Diplomarbeit, 2008
78 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
2 Grundlagen der Unternehmensführung: Unternehmensorganisation
2.1 Traditionelle Organisationsformen
2.1.1 Leitungsgefüge als Grundlage der Organisationsstruktur
2.1.1.1 Einliniensystem
2.1.1.2 Mehrliniensystem
2.1.1.3 Stabliniensystem
2.1.2 Differenzierung der Organisationsformen
2.1.2.1 Funktionale Organisation
2.1.2.2 Divisionale Organisation
2.1.2.3 Matrixorganisation
2.2 Bedeutung der Organisationsstruktur für das Wissensmanagement
2.3 Moderne Organisationsformen
2.3.1 Modulare Organisationsform
2.3.2 Vernetzte Organisationsform
2.3.3 Communities
2.3.4 Virtuelle Organisationsform
3 Grundlagen des Wissensmanagements
3.1 Begriffsabgrenzung Wissen
3.1.1 Implizites und explizites Wissen
3.1.2 Individuelles und organisatorisches Wissen
3.2 Begriffsabgrenzung Wissensmanagement
3.2.1 Wissenstransfer als zentrales Element des Wissensmanagements
3.2.2 Erfolgsfaktoren und Barrieren
3.3 Gestaltungsbereiche des Wissensmanagements
3.3.1 Informations- und Kommunikationstechnologie
3.3.2 Human Ressource Management
3.3.3 Organisation
4 Wissensmanagementsysteme in Abhängigkeit der Organisationstruktur
4.1 Wissensmanagementsysteme
4.1.1 Die Wissensspirale
4.1.1.1 Ausgestaltung mit Netzwerken
4.1.1.1.1 Ausgestaltung mittels der Hypertextorganisation
4.1.1.1.2 Ausgestaltung mittels der Spinnennetz-Organisation
4.1.1.2 Virtuelle Bausteine
4.1.1.3 Ausgestaltung mittels einer Community
4.1.2 Das Bausteinmodell
4.1.2.1 Ausgestaltung mit Netzwerken
4.1.2.2 Virtuelle Bausteine
4.1.2.3 Ausgestaltung mittels einer Community
4.1.3 Das Münchener Modell
4.1.3.1 Ausgestaltung mit Netzwerken
4.1.3.2 Virtuelle Bausteine
4.1.3.3 Ausgestaltung mittels einer Community
4.2 Kritische Betrachtung: Zur Eignung der Ausgestaltung unterschiedlicher Wissensmanagementsysteme
4.2.1 Die Wissensspirale
4.2.2 Das Bausteinmodell
4.2.3 Das Münchener Modell
5 Zusammenfassung und Bewertung der wesentlichen Ergebnisse
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die kritische Analyse von Wissensmanagementsystemen und deren effektive Ausgestaltung unter Berücksichtigung verschiedener Unternehmensorganisationsformen, um den Unternehmenserfolg durch professionelles Wissensmanagement zu steigern.
4.1.1.1.1 Ausgestaltung mittels der Hypertextorganisation
Bei der Hypertextorganisation handelt es sich um eine Organisationsform, die im Gegensatz zu den anderen vorgestellten Organisationsformen nicht gleich eine Reformulierung der gesamten Unternehmensorganisation erfordert. Die bestehende Organisationsform wird weitgehend unangetastet gelassen und wenn nötig, beispielsweise für Projekte, mit parallelen Ad-hoc Organisationsformen ergänzt. „In einer etwas anderen Sicht wird die bestehende Organisation zur Plattform, die einen gewissen Rahmen, eine Infrastruktur, eine Grundausstattung bietet, von der neue Entwicklungen „starten“ und entsprechend auch wieder landen können.“
In der Folge wird mit dem japanischen Ansatz der Hypertextorganisation eine solche in der Literatur sehr präsente Organisationsform vorgestellt. In Analogie zum Middle-up-down-Management kritisieren NONAKA/TAKEUCHI die traditionellen Organisationsstrukturen. Sie bemerken, dass weder die Organisationsformen der Bürokratie noch die der Arbeitsgruppe für eine Wissensunternehmung geeignet sind. Beide Formen haben aber sowohl Vorteile als auch Nachteile. Zwar ist die bürokratische Organisationsform sehr zweckmäßig für stabile Rahmenbedingungen, jedoch wirkt sie sich negativ auf die Veränderungsbereitschaft und Motivation aus. Eine Arbeitsgruppe zielt darauf ab, diese Schwächen der Bürokratie zu beheben. Sie ist flexibel, partizipativ und dynamisch und wirkt sich motivational äußerst positiv aus. Problematisch ist allerdings, dass ein Team nur zeitlich begrenzt zusammenarbeitet. Bei Beendigung eines Projektes wird deshalb in der Gruppe geschaffenes Wissen nur geringfügig an andere Unternehmensangehörige weitergegeben.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, erläutert die Problemstellung, die Zielsetzung sowie die Vorgehensweise der Arbeit.
