Bachelorarbeit, 2017
77 Seiten, Note: 1,0
Organisation und Verwaltung - Öffentliche Sicherheit und Ordnung
1. Einleitung
2. Das „subjektive Sicherheitsgefühl“ und die Einflussgrößen
2.1 Die Sicherheit
2.2 Das „subjektive Sicherheitsgefühl“
2.3. Einflussgrößen der subjektiven Sicherheit in der Bevölkerung
2.3.1 Alter
2.3.2 Medien
2.3.3 Bildung
2.3.4 Geschlecht
3. Die Fankultur im deutschen Fußball
3.1 Gruppierungen und Kategorien von Fußballfans
3.1.1 Der konsumorientierte Fan
3.1.2 Der fußballzentrierte Fan
3.1.3 Der erlebnisorientierte Fan
3.1.4 Die Kuttenfans
3.1.5 Die Ultras
3.1.6 Die Hooligans
3.1.7 Kategorie A-B-C-Fans
4. Die Sicherheitslage in deutschen Fußballstadien
4.1 Die neuen Stadien und der Strukturwandel der Zuschauer
4.2 Die Gewalt im Fußball
5. Die Terrorangst in Deutschland und bei Fußballspielen
6. Fragestellung und Hypothesen der Untersuchung
7. Untersuchungsmethode
7.1 Untersuchungsinstrument
7.2 Stichprobe
7.3 Durchführung der Befragung
7.4 Auswertungsstrategien
8. Ergebnisse der Untersuchung
8.1 Überprüfung der Hypothesen
8.1.1 Überprüfung der Hypothesen 1a) - j)
8.1.2 Überprüfung der Hypothesen 2a) + b)
8.2 Interpretation
8.3 Reflexion
9. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das subjektive Sicherheitsgefühl von Fußballfans in deutschen Stadien sowie die Faktoren, die dieses Empfinden beeinflussen. Ziel ist es, zu analysieren, wie Fans die Sicherheitslage bewerten und welche präventiven Maßnahmen aus ihrer Sicht zur Erhöhung der Sicherheit bei Fußballveranstaltungen beitragen können.
3.1.5 Die Ultras
Aufwendig einstudierte Choreographien und Fangesänge sind Hauptmerkmale der Ultras, für die die Liebe zum eigenen Verein über allem steht. Das Durchschnittsalter der vorwiegend männlichen Mitglieder dieser Gruppe beträgt 15-25 Jahre, welche zumeist Schüler, Studenten, Auszubildende oder Arbeitende sind (vgl. Sommerey, 2010, S. 79). Für junge Leute haben Ultras aufgrund ihrer Selbstfindungsphase eine große Anziehungskraft und können mit Kameradschaft, Identität und Verbundenheit dienen (vgl. Hofmeister, 2016, S. 221). Maskulinität, Mut, Ausdauer und Stärke sind Attribute die den Ultras zuzuschreiben sind (vgl. Trattner, 2016, S. 240). Auch der (verbotene) Einsatz von Pyrotechnik ist ein sichtbares Merkmal vieler Ultra-Gruppierungen (vgl. Kähler, Marg, 2012, S. 143). Das Abbrennen von bengalischen Fackeln ist aus ihrer Sicht allerdings keine Form der Gewalt, sondern vielmehr ein Stilelement der Ultrakultur, vergleichbar mit einer Choreographie (vgl. Pilz/ Wölki-Schumacher, 2010, S. 16). Aufgrund des selbstbewussten und einheitlichen Erscheinungsbildes ist die Gruppe der Ultras insbesondere für Jugendliche interessant (vgl. Kathöfer; Kotthaus; Willmann, 2013, S. 48). Sie distanzieren sich von der immer weiter voranschreitenden Kommerzialisierung des Fußballs (vgl. Kapitel 3.1) und kritisieren die damit verbundenen Distanz zu den Spielern der eigenen Mannschaft, die in der Gesellschaft immer mehr als unnahbare Stars gelten (vgl. Pilz; Wölki-Schumacher, 2010, S. 7f.).
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die ökonomische Bedeutung des Fußballs sowie die Kehrseite in Form von Sicherheitsstörungen und Gewalt, was die Forschungsrelevanz unterstreicht.
