Magisterarbeit, 2008
96 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Ausgangssituation
2.1 Gründungsquoten und Entwicklungstendenzen in Österreich
2.2 Österreichische Gründungsquote im internationalen Vergleich
2.3 Ursachenforschung
3 Klärung zentraler Begrifflichkeiten
3.1 Unternehmertum vs. Entrepreneurship
3.1.1 Unternehmertum
3.1.2 Entrepreneurship
3.2 Potentieller Unternehmensgründer
3.3 Gründer
3.4 Jungunternehmer
3.5 Phasen der Unternehmensgründung
3.5.1 Vor-Gründungsphase
3.5.2 Gründungsphase
3.5.2.1 Latenzphase
3.5.2.2 Planungsphase
3.5.3 Nach-Gründungsphase
3.6 Arten der Gründung
3.7 Hemmende Faktoren im Gründungsprozess
3.8 Cluster-Regelung
4 Interne Hemmnisse der Unternehmensgründung
4.1 Cluster Gründer
4.1.1 Mangelnde Ausdauer und Durchhaltevermögen
4.1.2 Mangelndes Selbstbewusstsein und unsicheres Auftreten
4.1.3 Mangelnde kommunikative Fähigkeiten
4.1.4 Angst vor dem Scheitern
4.1.5 Risikoaversion und fehlende Machbarkeitsüberzeugung
4.1.6 Mangelnde Flexibilität und Disziplin
4.1.7 Mangelndes Unabhängigkeitsstreben
4.1.8 Ideenlosigkeit und mangelndes Innovationsvermögen
4.1.9 Unzureichendes Problemlösungspotential
4.2 Cluster Management
4.2.1 Unzureichende Planungskompetenz
4.2.2 Fachliche Probleme
4.2.3 Mangelnde Branchenerfahrung
4.2.4 Mangelnde Führungskompetenz
4.2.5 Kaufmännische Probleme
5 Externe Hemmnisse zur Unternehmensgründung
5.1 Cluster Umwelt
5.1.1 Mangelnde Unterstützung des sozialen Umfelds
5.1.2 Unzureichende Erziehung zur Selbstständigkeit
5.1.3 Negatives Image des Unternehmertums in der Öffentlichkeit
5.1.4 Unzureichende Vermittlung unternehmerischen Denkens
5.1.5 Fehlende Gründungsinfrastruktur
5.1.5.1 Gründungsberatung
5.1.5.2 Gründerausbildung
5.1.6 Unüberwindbare Markteintrittsbarrieren aufgrund zu hohen Wettbewerbs
5.1.7 Opportunitätskosten als Gründungshemmnis
5.1.8 Mangel an qualifizierten Arbeitskräften
5.1.9 Steuerliche Gründungshemmnisse
5.1.10 Rechtliche Barrieren
5.1.10.1 Fehlen von Genehmigungen als Gründungshemmnis
5.1.10.2 Fehlen von Befähigungsnachweisen oder Konzessionen als Gründungshemmnis
5.1.11 Schwer überwindbare bürokratische Hürden
5.1.12 Sozialversicherung für Unternehmer als Gründungshindernis
5.2 Cluster Ressourcen
5.2.1 Mangelnde Kapitalverfügbarkeit
5.2.2 Niedriger Informationsgrad über das Gründungs-geschehen
5.2.3 Fehlendes soziales Netzwerk
5.2.4 Die Auswirkungen der Förderlandschaft auf die Gründungsquote
6 Wissenschaftliche Methodik
6.1 Wahl des Mediums
6.2 Die Stichprobe
6.3 Der Fragebogen
6.4 Repräsentativität der Stichprobe für die Grundgesamtheit
7 Empirie
7.1 Filterfragen
7.2 Die Barrieren der Unternehmensgründung
7.3 Zusammenfassung der empirischen Datenlage
7.4 Neutrale Betrachtung der Hemmnisfaktoren
7.5 Vorschläge zur Verbesserung des Gründungsklimas in Österreich
8 Fazit
Das Ziel der Arbeit ist es, die hemmenden Faktoren innerhalb des Gründungsprozesses zu erarbeiten, um Gründern Informationen zur Verfügung zu stellen, Problembereiche aufzudecken und durch eine empirische Untersuchung Ansatzpunkte für die Verbesserung des Gründungsklimas in Österreich zu identifizieren.
