Diplomarbeit, 2021
46 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Gentrifizierung
2.2 Der doppelte Invasions-Sukzessions-Zyklus
2.3 Die vier Dimensionen der Gentrifizierung
2.3.1 Soziale Dimensionen
2.3.2 Bauliche Dimensionen
2.3.3 Kommerzielle Dimensionen
2.3.4 Symbolische Dimensionen
3. Untersuchungsmethode
4. Gentrifizierungsprozesse in Duisburg Mitte
4.1 Das Untersuchungsgebiet Duisburg Hochfeld
4.1.1 Soziale Dimensionen
4.1.2 Bauliche Dimensionen
4.2 Das Untersuchungsgebiet Duisburg Duissern
4.2.1 Soziale Dimensionen
4.2.2 Bauliche Dimensionen
4.3 Das Untersuchungsgebiet Duisburg Dellviertel
4.3.1 Soziale Dimensionen
4.3.2 Bauliche Dimensionen
4.4 Vergleich der drei Untersuchungsgebiete
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob in den drei Duisburger Stadtteilen Hochfeld, Duissern und Dellviertel Anzeichen von Gentrifizierungsprozessen vorliegen und wie stark sich diese bereits auf die jeweilige Gebietsstruktur ausgewirkt haben.
2.1 Gentrifizierung
Der englische Begriff „Gentrification“ lässt sich vom Wort „gentry“ ableiten. „Gentry“ beschreibt eine nicht genau definierte Schicht des gehobenen Bürgertums und niederen Adels. Zum ersten Mal wurde der Begriff „Gentrification“ im Jahre 1964 von der Britin Ruth Glass verwendet. Die Soziologin beobachtete die wesentliche Veränderung des Londoner Stadtteils Islington. Aus der Veränderung des Stadtteils resultierte die Verdrängung der Mittelschicht aus dem Ort sowie der vollkommene Wandel der Nachbarschaft. Seither wird unter Gentrifizierung ein Phänomen verstanden, das die sozioökonomische Umstrukturierung eines Viertels zur Folge hat.
Die Umstrukturierung und die Verdrängung einkommensschwächerer Bewohner:innen sind die Ursache, weshalb der Begriff bis heute häufig negativ konnotiert ist. In Deutschland fand der Begriff Gentrifizierung zum ersten Mal im Jahr 1988 Anwendung. In diesem Jahr untersuchte Jens Dangschat die Gentrifizierung in Hamburg und entwickelte dabei den doppelten Invasions-Sukzessions-Zyklus. Dieser Zyklus beschreibt vier Phasen, mit denen der Stand des Gentrifizierungsprozesses bemessen werden kann. Bis heute ist diese Methode zur Bemessung von Gentrifizierungsprozessen die am häufigsten angewandte in Deutschland.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik steigender Mieten und sozialer Verdrängung in deutschen Großstädten sowie Darlegung der Forschungsfrage für Duisburg.
2. Grundlagen: Theoretische Herleitung des Gentrifizierungsbegriffs und Vorstellung des wissenschaftlichen Modells des doppelten Invasions-Sukzessions-Zyklus.
3. Untersuchungsmethode: Beschreibung des quantitativen Vorgehens zur Analyse der Stadtteile Hochfeld, Duissern und Dellviertel anhand soziodemografischer und baulicher Daten.
4. Gentrifizierungsprozesse in Duisburg Mitte: Detaillierte Analyse der einzelnen Stadtteile sowie der abschließende Vergleich der Ergebnisse hinsichtlich Gentrifizierungsindikatoren.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Einschätzung zum Status der Gentrifizierung in den untersuchten Quartieren sowie Identifikation von weiterem Forschungsbedarf.
Gentrifizierung, Duisburg, Stadtentwicklung, Wohnungsmarkt, Mieten, soziale Struktur, Verdrängung, Invasions-Sukzessions-Zyklus, Stadtteile, Soziale Stadt, Immobilienmarkt, Quartiersaufwertung, Hochfeld, Duissern, Dellviertel.
Die Arbeit analysiert, ob in den drei ausgewählten Duisburger Stadtteilen Hochfeld, Duissern und dem Dellviertel Gentrifizierungsprozesse stattfinden oder bereits vollzogen wurden.
Die Arbeit fokussiert sich auf soziale und bauliche Dimensionen der Stadtentwicklung, insbesondere Einwohnerentwicklung, Altersstrukturen, SGB II-Bezug, Leerstandsquoten und die Mietpreisentwicklung.
Ziel ist es zu belegen, inwieweit die untersuchten Quartiere Anzeichen von Aufwertung und Verdrängung aufweisen, um diese in den Kontext der Gentrifizierungsforschung einzuordnen.
Es wird eine quantitative Untersuchung durchgeführt, die kommunale Statistiken der Stadt Duisburg sowie Immobiliendaten aus dem Zeitraum 2010 bis 2019 auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Untersuchungsgebiete, die detaillierte quantitative Analyse der sozialen und baulichen Indikatoren pro Stadtteil und einen finalen Vergleich dieser Gebiete.
Zu den Kernbegriffen zählen Gentrifizierung, Wohnraumnachfrage, Mietpreissteigerung, sozialer Bewohneraustausch und der doppelte Invasions-Sukzessions-Zyklus.
Hochfeld gilt als multikulturelles Ankunftsviertel mit schwieriger Sozialstruktur, zeigt jedoch trotz Neubauvorhaben noch keine Anzeichen eines klassischen Bewohneraustauschs.
Das Dellviertel zeigt Anzeichen eines fortgeschrittenen Gentrifizierungsprozesses, da hier sowohl bauliche Investitionen als auch ein Trend zur Aufwertung erkennbar sind.
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