2. Das „subjektive Sicherheitsgefühl“ und die Einflussgrößen: Dieses Kapitel definiert das subjektive Sicherheitsgefühl, grenzt es von der objektiven Kriminalitätslage ab und analysiert zentrale Einflussfaktoren wie Alter, Medien und Bildung.
3. Die Fankultur im deutschen Fußball: Hier werden verschiedene Fan-Subkulturen wie konsumorientierte Fans, Ultras und Hooligans differenziert betrachtet, um deren jeweilige Motivationen und Verhaltensweisen zu verstehen.
4. Die Sicherheitslage in deutschen Fußballstadien: Dieser Abschnitt beschreibt den Strukturwandel der Zuschauer durch moderne Stadien sowie die anhaltende Problematik der Gewalt und die Rolle der Polizeiarbeit.
5. Die Terrorangst in Deutschland und bei Fußballspielen: Das Kapitel thematisiert die wachsende Angst vor terroristischen Anschlägen und deren Einfluss auf die Entscheidung, Großveranstaltungen wie Fußballspiele zu besuchen.
6. Fragestellung und Hypothesen der Untersuchung: Auf Basis der Theorie werden hier die Leitfragen formuliert und spezifische Forschungshypothesen zur empirischen Überprüfung abgeleitet.
7. Untersuchungsmethode: Dieser Teil erläutert die methodische Vorgehensweise, insbesondere die Durchführung der Online-Befragung sowie die angewandten statistischen Auswertungsstrategien.
8. Ergebnisse der Untersuchung: Dieses Kapitel präsentiert die Auswertung der erhobenen Daten, prüft die Hypothesen und interpretiert die zentralen Ergebnisse im Kontext der theoretischen Überlegungen.
9. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und reflektiert die Sicherheitslage sowie potenzielle Optimierungsmaßnahmen für die Zukunft.
Fußball, Fankultur, Sicherheitsgefühl, Kriminalitätsfurcht, Ultras, Gewalt im Fußball, Terrorangst, Prävention, Stadion, Online-Befragung, Repräsentativität, Polizeiarbeit, Pyrotechnik, Fanverhalten, Viktimisierung
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Wahrnehmung von Sicherheit durch deutsche Fußballfans. Sie untersucht, wie sicher sich Fans in Stadien und deren Umfeld fühlen und welche Faktoren dieses Gefühl beeinflussen.
Zentrale Felder sind das subjektive Sicherheitsgefühl, die Differenzierung verschiedener Fankulturen (insbesondere Ultras), die aktuelle Sicherheitslage in Stadien sowie die Auswirkungen von Terrorangst auf das Verhalten der Fans.
Das Hauptziel besteht darin, die Fragestellung zu beantworten, welche Faktoren das subjektive Sicherheitsgefühl beeinflussen und ob es aus Sicht der Fans akzeptable Maßnahmen gibt, um die Sicherheit bei Fußballspielen zu erhöhen.
Die Arbeit nutzt eine empirische Methode: eine standardisierte Online-Befragung unter Fußballfans, deren Daten anschließend statistisch (u.a. mit t-Tests und Chi²-Tests) ausgewertet wurden.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zur Sicherheit, eine detaillierte Fan-Typologie, die Sicherheitslage in Stadien, die Thematik des Terrorismus sowie das methodische Vorgehen und die konkrete Ergebnisauswertung behandelt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie subjektives Sicherheitsgefühl, Fankultur, Gewaltpotenzial, Polizeipräsenz, Terrorangst und Fan-Typologien charakterisieren.
Die Ergebnisse zeigen, dass sich Fans innerhalb des Stadions deutlich sicherer fühlen als außerhalb, etwa an Bahnstationen oder auf dem Weg zur An- und Abreise.
Ja, die Studie bestätigt, dass Frauen ein geringeres Sicherheitsgefühl aufweisen und sich vor terroristischen Anschlägen stärker fürchten als Männer.
Obwohl die Angst vor Anschlägen wächst, zeigt die Mehrheit der befragten Fans keine Tendenz, deshalb auf den Besuch von Fußballspielen zu verzichten.
Diese Gruppe ist zentral, da sie laut Polizei das größte Risikopotenzial birgt, den Großteil der aktiven Ultras ausmacht und eine spezifische Skepsis gegenüber polizeilichen Präventionsmaßnahmen wie Pyrotechnikverboten zeigt.
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