Seminararbeit, 2021
19 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Rahmen
2.1 Das Schulfach und die Fachlichkeit
2.2 Situation des Schulfaches Sport
3. Methoden
3.1 Datenerhebung per Expert*inneninterview
3.2 Datenauswertung per Grounded Theory Methodology
4. Ergebnisse
5. Diskussion und Reflexion
Die vorliegende Arbeit untersucht das Schulfach Sport innerhalb des schulischen Fächerkanons und fokussiert dabei auf dessen Legitimation und die Spannungsfelder zwischen motorischer Ausrichtung und pädagogischem Bildungsauftrag. Das Ziel der Studie ist es, durch die Analyse von Expertenmeinungen mittels Grounded Theory die gegenwärtige Situation und die daraus resultierenden Herausforderungen für das Fach Sport offen zu legen.
2.1 Das Schulfach und die Fachlichkeit
Im sogenannten „Fächerkanon“ der Schule treten verschiedene Schulfächer auf, die jeweils über einen gewissen Zeitraum ihre Daseinsberechtigung in der Schule haben (Reh/Caruso 2020, S. 616). Es ist zunächst jedoch auf das Konzept des Schulfaches einzugehen. Die Entstehung eines Schulfaches kann zum einen von der universitären Disziplin, deren Beziehung mal mehr und mal weniger eng gebunden ist, beeinflusst sein. Zum anderen können auch „gesellschaftliche Nützlichkeitserwägungen“ bei der Etablierung von Fächer die Ausgangslage bilden (ebd., S. 613f). Unterscheiden lässt sich auf der begrifflichen Ebene die äußere Organisationsform als Schulfach, das in einem historischen Prozess der „Verfächerung“ vorwiegend in höheren Bildungseinrichtungen – Universitäten – entstanden ist (ebd., S. 613, 616). Die Verfächerung ist somit ein System aus unterschiedlichen Gebieten des Wissens, die sich auseinanderdifferenziert haben (Reh/Pieper 2018, S. 25). Der Begriff der „Fachlichkeit“ beschreibt dagegen, was ein Schulfach im Inneren auszeichnet, seinen „spezifischen Modus des Umgangages mit dem Wissen“ (Reh/Pieper 2018, S. 24).
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Fachlichkeit und die Legitimationskrise des Schulfachs Sport innerhalb des deutschen Fächerkanons ein.
2. Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel erläutert das Konzept des Fächerkanons sowie die historische und aktuelle Sonderstellung des Sportunterrichts im Spannungsfeld pädagogischer Ansprüche.
3. Methoden: Hier wird das Vorgehen der qualitativen Forschung beschrieben, welches Expert*inneninterviews und die Auswertung nach der Grounded Theory Methodology umfasst.
4. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen auf, wie der Sportunterricht zwischen den Anforderungen an sportmotorische Leistung und den Zielen erzieherischen Unterrichts oszilliert.
5. Diskussion und Reflexion: Dieses Kapitel reflektiert die Forschungsergebnisse und diskutiert die Herausforderungen für die Praxis sowie die methodische Qualität der eigenen Studie.
Sportunterricht, Fächerkanon, Fachlichkeit, Grounded Theory, Doppelauftrag, Experteninterview, Schulentwicklung, Leistungsbewertung, Sportdidaktik, Legitimationsproblematik, pädagogische Leitideen, Qualitativ-empirische Forschung, Bewegungszeit, Motorik, Kognition
Die Arbeit beschäftigt sich mit der aktuellen Situation des Schulfachs Sport im deutschen Schulwesen und den damit verbundenen Herausforderungen hinsichtlich seiner Anerkennung und Legitimation.
Zentral sind der Bildungsauftrag des Fachs, das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis sowie die Spannungen zwischen sportmotorischer Ausbildung und pädagogischen Zielen.
Die Arbeit fragt nach den Spannungsfeldern, in denen sich das Fach Sport im aktuellen Fächerkanon befindet, und wie Lehrkräfte diesen Doppelauftrag wahrnehmen und umsetzen.
Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt: Expert*inneninterviews werden geführt und mittels der Grounded Theory Methodology systematisch ausgewertet.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen des Fächerkanons, führt in die Methodik ein und präsentiert die gewonnenen Kategorien und Erkenntnisse aus dem Experteninterview.
Wichtige Begriffe sind Fachlichkeit, Doppelauftrag, Legitimationsproblematik, Grounded Theory, Schulfach Sport und motorische vs. kognitive Förderung.
Die Arbeit stellt fest, dass die eigene Sportbiografie der Lehrkräfte einen signifikanten Einfluss darauf hat, wie sie den Sportunterricht gestalten und legitimieren.
Der Begriff beschreibt die Tendenz, Sport als Raum für körperliche Betätigung abseits kognitiver Anforderungen zu sehen, was jedoch zu einer Marginalisierung des Fachs im Vergleich zu anderen Fächern führen kann.
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