Bachelorarbeit, 2008
48 Seiten, Note: 1,0
Diese Arbeit untersucht die aktuelle Menschenrechtssituation in Indonesien anhand des Spiralmodells von Thomas Risse. Sie überprüft die These, dass die Anerkennung der Menschenrechte in Indonesien zur Normeinhaltung geführt hat. Dazu analysiert die Arbeit den Einfluss nationaler und transnationaler Menschenrechtsnetzwerke auf die indonesische Menschenrechtspolitik und untersucht, ob der Druck auf die Regierung zu einer nachhaltigen Verbesserung der Menschenrechtslage geführt hat.
Kapitel 1 führt in die Thematik ein und stellt das allgemeine Forschungsinteresse der Arbeit vor. Kapitel 2 erläutert das Spiralmodell von Thomas Risse, welches die Interaktionen zwischen nationalen und transnationalen Akteuren im Bereich der Menschenrechtspolitik beschreibt. Kapitel 3 analysiert die Menschenrechtsentwicklung in Indonesien bis 2001 im Lichte des Spiralmodells. Kapitel 4 untersucht die Mobilisierung der nationalen und internationalen Öffentlichkeit seit 2001 und beleuchtet die Rolle der indonesischen Zivilgesellschaft und transnationaler Menschenrechtsnetzwerke. Kapitel 5 analysiert die aktuelle Menschenrechtspolitik in Indonesien und untersucht, ob die Normeinhaltung der Normanerkennung gefolgt ist. Kapitel 6 wertet die empirischen Befunde aus und zieht ein Fazit.
Menschenrechte, Indonesien, Spiralmodell, transnationale Menschenrechtsnetzwerke, Zivilgesellschaft, Normanerkennung, Normeinhaltung, Straffreiheit, Bürgerliche Rechte, Politische Freiheitsrechte.
Das Spiralmodell beschreibt den Prozess, wie internationaler Druck und nationale Mobilisierung dazu führen, dass Staaten Menschenrechtsnormen erst leugnen, dann taktisch anerkennen und schließlich einhalten.
Die Entwicklung durchlief Phasen der Repression, des Leugnens und taktischer Konzessionen, bis hin zu einem präskriptiven Status der Normanerkennung.
Die Arbeit untersucht die kritische Diskrepanz zwischen der formalen Anerkennung von Normen und der tatsächlichen Praxis („Rights in practice“), insbesondere im Hinblick auf Straffreiheit.
Netzwerke aus NGOs, internationalen Organisationen und „like-minded“ Staaten üben Druck auf Regierungen aus, um politische Veränderungen im Inneren zu erzwingen.
Trotz institutioneller Rahmenbedingungen bleiben Straffreiheit bei Verletzungen, Einschränkungen bürgerlicher Rechte und politischer Freiheiten zentrale Herausforderungen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

