Masterarbeit, 2021
167 Seiten, Note: 1,00
Die Masterarbeit befasst sich mit der komplexen Problematik der Kinderarbeit in Bolivien und analysiert die Auswirkungen, Schwierigkeiten und Lösungsansätze, die sich aus nationalen und internationalen Maßnahmen ergeben. Ziel der Arbeit ist es, die Perspektive der UNATSBO, der nationalen Dachorganisation der Kinderbewegung in Bolivien, zu beleuchten und ihre Sichtweise auf die Auswirkungen von Regulierungsmaßnahmen zu präsentieren. Dabei werden die Argumente der Kinderbewegung gegen internationale Interventionen, die sie als neokolonial empfinden, und die Forderung nach alternativen Lösungen im Vordergrund stehen.
Die Arbeit beleuchtet zunächst die rechtlichen Grundlagen der Kinderarbeit auf internationaler Ebene, indem sie die Konventionen der UN und der ILO, insbesondere die Konvention 138 zum Mindestalter und die Konvention 182 zur Bekämpfung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit, erläutert. Anschließend wird die Entwicklung der nationalen Gesetzgebung in Bolivien im Hinblick auf die Regulierung der Kinderarbeit dargestellt, insbesondere die Einführung des „Código niña, niño y adolescente“ und die Legalisierung der Kinderarbeit unter bestimmten Bedingungen.
Im weiteren Verlauf der Arbeit wird die Perspektive der Kinderbewegung in Bolivien, insbesondere die UNATSBO, in den Fokus gerückt. Die Arbeit analysiert die Argumente der Kinderbewegung gegen internationale Interventionen, die sie als neokoloniale Einmischung betrachten, und zeigt auf, wie diese Kritik mit der mangelnden Berücksichtigung der lokalen Realitäten und der Lebensbedingungen von Kindern in Bolivien zusammenhängt.
Abschließend werden verschiedene Lösungsansätze zur Verbesserung der Situation von arbeitenden Kindern in Bolivien diskutiert. Die Arbeit stellt dar, wie die UNATSBO alternative Lösungen für die Regulierung der Kinderarbeit in Bolivien fordert, die auf den Bedürfnissen und Interessen von Kindern und Jugendlichen beruhen und gleichzeitig die kulturelle und soziale Vielfalt des Landes berücksichtigen.
Kinderarbeit, Bolivien, UNATSBO, Internationale Arbeitsorganisation (ILO), Vereinte Nationen (UN), Plurinationalität, Neo-Kolonialismus, Menschenrechte, alternative Lösungsansätze, internationale Regulierung, nationale Gesetzgebung, Kinderrechte, Mindestalter, schlimmste Formen der Kinderarbeit
Die Vereinten Nationen (UN) mit den Kinderrechten und die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) mit den Konventionen 138 und 182 sind die zentralen Akteure.
Bolivien legalisierte Kinderarbeit unter bestimmten Bedingungen bereits ab zehn Jahren, um arbeitende Kinder besser schützen und regulieren zu können.
Sie empfindet internationale Verbote oft als neokolonial, da sie die wirtschaftliche Realität und die Bedürfnisse der Kinder vor Ort ignorieren würden.
Die Erhöhung erfolgte primär aufgrund von massivem internationalem Druck auf den plurinationalen Staat Bolivien.
Es wird betont, dass eine Differenzierung notwendig ist: Nicht jede Arbeit von Kindern ist automatisch ausbeuterisch, weshalb eine pauschale Kriminalisierung kritisch gesehen wird.
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