4.1.4 Angst vor dem Scheitern
Speziell im von einer leistungsorientierten Gesellschaft geprägten mitteleuropäischen Kulturkreis kommt dem Begriff des beruflichen Erfolges besonderes Augenmerk zu. Die Definition des Scheiterns kommt hier häufig dem Begriff Versagen gleich, was in einer negativen Einstellung zu jeglicher Form unternehmerischen Denkens resultiert.40
Im jährlich erscheinenden Report des GEM gaben im Jahr 2005 46% der befragten Österreicher an, schlichtweg Angst vor dem Versagen der eigenen Selbstständigkeitsbestrebungen zu haben, weshalb ihre Ideen unrealisiert bleiben.41 Diese Tatsache beschert Österreich im Vergleich mit den GEM-Mitgliedsstaaten den vorletzten Rang. Einzig in Deutschland ist die Angst vor dem Scheitern mit 51% noch größer.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die volkswirtschaftliche Bedeutung von KMU und formuliert das Ziel, hemmende Faktoren der Unternehmensgründung in Österreich systematisch zu erfassen.
2 Ausgangssituation: Dieses Kapitel beleuchtet die aktuelle Gründungssituation in Österreich und zeigt anhand internationaler Vergleichsdaten, dass die Gründungsrate im internationalen Vergleich eher niedrig ist.
3 Klärung zentraler Begrifflichkeiten: Hier werden wesentliche Begriffe wie Unternehmertum, Entrepreneurship, Gründer und der Gründungsprozess definiert, um eine theoretische Grundlage zu schaffen.
4 Interne Hemmnisse der Unternehmensgründung: Das Kapitel analysiert personenbezogene Hemmnisse, unterteilt in die Cluster „Gründer“ (z.B. Angst vor dem Scheitern) und „Management“ (z.B. Planungskompetenz).
5 Externe Hemmnisse zur Unternehmensgründung: Hier werden Faktoren behandelt, die den Prozess von außen beeinflussen, wie das soziale Umfeld, rechtliche Barrieren oder die Verfügbarkeit von Ressourcen.
6 Wissenschaftliche Methodik: Dieses Kapitel erläutert das Vorgehen bei der empirischen Primärdatenerhebung, einschließlich der Wahl des Fragebogens und der Beschreibung der Stichprobe.
7 Empirie: Die Ergebnisse der Befragung von Jungunternehmern werden ausgewertet, interpretiert und in Bezug auf die zuvor identifizierten hemmenden Faktoren analysiert.
8 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und leitet Handlungsempfehlungen für die Wirtschaftspolitik ab, um das Gründungsklima in Österreich zu verbessern.
Unternehmensgründung, Österreich, Gründungsbarrieren, KMU, Entrepreneurship, Hemmnisfaktoren, Jungunternehmer, Gründungsquote, Ressourcen, Managementkompetenz, Planung, Förderlandschaft, Kapitalbeschaffung, Risiko, empirische Studie.
Die Diplomarbeit untersucht die wesentlichen Hemmnisse und Barrieren, denen potentielle Unternehmensgründer in Österreich in der Vor-Gründungs- und Latenzphase begegnen.
Die Arbeit behandelt interne Faktoren (Persönlichkeitseigenschaften und Managementkompetenzen des Gründers) sowie externe Faktoren (soziale, rechtliche, steuerliche Umwelt und Ressourcenverfügbarkeit).
Das Ziel ist es, hemmende Faktoren zu identifizieren, um Gründern Hilfestellungen bei der Entscheidungsfindung zu bieten und Ansätze zur Verbesserung des österreichischen Gründungsklimas aufzuzeigen.
Der theoretische Teil basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse; der empirische Teil umfasst eine schriftliche Befragung mittels standardisierter Fragebögen bei 49 Jungunternehmern.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung interner und externer Barrieren in Clustern sowie eine empirische Auswertung dieser Faktoren auf Basis der Befragungsergebnisse.
Die Arbeit fokussiert auf Themen wie Unternehmensgründung in Österreich, Gründungsbarrieren, KMU-Entwicklung, Förderlandschaft und Finanzierungsmöglichkeiten.
Jungunternehmer verfügen über einen aktuellen Überblick des gesamten Gründungsprozesses und können daher fundierte Aussagen über die Barrieren treffen, die sie selbst kurz zuvor überwunden haben.
Die Cluster-Regelung dient dazu, eine Vielzahl von hemmenden Faktoren systematisch in die vier logischen Bereiche Gründer, Management, Umwelt und Ressourcen zu unterteilen, um sie besser analysierbar zu machen.
Die empirische Analyse zeigt, dass externe Faktoren (insbesondere aus dem Cluster Ressourcen wie Kapitalverfügbarkeit und Förderlandschaft) einen deutlich stärkeren hemmenden Einfluss auf die Zielgruppe ausüben als interne Faktoren.
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