt die Gestaltungsidee, Formentwicklung, Materialwahl und Funktionseinheiten des entwickelten Prototyps "Mimite".
6.0 Ausblick: Reflektiert über das Potenzial haptischer Schnittstellen für zukünftige Anwendungen und identifiziert weiteren Forschungsbedarf.
7.0 Literatur: Listet die verwendeten Quellen in Form von Büchern, Skripten und Internetressourcen auf.
Haptik, Mensch-Maschine-Interaktion, Musiknavigation, Interface-Design, Usability, Liquido, Mimite, Digitales Musikmanagement, Haptisches Feedback, Mobile Endgeräte, Ergonomie, Multifingered Interaction, Prototyping.
Die Arbeit untersucht die Gestaltung einer haptischen Schnittstelle für mobile Musikabspielgeräte, um die Interaktion mit digitalen Musikdatenbanken zu verbessern.
Die Arbeit verknüpft die Felder Haptik, Interface-Design, Usability, Musikpsychologie und Produktgestaltung.
Ziel ist die Reduktion kognitiver Belastung bei der Musikwahl durch den Einsatz haptischer Interfaces anstelle rein visueller Menüstrukturen.
Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literaturrecherche, Analyse bestehender Interfaces und einem entwurfsorientierten Ansatz zur Entwicklung eines neuen Gerätekonzepts.
Der Hauptteil analysiert Grundlagen der Interaktion, führt eine Bedarfsanalyse durch und entwickelt das Designkonzept "Liquido" für das Gerät "Mimite".
Wichtige Begriffe sind Haptik, Interface-Design, Usability, Musiknavigation und multimodale Interaktion.
Im Gegensatz zu visuellen Menüs auf Bildschirmen nutzt "Liquido" elektro-rheologische oder piezoelektrische Prinzipien, um haptische Rückmeldung bei der Steuerung zu geben.
Da das Interface auf haptischer statt visueller Interaktion beruht, bietet es eine intuitive Navigationsmethode, die auch für Menschen mit Seheinschränkungen von großem Nutzen sein kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