2 Grundlagen der Unternehmensführung: Unternehmensorganisation: Es werden traditionelle und moderne Organisationsformen sowie deren Bedeutung für das Wissensmanagement theoretisch hergeleitet und dargestellt.
3 Grundlagen des Wissensmanagements: Dieses Kapitel definiert Wissen und Wissensmanagement, erläutert Kernprozesse sowie Gestaltungsbereiche und identifiziert Erfolgsfaktoren und Barrieren.
4 Wissensmanagementsysteme in Abhängigkeit der Organisationstruktur: Ausführliche Vorstellung und kritische Analyse dreier Wissensmanagementmodelle (Wissensspirale, Bausteinmodell, Münchener Modell) sowie deren Anwendung in verschiedenen Organisationskontexten.
5 Zusammenfassung und Bewertung der wesentlichen Ergebnisse: Abschließende Synthese der Erkenntnisse und Einordnung der Ergebnisse in den Gesamtzusammenhang der Wissensmanagement-Diskussion.
Wissensmanagement, Unternehmensorganisation, Wissensspirale, Bausteinmodell, Münchener Modell, Wissenstransfer, Organisationsstruktur, Wissensgenerierung, Wissensbasis, Communities of Practice, Hypertextorganisation, Wissensbewertung, Wissensnutzung, Wissensidentifikation, Wissensbewahrung.
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der kritischen Analyse von Konzepten des Wissensmanagements und untersucht, wie diese in Abhängigkeit von verschiedenen Organisationsformen gestaltet werden können, um den Unternehmenserfolg zu fördern.
Die Arbeit fokussiert auf das Zusammenspiel von Organisationsstrukturen (traditionell und modern) und Wissensmanagement-Methoden sowie die damit verbundenen Erfolgsfaktoren und Hindernisse.
Ziel ist es zu ermitteln, welche Wissensmanagementkonzepte für welche Organisationsstrukturen am besten geeignet sind und wie eine professionelle Ausgestaltung zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit beitragen kann.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der kritischen Auseinandersetzung mit existierenden Wissensmanagement-Modellen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen von Organisation und Wissensmanagement sowie die detaillierte Vorstellung und Evaluation der Wissensspirale, des Bausteinmodells und des Münchener Modells.
Zentrale Begriffe sind Wissensmanagement, Organisationsstruktur, Wissensspirale, Bausteinmodell, Münchener Modell sowie der Wissenstransfer innerhalb von Organisationen.
Die Hypertextorganisation ist eine Organisationsform, die eine traditionelle bürokratische Struktur für das operative Tagesgeschäft mit flexiblen Ad-hoc-Projektteams und einer Wissensbasis-Ebene kombiniert, um sowohl Stabilität als auch Innovation zu ermöglichen.
Das Münchener Modell zeichnet sich durch einen ganzheitlichen Ansatz aus, der neben betriebswirtschaftlichen Aspekten ausdrücklich psychologische und pädagogische Faktoren betont und Wissensmanagement als einen deduktiv abgeleiteten, interdisziplinären Prozess begreift.
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